Christian Helbocks Spiel mit Raum im Raum


Kunstverein Celle Christian Helbock Gotische Halle
Fotos: Peter Müller

CELLE. Unter Anwesenheit der Kulturdezernentin Susanne McDowell wurde heute in der Gotischen Halle im Celler Schloss die neue Ausstellung des Kunstvereins Celle „Otto Haesler und Kurt Schwitters betreten das Atelier von Anna Oppermann“ eröffnet. Gezeigt werden Arbeiten des Künstlers Christian Helbock, der in Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaften studiert hat. Vorwiegend mittels des Mediums der Fotografie und des Videos setzt er sich auseinander mit dem Raum im Raum.

Was hinter dem Titel steckt und vieles mehr erfuhren die zahlreichen Gäste der Vernissage von dem Künstler selbst:


„Die Ausstellung handelt von unterschiedlichen Orten der Kunst und deren Beziehungen zueinander. Einer dieser Schauplätze ist der Ausstellungsraum selbst mit seinen ästhetischen und erkenntnistheoretischen Angeboten. Das Medium dieser Untersuchungen ist die Fotografie. Ein weiterer Ort ist das Künstlerbuch; wobei das Buch als eigenständiges und gleichwertiges Format dem der Ausstellung gegenübergestellt wird. Die Ausstellung thematisiert aber auch das Atelier als Ort der Produktion und des Nachdenkens und stellt damit direkt die Frage nach dem künstlerischen Schaffensprozess.


Über die Person Otto Haesler und seine modernen, architektonischen Setzungen wird auch der Ort Celle ins Spiel gebracht. Allerdings werden diese Bezüge in ein vorhandenes künstlerisches Koordinatensystem eingepasst. Als zusätzliche Elemente fügen sich Farb-Stelen und Tapeten-Stelen in diesen inhaltlichen wie formalen Rahmen ein. Ein anderer Ortsbezug wird durch das Zitieren der vielteiligen Arbeiten Anna Oppermanns vorgenommen. Die Präsentation auf fünf großen Tischen entspricht der konzeptionellen Herangehensweise der Künstlerin, die sich in ihrem Werk stets mit der Überprüfung von Wirklichkeit beschäftigt hat. Wirklichkeit aber immer als transitorischer, nicht abschließbarer Prozess, dessen jeweilige Ergebnisse als Zwischenergebnisse je neue Möglichkeiten generieren.“


Zu sehen ist die Schau vom 6. März bis zum 24. April, Di-So 12 bis 16 Uhr, geöffnet auch an Karfreitag und Ostern von 12-16 Uhr. Ergänzt wird sie durch einen Vortrag von Dr. Barbara Steiner, Direktorin der Stiftung Bauhaus Dessau, Führungen: So, 20. März um 11:30 Uhr mit Thilo Liebscher, So, 10. April um 11:30 Uhr mit Dr. Uwe Kerstan. Die Finissage findet statt am So, 24. April um 11:30 Uhr.



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