Einfache Sprache in der Wohngeldstelle


Sozialamtsleiter Ralf Schumann zeigt den Förderbescheid zusammen mit Laura Heidrich (Mitte) ihre Kollegin Margarita Heiser von der Lebenshilfe. Foto: Landkreis Celle

CELLE. Mit einer Förderzusage der Aktion Mensch über 5.000 Euro ist in der Wohngeldstelle der Landkreisverwaltung der Startschuss für ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Verständlichkeit von Behördentexten gefallen. Zukünftig soll die schriftliche Kommunikation mit BürgerInnen auch in Einfacher Sprache erfolgen.


Einfache Sprache folgt den herkömmlichen Regeln von Rechtschreibung und Grammatik. Sie verzichtet aber auf komplizierte Satzkonstruktionen und weitestgehend auch auf Fremdwörter und Fachbegriffe. Durch den Vorzug aktiver Verbformen gegenüber Passivkonstruktionen, eine übersichtliche Gliederung und eine gut lesbare Schriftgröße erschließen sich den LeserInnen Informationen einfacher und schneller. Dadurch werden Hürden für BürgerInnen abgebaut und das Personal der Landkreisverwaltung wird entlastet, so die Kreisverwaltung.


Die vom Büro für Leichte Sprache der Lebenshilfe Celle erstellten Texte kommen voraussichtlich ab Ende des Jahres zum Einsatz. Um den Spagat zu schaffen zwischen guter Verständlichkeit auf der einen und Rechtssicherheit auf der anderen Seite, werden die gewöhnlichen Wohngeldanträge um Ausfüllhilfen in einfacher Sprache ergänzt. Neben den offiziellen Bescheiden wird zukünftig immer auch eine Übersetzung in Einfacher Sprache mitgeschickt.


Mit einer Evaluierung des Pilotprojekts wurde bereits begonnen. Sollte die Zahl der Rückfragen und unvollständig eingereichten Unterlagen nach Einführung der Verständnishilfen deutlich sinken, ist eine Ausweitung des Projekts auf andere Bereiche der Verwaltung angedacht, so der Landkreis.

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