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Erinnerung an Weltkriegsopfer: Schüler gestalten Gedenktafeln für Stadtfriedhof

Ein Schüler vor einer Gedenktafel auf einem Friedhof.
IGS-Schüler Peer Lasse Witt erläuterte eine der neuen Gedenktafeln auf dem Celler Stadtfriedhof. (Foto: Stefan Kübler)

CELLE. Der Gedenkort an der Weltkriegssäule auf dem Stadtfriedhof ist mit Hilfe Celler Schülerinnen und Schüler aufgewertet worden. Rund um das Ehrenmal sind am Freitag zwei Gedenktafeln enthüllt worden, die die Erinnerung an die Gräueltaten der Weltkriege wachhalten und Familienschicksale der dort Bestatteten sichtbar machen sollen. Erarbeitet wurden die Tafeln von Schülerinnen und Schülern im Seminarkurs Geschichte an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Celle. Zudem wurden neue Sitzbänke präsentiert, durch die die Gedenkstätte auch zu einem Ort der Begegnung werden soll.


NS-Zeit spiele zu geringe Rolle im Lehrplan


Der 8. Mai 2026 wurde nicht zufällig gewählt, um die Tafeln zu enthüllen, denn dieses Datum markiert den 81. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. Geschichtslehrer Dr. Sune Schlitte schilderte bei der Feierstunde, dass er sich bereits im Frühjahr 2024 entschieden hatte, dieses Projekt in seinem Geschichtsseminar anzugehen, weil der Nationalsozialismus in seinen Augen nur eine geringe Rolle im Lehrplan spielte. Es sei wichtig, die Jugend für das Thema zu sensibilisieren, sagte er. Die Schülerinnen und Schüler hätten den Ansatz der Lokalgeschichte verfolgt und sozusagen vor der eigenen Haustür recherchiert. „Ihr könnt stolz auf das Geleistete sein“, lobte er.


„Diese lokale Geschichte wollten wir sichtbar machen“

Peer Lasse Witt und Til Broschinski schilderten stellvertretend für die ganze Klasse ihre Arbeit an dem Projekt. Bei der Recherche hätten sie gemerkt, dass die geschichtlichen Ereignisse nicht nur weit entfernt, sondern auch hier vor Ort im Alltag der Menschen in Celle stattgefunden hätten. „Diese lokale Geschichte wollten wir sichtbar machen“, sagten sie. „Erinnerung schützt nicht vor Wiederholung. Geschichte endet nicht, sie wirkt bis in die Gegenwart.“ Ihr Dank gelte vor allem den Angehörigen der betrachteten Familien, die die Tafeln mit Inhalten bereichert hätten.



Auf dem Celler Stadtfriedhof waren alle Projektbeteiligten anwesend. (Fotos: Stefan Kübler)


Projekt des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge


Ermöglicht wurde das Projekt im Rahmen des Engagements des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. „Es ist wunderbar, dass ihr Schüler das Projekt begleitet habt“, sagte Landrat und Vorsitzender des Kreisverbandes Celle Axel Flader. „Sie tragen dazu bei, dass die Schicksale der Toten nicht in Vergessenheit geraten und dass Friedhöfe als Lernorte der Geschichte wahrgenommen werden.“ Auch Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge zeiget sich beeindruckt von dem Projekt. „Das ist für mich gelebte Stadtgesellschaft“, sagte er.


Neue Sitzbänke für Celler Stadtfriedhof


Weitere Projektbeteiligte sind die Bürgerstiftung und die Jugendbauhütte, durch deren Einsatz mehrere neue Sitzbänke für das Kriegsgräberfeld auf dem Stadtfriedhof gefertigt wurden. Zwei dieser Doppelbänke wurden Freitag enthüllt, weitere sollen noch folgen. Das Projekt für Erinnerungstafeln auf Kriegsgräberstätten gibt es bundesweit schon viele Jahre. In Zusammenarbeit mit der Kriegsgräberfürsorge sind in Celle seit 2017 beispielsweise in Scheuen und auf dem Waldfriedhof ähnliche Vorhaben realisiert worden.     

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