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+Update+ Eziden feiern "roten Mittwoch" - Landrat gratuliert





CELLE. Die êzîdîsche Gemeinde in Celle lud gestern alle Bürger zum "Çarşema Serê Nîsanê" - den "Roten Mittoch" ein, auch als „Sersal“, sinngemäß Neujahrsfest bekannt. Rund 1000 Menschen feierten in der CD-Kaserne - mit bunt gefärbten Eiern und mitgebrachtem Essen, Tanz und traditioneller Musik.

Das êzîdîsche Neujahr werde am ersten Mittwoch im April gefeiert. Da der êzîdîsche Kalender dem in Deutschland gültigen gregorianischen Kalender um 13 Tage nachgeht, wird das Neujahresfest am ersten Mittwoch im Monat April (Nîsan) gefeiert, der zum oder nach dem 14. April im gregorianischen Kalender anfällt.


Der „Rote Mittwoch“ ist nach êzîdîscher Mythologie der Tag, an dem die Schöpfung der Erde vollendet wurde: Die Sonnenstrahlen erreichten zum ersten Mal die Erde, sodass sich das Firmament rot färbte. Auch war es der Tag, an dem das Oberhaupt der êzîdischen Erzengel Tawisî Melek („Gottes Engel“) erstmals auf die Erde kam. Tawisî Melek ist der Mittelpunkt der sieben Erzengel, er repräsentiert also den Mittwoch, die Mitte der Woche bzw. die Mitte der sieben Erzengel. Diese Vorstellung stammt aus der Zeit der babylonisch-mesopotamischen Sternbeobachtung. Der Mittwoch ist der Ruhetag der Êzîden, ähnlich dem Sonntag für die Christen.


Viele Gäste trugen ein geflochtenes Bändchen am Handgelenk, die Glück bringen sollen. Wenn das Bändchen von alleine abfällt, dürfe man sich etwas wünschen. „Piroz be cejna Carsema Sor“, "frohes neues Jahr".


+Update+





Auch Landrat Axel Flader war in der CD-Kaserne in Celle zu Gast, um zu gratulieren. Bei einem Rundgang durch die Halle erfuhr er vieles über die Traditionen und traf zahlreiche Würdenträger wie Nisrat Babalshek. Er ist der Bruder von Baba Scheich, der Oberhaupt der Jesiden. Begleitet wurde der Landrat dabei von Rezan Uca, CDU-Ratsherr in der Stadt Celle. „Ich gratuliere den Jesidinnen und Jesiden zum Neujahrsfest. Es hat mich gefreut als Landrat des Landkreises Celle durch die Veranstaltung mehr von den Traditionen zu erfahren, die Teil der Kultur vieler Cellerinnen und Celler ist“.


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