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Celler OB per Stellenanzeige gesucht: So lief die Aktion der kleinen Parteien

Eingang und Mittelteil des Neuen Rathauses vor bedecktem Himmel.
Wer wird Chefin oder Chef im Neuen Rathaus? Fünf kleine Parteien aus Celle haben per Stellenanzeige nach einer Kandidatin oder einem Kandidaten für die OB-Wahl am 13. September 2026 gesucht. (Foto: Stefan Kübler)

CELLE. Vollzeit, befristeter Vertrag, kein Homeoffice möglich – In mancher Hinsicht ist der Job als Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister von Celle wie viele andere auch. Als Chefin oder Chef des Neuen Rathauses kommen jedoch viele öffentliche Termine und Sitzungen, viel Händeschütteln und ein hoher zeitlicher Aufwand dazu. Viele schreckt das offenbar ab, sich für ein öffentliches Amt aufstellen zu lassen. Eine Gruppe von kleinen Parteien in Celle wollte dem entgegenwirken und hatte im vergangenen Jahr eine ungewöhnliche Aktion gestartet. Per öffentlicher Stellenanzeige waren Linke, Die Partei, Volt, Wählergemeinschaft (WG) und Zukunft Celle auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten oder einer Kandidatin für die OB-Wahl 2026 gegangen. Vier Monate später ist zwar immer noch niemand gefunden worden, die Aktion wird dennoch positiv bewertet.


Bewerbung aus Düsseldorf eingegangen


Auf die Stellenanzeige hätten sich nach Angaben der Initiatoren drei Frauen und sieben Männer zwischen 35 und 50 Jahren beworben. Drei dieser Bewerbungen seien aus Stadt oder Landkreis Celle gekommen, die übrigen aus anderen Regionen. Es habe mehrere Vorstellungsgespräche gegeben, wobei jedoch keine geeignete Person für das Amt gefunden worden sei. Die meisten Bewerbungen seien selbstständig wieder zurückgezogen worden. „Die Stellenanzeige (…) war aus unserer Sicht dennoch ein voller Erfolg“, sagt Jörg Rodenwaldt, Fraktionsvorsitzender der Gruppe Die Linke/Zukunft Celle im Stadtrat. „Dass wir also durch die überregionale Verbreitung sowohl in Stadt und Landkreis Celle als auch bis nach Düsseldorf geeignete Bewerberinnen und Bewerber angesprochen haben, spricht für diesen ungewöhnlichen Weg.“


„Kein Blatt vor den Mund genommen.“

Für die Amtszeit von acht Jahren war in der Stellenanzeige nach einer Persönlichkeit gesucht worden, die Celle mit Begeisterung und Engagement weiterentwickeln will. Betont wurden überparteiliche Führungsstärke, Transparenz, Kommunikationsstärke und die Fähigkeit zur Selbstkritik. „Wir haben in den vielen Gesprächen (…) aber auch kein Blatt vor den Mund genommen, sondern transparent und offen mit den Bewerberinnen und Bewerbern auch über die Herausforderungen eines solchen Wahlkampfs, sowohl in finanzieller und zeitlicher Hinsicht, aber auch im Hinblick auf das plötzliche in der Öffentlichkeit stehen gesprochen“, sagt Kai Peters, Geschäftsführer der Stadtratsfraktion WG/Die Partei.


Engagierte Menschen zu finden, wird schwieriger


Die Absagen der Bewerbungen seien am Ende genau damit begründet worden: hoher zeitlicher und finanzieller Aufwand, dadurch hohe Belastung für Familien und verbunden damit auch der Respekt davor, permanent in der Öffentlichkeit zu stehen und auf Social Media präsent zu sein. „Es hat sich leider auch hier bestätigt, was kommunalpolitisch in ganz Deutschland zu beobachten ist: Es wird immer schwieriger, engagierte und geeignete Menschen für die Kommunalpolitik und die damit verbundenen vielfältigen Herausforderungen so zu begeistern, dass sie auch bereit sind, diese Herausforderungen anzunehmen“, so Jörg Rodenwaldt weiter.


Celle soll die Wahl haben


Die Initiatoren der Stellenanzeige möchten, dass Celle die Wahl zwischen mehreren Personen hat. Die Entwicklung der vergangenen Wochen kommt ihnen dabei zugute. Die Kandidatur von Karin Abenhausen, die für Grüne und SPD gegen Amtsinhaber Jörg Nigge antreten möchte, wird zumindest in dieser Hinsicht als positiv bewertet. „Für Celle sind wir erleichtert, dass es unabhängig von persönlichen oder parteipolitischen Präferenzen jetzt doch zu einem solch wichtigen Diskurs kommt und die Wählerinnen und Wähler jetzt zumindest wirklich eine Wahl haben“, so Kai Peters. Die Celler Linken haben sich nach der erfolglosen Stellensuche bereits die nächste Aktion für den OB-Wahlkampf überlegt: Sie möchten nach den Osterferien mit einem roten Sessel durch die Stadt ziehen und die Menschen nach ihren Wünschen für Celle fragen.

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