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Eicklinger Partnerstadt Deauville zu Gast





AUTOR EXTERN


EICKLINGEN. Bei sehr angenehmen Temperaturen marschierten ca. 70 Sportler am Himmelfahrtsmorgen - mit einem selbstgetexteten Lied auf den Lippen und vorneweg unterstützt von zwei lebensgroßen Gummipuppen in den jeweiligen Länderfarben - auf den Hof Jürgens im Eicklinger Ortsteil Sandlingen ein. Die Überraschung war mal wieder gelungen und die Freude bei allen Teilnehmern natürlich groß auf drei gemeinsame Tage in Eicklingen und Umgebung. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Eicklinger Bürgermeister und frischgebackenen Vater Jörn Schepelmann sowie dem 1. Vorsitzenden der TT-Abteilung des TuS Eicklingen Manfred Greßies wurde auf dem Hof Jürgens gemeinsam gefrühstückt.

Diese mittlerweile seit 1987 auch offizielle Städtepartnerschaft wurde bereits 1967 ins Leben gerufen. Damals besuchten 13 Tischtennis-Spieler aus Deauville den beschaulichen Ort im Südkreis. Ein paar Jahre später weitete sich der Austausch aus und Schützen aus Deauville und der Kyffhäuser-Kameradschaft Sandlingen nahmen ebenfalls teil. Wohl einmalig sein dürfte, dass die beiden hauptamtlichen Initiatoren - Pierre Santos und Fritz Söhnholz - auch heute noch aktiv dabei sind. Beide sind seit vielen Jahren auch Ehrenbürger der jeweiligen Partnergemeinden und die Idee der deutsch-französischen Freundschaft die nur wenige Jahre zuvor im Elysee-Vertrag 1963 zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer vereinbart wurde, wird zwischen diesen Vereinen seit nunmehr unglaublichen 56 Jahren gelebt und die Anzahl der Teilnehmer zeugt davon, dass dieser Austausch so lebendig ist, wie eh und je.


Nach dem ausgiebigen Frühstück bezogen die Gäste aus Deauville die Quartiere bei den jeweiligen Gasteltern und der Nachmittag wurde dafür genutzt sich kennenzulernen oder die teilweise bis in die Anfänge der Partnerschaft zurückreichende Freundschaften zu vertiefen.


Der erste gemeinsame Abend führte alle Teilnehmer wieder zusammen im prächtig hergerichteten Sandlinger Schießstand. Der mobile Pizzabäcker und der DJ trafen den Geschmack der Gäste, denn die Schlange am Pizzawagen riss kaum ab und die Tanzfläche war stets voll, so dass die Stunden leider viel zu schnell vergingen.


Am nächsten Tag traf man sich vor dem Celler Schloss zur gemeinsamen Stadtführung. In fünf Gruppen wurde die Altstadt von kompetenten und sympathischen Celler Fremdenführern vermittelt, die den Teilnehmern viele interessante Details unserer Kreisstadt vermittelten. Wer hat denn schon gewusst, dass ausgerechnet die Neue Strasse die älteste noch erhaltene Straße Celles ist und das unsere Altvorderen um 1700 auf eine Universität verzichteten zugunsten des Celler Zuchthauses aus Sorge um die Töchter der Stadt. Nach dem wohlverdienten Picknick in den weitläufigen Grünanlagen des Landkreises in der Trift stand der späte Nachmittag und Abend zur freien Verfügung, der - wie eigentlich immer - in größeren Gruppen zusammen verbracht wurde.


Am Samstag standen dann traditionell die sportlichen Wettkämpfe auf dem Programm. Bereits um kurz nach 9 Uhr wurden in der Eicklinger Sportarena die Nationalhymen abgespielt nachdem die Tischtennisspieler und Sportschützen beider Partnergemeinden Aufstellung genommen hatten. Anschließend trugen die Sportschützen ihre Wettkämpfe im Sandlinger Schießstand aus und die Tischtennisspieler ihre Wettkämpfe an den Tischtennis-Tischen in der Eicklinger Sporthalle der Grund- und Hauptschule. Am Vormittag wurden dort die Einzelbegegnungen ausgetragen. Hier hatte die junge Truppe aus der Normandie die Nase hauchdünn vorn. Mit 36 Einzelsiegen hatten die Eicklinger zwar einen Sieg mehr erzielt als ihre Gäste, die dafür aber nur 18 Aktive benötigten, während für Eicklingen 20 Aktive an den Start gingen. Der im letzten Jahr in Deauville ergatterte Wanderpokal ging also wieder zurück in die Hände der Gäste.


Am Nachmittag wird traditionell ein Double-Mixed-Wettbewerb im doppelten KO-System ausgespielt in dem jeweils ein Eicklinger mit einem Sportler aus Deauville ausgelost wird. Unter der Prämisse möglichst gleichstarke Paarungen spielen zu lassen, wurden die Doppel aus mehreren Töpfen von der Losfee Timo gezogen, so dass es vorab keinen klaren Favoriten gab, aber viele Begegnungen auf Augenhöhe. Hier setzte sich am Ende die Paarung Christa Schweizer und Lisa Dolley durch, die in einem jederzeit hochklassigen Endspiel die sich tapfer wehrenden Lars Geweke und Romuald Guy knapp in Fünf-Sätzen mit 3:2 bezwangen. Auf dem dritten Rang platzierten sich Dirk Söhnholz und Liséa Jossie, die die Paarung Tobi Meier und Eléa Hadet im Trostrunden-Endspiel auf den vierten Rang verwiesen.

Bei den Schützen wurde in insgesamt 4 Gattungen geschossen, wobei sich am Ende folgende Sieger durchsetzten:


Luftgewehr: Marceo Cuenin (91 Ring) und Peter Geschwendtner (90 Ring);

Luftpistole: Sylvain Delahaye ( (79 Ring) und Fiona Gehrls (61 Ring);

Kleinkaliber: Martial Cuenin (84 Ring) und Reinhard Müller (87 Ring);

Sportpistole: Christian Bailliez (80 Ring) und Hans-Jürgen Oelker (68 Ring);

In der Gesamtwertung lagen nach Auszählung aller vier Disziplinen Christian Bailliez (324 Ring) sowie Peter Geschwendtner (258 Ring) vor allen anderen Schützen. Das dieser Sport auch bereits in sehr jungen Jahres ausgeübt werden kann, zeigten Luisa Gehrls sowie Jules Bailliez, die mit jeweils 11 Jahren die jüngsten Aktiven waren. Jules ist einer von mittlerweile sehr vielen Sportlern der dritten Generation, denn sowohl seine Eltern wie auch seine Großeltern waren und sind immer noch aktive Teilnehmer des jährlichen Austausches.


Am letzten Abend der Begegnung findet traditionell der gesellschaftliche Höhepunkt dieser Tage, der „Ball der Nationen“ statt, zu dem der Sandlinger Schießstand direkt nach dem Schießen von vielen fleißigen Händen wieder hergerichtet und geschmückt wurde. Nach dem hervorragenden warmen Essen aus dem Hause Duda/Nienhof folgten die Siegerehrungen. Birgit Knoop-Mankowski für die Schützen und Frank Angermann für die TT-Spieler ehrten mit launigen Worten die o. g. Sieger. Es schloss sich die Übergabe von Gastgeschenken (Präsentkörbe mit Spezialitäten aus der Normandie) an. Bis morgens um kurz vor drei Uhr wurde dann erzählt, getanzt, getrunken und gelacht, so dass die Nachtruhe sich auf einige wenige Stunden reduzierte. Denn am nächsten Morgen war die Abfahrt für 9 Uhr angesetzt. Mit wenigen Minuten Verspätung verließ der Reisebus und einige PKW´s dann Eicklingen in Richtung Deauville. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass auch diese Begegnung die Partnerschaft wieder ein Stück mehr festigen wird und man freut sich schon jetzt auf das 57ste Treffen im nächsten Jahr in Deauville. Abschließend bleibt nur noch „vielen Dank“ zu sagen dem fleißigen Orga-Team um Heike Jürgens und den vielen freiwilligen Helfern, ohne die eine solche Veranstaltung schlichtweg nicht möglich ist.


Text/Fotos: Carsten Pröve, Pressewart, TT-Eicklingen


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