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„Danke, dass es sie gibt“ – Lektorensonntag im Kirchenkreis


(von links) Ute Kronemeyer, Judith Matthes, Josef Riga und Barbara Paschke

CELLE. Ganz vorne, auf dem Redepult neben dem Altar, liegt ein kleines grünes Medizinköfferchen. Gab es vor dem Gottesdienst an diesem Sonntag im März noch einen Notfall oder hat jemand den Koffer an ungünstiger Stelle vergessen? Weder noch. Die Auflösung gibt es später und sie kommt von den Hauptfiguren dieses Vormittags höchstpersönlich.


Das kirchliche Leben wäre ohne ehrenamtlich tätige Gemeindeglieder nicht vorstellbar. Auch im Ev.-luth. Kirchenkreis sind Ehrenämtler vielfältig tätig. Eine besondere Rolle kommt dabei den LektorInnen und PrädikantInnen bei. Sie sind es, die innerhalb des Bereiches der Verkündigung unterschiedliche Ämter mit verschiedenen Aufgabenbereichen wahrnehmen und damit den Pastorinnen und Pastoren eine wichtige Stütze sind.


Dass LektorInnen und PrädikantInnen regelmäßig Gottesdienste leiten ist auch in Celle längst eine gute Tradition. Um dieses Ehrenamt und seine Beschäftigten in den Vordergrund zu stellen, feierte der Kirchenkreis am vergangenen Wochenende den Lektorensonntag: In verschiedenen Kirchen übernahmen die LektorInnen und PrädikantInnen die ehrenvolle Aufgabe, die Gottesdienste zu leiten.


So wie in der Westerceller Christuskirche, wo um kurz nach zehn Pastorin Judith Matthes Barbara Paschke, Ute Kronemeyer und Josef Riga mit den Worten begrüßt: „Danke, dass es sie gibt.“ Während Barbara Paschke und Ute Kronemeyer bereits als ausgebildete Lektorinnen tätig sind, befindet sich das Westerceller Vorstandsmitglied Josef Riga aktuell in der Ausbildung. Sein musikalisches Talent hat er eben schon bei der Eröffnung des Gottesdienstes am E-Piano bewiesen.


Thema dieses Sonntags: Das ewige Dasein des Schmerzes und wie damit umgegangen werden kann. Jetzt wird auch klar, warum vorne das Medizinköfferchen steht. „Wie viele Pflaster sind wohl nötig, um Schmerzen zu lindern?“, fragt Ute Kronemeyer in ihrer Predigt und verwendet die Metapher des Trostpflasters, um den christlichen Glauben in den schweren Phasen des Lebens zu umschreiben. Sehr persönlich wird Josef Riga, der davon berichtet, wie er einst seinen 30. Geburtstag ganz alleine im Krankenhaus feiern musste und dann von einem überraschenden Besuch seines Chefs getröstet wurde. „Wie gut das tut, wenn ich getröstet werde und trösten kann“, predigt es Barbara Paschke. „Doch für die größten Schmerzen sehe ich momentan keine Lösung“, sagt sie mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, „die Schmerzen, die ausgelöst werden, wenn sich Menschen gegenseitig weh tun.“

Schmerzen gehören zum Leben dazu, lautet die Weisheit dieser Predigt am Lektorensonntag in der Christuskirche, und ein patentes Mittel dagegen ist der göttliche Trost. Dieser, so unterstreicht es das Lektor*innen-Trio, mag die Schmerzen vielleicht nicht beenden – dafür schenkt er eine Menge Kraft für die Zukunft.


Nach dem Gottesdienst stehen Barbara Paschke, Ute Kronemeyer, Josef Riga und Judith Matthes an der Eingangstür und verabschieden die Besucher*innen des Gottesdienstes. Zur Erinnerung an diesen Sonntag gibt es sogar ein kleines Geschenk mit den auf den Weg: ein kleines Pflaster als Unterstützung für die Schmerzen des Alltags.


Wer sich für die Arbeit als Lektor interessiert, ist herzlich eingeladen, am 20. April 2022 dem Lektorenschnupperabend beizuwohnen. Dr. Vera Christina Pabst, die Lektoren- und Prädikantenbeauftragte der Landeskirche wird vor Ort sein und die Arbeit präsentieren. Los geht es um 18:30 Uhr im Veranstaltungsraum Urbanus-Rhegius-Haus in der Fritzenwiese 9. Anmeldungen nimmt die Superintendentur des Ev.-luth. Kirchenkreises Celle unter sup.celle@evlka.de bzw. 05141 33880 entgegen.


Text: Alex Raack


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