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Der beste Azubi kommt aus Lachendorf


Foto: Ingo Misiak

BERLIN/LACHENDORF. Von den 216 besten Absolventen in IHK-Ausbildungsberufen 2022 hat einer im Landkreis Celle gelernt: Maximilian Hentschke hat seine Ausbildung zum Papiertechnologen bei Drewsen Spezialpapiere in Lachendorf absolviert. Zusammen mit den weiteren Bundesbesten wird er bei der DIHK-Bestenehrung am 15. Mai im Berliner bcc ausgezeichnet. Das Event wird live übertragen unter: www.dihk.de/bestenehrung.


„Die Absolventinnen können stolz auf sich sein. Eine duale Ausbildung – noch dazu mit einem so ausgezeichneten Abschluss – ist der ideale Karrierestart. Die Absolventinnen und Absolventen verbinden theoretisches Know-how mit praktischen Erfahrungen. Ihnen stehen alle Türen offen“, sagt Sönke Feldhusen, der den Bereich Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) verantwortet. „Mein herzlicher Glückwunsch für diese tolle Leistung geht an die jungen Fachkräfte, ihre Ausbildungsbetriebe und die Berufsschulen, die sie auf ihrem Weg zum Erfolg eng begleitet haben.“


Papiertechnologe? Während die meisten Menschen keine Vorstellung davon haben, was sich hinter diesem Berufsbild verbirgt, wusste Maximilian Hentschke sehr gut, was in seiner Ausbildung auf ihn zukommen würde. Schließlich arbeitet auch sein Vater bei Drewsen Spezialpapiere – mit 450 Mitarbeitenden ein großer Arbeitgeber im Landkreis Celle. Dem heute 25-Jährigen war also klar, dass er innerhalb von drei Jahren alle Maschinen und wichtigen Bereiche des Unternehmens kennenlernen würde – und dass zur industriellen Herstellung besonderer Papiere auch Schichtdienst gehört. „Mir haben immer alle praktischen Fächer Spaß gemacht. Handwerkliche Stationen wie das Nass- oder das Prüflabor, bei denen man sehen kann, wie das Produkt entsteht.“


Wer wissen möchte, welche Artikel die Fabrik in Lachendorf verlassen, der kann sich zum Beispiel die Seiten seines Reisepasses anschauen. Neben Sicherheitspapieren werden aber etwa auch fettdichte Papiere für Lebensmittel oder Kassenbons und Beipackzettel hergestellt. Wenn man Maximilian Hentschke fragt, was das Besondere an seiner Lehrzeit war, muss er nicht lange überlegen: „Unser Ausbilder war sehr hilfsbereit. Er hat alles möglich gemacht, um auch diejenigen mitzunehmen, denen Berufsschule und Ausbildung vielleicht nicht ganz so leichtgefallen sind.“


Gemeint ist Marcus Ramm, Ausbilder der Papiertechnologen und selbst seit 31 Jahren im Unternehmen. Der 48-Jährige hat Anteil daran, dass sich die Ausbildung bei Drewsen weiterentwickelt hat: „Wir bieten mittlerweile Nachhilfe in Mathe und Englisch an, da wir sehen, dass es dort Defizite gibt.“ Tue sich jemand besonders positiv hervor, wird großzügig gefördert. Guten Auszubildenden werde ein duales Studium ermöglicht. „Für den eigenen Nachwuchs sorgen“ nennt Marcus Ramm das, denn die Bewerberzahlen seien seit einer Weile rückläufig – bei Papiertechnologen genauso wie bei Ingenieuren. „Ein Grund mehr, für uns zu werben, etwa indem wir Realschüler und ihre Familien einladen, das Unternehmen zu besichtigen.“ Zurzeit denke man zudem über Maßnahmen wie Kinospots nach.


Dass Drewsen sich in diesem Jahr erstmals wieder über gestiegene Bewerbungszahlen – auch bei Frauen – freuen konnte, schiebt der 48-Jährige darauf, dass nun eine kurzfristigere Bewerbung möglich sei, die den Schulabgänger mehr Zeit für eine Entscheidung lasse. Und Hoffnungsträger Maximilian Hentschke? Der Einserschüler hat seinen lang gehegten Traum verwirklicht und ist zur Bundeswehr gegangen. „Trotzdem bin ich sehr froh, diese Ausbildung in der Tasche zu haben.“

Text: Alexandra Maschewski


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