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"Deutschlandticket"-Wirrwarr - Bleiben Unternehmen auf Kosten sitzen?


Foto: pixelrobot / stock.adobe.com


CELLE. Anfang November 2022 verkündete die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die #Grünen großspurig, dass das 49-Euro-Ticket definitiv am 1.1.23 eingeführt werde. CELLEHEUTE hatte Zweifel und hakte nach, doch die Sprecherin bleib dabei: "Das Datum steht". Nun, bald ein Jahr nach den Planungen steht fest, dass nichts feststeht - nicht einmal die Basis für eine Umsetzung.


"Viele Unternehmen befürchten, dass sie oder die Kommunen, in deren Auftrag sie Beförderungsleistungen erbringen, mittelfristig auf Kosten sitzen bleiben", sagt Felix Jahn, #IHKN-Sprecher für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur. "Zwar sollen die von Bund und Ländern finanzierten Ausgleichszahlungen an die Unternehmen bis 2025 relativ unbürokratisch auf Grundlage der Fahrgastzahlen von 2019 durchgeführt werden, wie es danach weiter geht, steht dagegen noch in den Sternen. Die Unternehmen brauchen aber Planungssicherheit." Völlig unklar sei, was im Falle von Kostensteigerungen passiere und wer diese dann trage, so Jahn weiter.


Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die aktuelle #Energiekrise und immer größer werdende Probleme bei der Gewinnung von Fahrpersonal stelle die Unternehmen schon heute vor erhebliche Herausforderungen. "Es darf auf keinen Fall passieren, dass Unternehmen am Ende aufgrund von erheblichen Kostensteigerungen oder Liquiditätsengpässen durch verzögerte Ausgleichszahlungen sogar ÖPNV-Leistungen einschränken müssen", sagt Jahn. "Gerade ländliche Regionen mit heute schon schlechter ÖPNV-Anbindung würden dann sehr wahrscheinlich noch mehr abgehängt. Was wir eigentlich brauchen, ist keine staatlich geförderte Ticketvergünstigung für alle, sondern eine noch stärkere Förderung für die Angebotsausweitung in der Fläche durch Taktverdichtung oder beispielsweise den Einsatz von modernen Rufbussen. Dafür könnten jetzt am Ende Mittel fehlen."


Abgesehen der wirtschaftlichen Aspekte gehen Verkehrsexperten wie der ACE weiterhin davon aus, dass das #Deutschlandticket ohnehin für 2/3 aller Bürger nicht nutzbar sei (CELLEHEUTE berichtete).

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