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Die Boygroup der Tafelrunde: Theater des „Parzival“ am Ernestinum


Theater, Ernestinum,
Foto: Katja Rethmann


CELLE. „Parzival / Short Cut“ heißt das aktuelle Stück, das die Theater-AG des Gymnasiums Ernestinum in der kommenden Woche im Forum des Schulzentrums Burgstraße aufführen wird. Es sei eine moderne Variante von Peter Raffalt nach Motiven des mittelalterlichen Stoffes von Wolfram von Eschenbach.

Parzival, der etwas naive aber stets bemühte kleine Liebling seiner Mutter, möchte gegen ihren Willen unbedingt Ritter werden – wie alle Männer! Der Junge lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen und bekommt fragwürdige Ratschläge mit auf den Weg. Auf vielen Stationen, Umwegen, Abkürzungen und Irrwegen erfährt Parzival nicht nur endlich seinen Namen, sondern auch Entscheidendes über Regeln, coole Typen, Menschlichkeit und die wahren Werte. Und dann war da noch die Sache mit dem Gral…

Hier werde die außergewöhnliche Lebensgeschichte eines ewig suchenden und zunächst ständig scheiternden jungen Mannes erzählt, der irgendwie ein Held ist, obwohl er auch viel Unglück zu verantworten hat. Solch ein zeitloses Thema, bei dem immer wieder Anklänge an unsere Realität durchschimmern, hat die Theater-AG gereizt. Vor allem aber erfrischt die „Parzival“ -Bearbeitung mit viel Wortwitz, Tempo und skurrilen Figuren.

Außergewöhnlich sei in diesem Jahr aber auch die Zusammensetzung der Theater-AG des Ernestinums. Nach einer langen Zeit der Ungewissheit und zwei kleinen Videoprojekten zu „Cyrano de Bergerac“ im vergangenen Jahr hat sich in diesem Schuljahr die Gruppe weitgehend neu formiert und das fast nur aus Jungen. So kam eines zum anderen und die „Boygroup“ wurde zum Konzept. Die Ritter der Tafelrunde waren schließlich die coolen Jungs ihrer Zeit, vielleicht konnten die auch tanzen, aber sicherlich nicht so wie diese. Zur ganzheitlichen Bildung gehört schließlich nicht nur der literarische Hintergrund, auch die Popkultur der 90er Jahre kann den Horizont dermaßen erweitern, dass Hand- und Fußballer über sich hinauswachsen, eigene Choreografien erarbeiten und sogar Gymnastikbändern nie gekannte Möglichkeiten entlocken. Außerdem ist es den männlichen Akteuren und ihrer einen weiblichen Unterstützung gelungen, zu siebt über 20 Rollen in den unterschiedlichsten Facetten zu spielen.

Man darf gespannt sein auf diese motivierte Truppe, die eindrucksvoll beweist, wie unterhaltsam echtes Theater ist. Und letztlich bekommen sogar Spuckwände als Wegweiser endlich eine zukunftsweisende Aufgabe.

In diesem Sinne: „Meiden Sie dunkle Furten“, aber kommen Sie zu den Aufführungen am Mo, 25.04.; Do, 28.04. und Fr, 29.04. jeweils um 19:00Uhr im Schulzentrum Burgstraße 21. Der Eintritt ist frei. Im Publikum gilt Maskenpflicht.

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