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Deutlicher Anstieg: 42 Menschen ertrinken 2022 in Niedersachsen




BAD NENNDORF. Der #DLRG-Bundesverband hat gestern die #Ertrinkungszahlen für das Jahr 2022 veröffentlicht: Bundesweit gab es mindestens 355 Ertrinkungsopfer, in Niedersachsen waren es 42, 16 mehr als im Vorjahr. Der niedrigste Stand seit 21 Jahren im Jahr 2021 mit 26 Ertrunkenen konnte nicht gehalten werden.


Auch 2021 betonte Dr. Christoph Penning, Leiter der Verbandskommunikation in Niedersachsen, man dürfe sich angesichts der niedrigen Zahlen nicht zurücklehnen und müsse weiterhin große Anstrengungen unternehmen, um die Menschen über die Gefahren am und im Wasser aufzuklären. Vor allem vor dem Baden an unbewachten (Binnen-)Gewässern warnt die DLRG immer wieder.


Die Zahlen für 2022 liegen zwar unter denen von 2020 (50) und 2019 (51), nähern sich aber wieder den zuvor veröffentlichten Werten an. In Niedersachsen sind die Zahlen 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 38 Prozent gestiegen (DE: 19 Prozent). „Das ist eine bedauerliche und auch deutliche Entwicklung, vor der wir an verschiedenen Stellen gewarnt haben. In Niedersachsen steigt die Zahl prozentual doppelt so stark wie in Deutschland insgesamt. Der lange und warme Sommer hat die Menschen natürlich ins Wasser getrieben, gerade hier im Wasserland Niedersachsen mit seiner langen Küste und sehr vielen unbewachten Binnengewässern“, betont Penning. Wie schon 2021 ertranken auch 2022 die meisten Menschen in Seen, Teichen (NDS: 20, DE: 147) und Flüssen (NDS: 11, DE: 105).


Nach wie vor ist die Zahl der männlichen Ertrinkungsopfer deutlich höher als die der weiblichen: 2022 ertranken in Niedersachsen 36 Männer und 5 Frauen (eine Person nicht identifiziert), 2021 waren es 24 bzw. 2. Im Vergleich nach Altersgruppen fällt auf, dass erneut sehr junge Opfer zu beklagen waren. In Niedersachsen ertranken im Jahr 2022 2 Kinder (bis 10 Jahre). Diese Zahl halbiert sich im Vergleich zu 2021. Besonders hoch sind die Zahlen bei den 46- bis 65-Jährigen: In dieser Alterskohorte sind 19 Personen ertrunken. „Das Thema ‚sicheres Schwimmen‘ und die Prävention von Gefahren am Wasser betrifft alle Altersgruppen, wie die Zahlen für 2022 deutlich zeigen“, betont Penning.


Noch Ende Januar 2023 stellte die DLRG anhand einer forsa-Umfrage fest, dass sich die Zahl der Nichtschwimmer im Grundschulalter verdoppelt hat. Damit diese nicht weiter steigt, dürfe es keine weiteren Bäderschließungen, Temperaturabsenkungen oder Kursausfälle und daraus resultierende jahrelange Wartelisten geben. „Wir müssen nach wie vor feststellen, dass es immer noch keine ausreichende gemeinsame Kraftanstrengung der Politik in Bund, Land, Kreisen und Kommunen gibt, um die sich verschärfende Nichtschwimmerproblematik in den Griff zu bekommen, die uns weiter aus den Händen gleitet“, resümiert Penning.

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