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CDU-Arbeitskreis informiert sich im LK Celle über Energie, Mobilität und Corona-Folgen





HANNOVER/CELLE. Auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Jörn Schepelmann bereiste der Arbeitskreis für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung der CDU-Landtagsfraktion den Landkreis Celle und informierte sich bei verschiedenen Stationen über Innovationen in den Bereichen Energie und Mobilität sowie den aktuellen Stand der Gastronomie.

Bei einem ersten Gespräch mit GeoEnergy Celle e. V. seien die generellen Potenziale von Geothermie, deren vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und deren Wichtigkeit für den Klimawandel erläutert worden. „Es kann keine Klimawende ohne Wärmewende geben, denn für die Wärmeerzeugung verwenden wir über 50 Prozent unseres jährlichen Energieverbrauchs“, so Thor Növig von GeoEnergy. „Dabei bieten sich in Niedersachsen diverse Möglichkeiten, um Erdwärme für Nahwärmenetze zu nutzen.“


Im gesamten Bundesland gebe es über 3.000 Bohrungen, die tiefer als 400 Meter in die Erde gehen und somit generell nutzbar seien. In Wietze, dass durch die Erdöl- und Kaliförderung geprägt ist, böte sich nun die Chance, einen alten Schacht, der vom Landesbergamt (LBEG) verfüllt werden sollte, zur Erstellung einer Konzeptstudie zu nutzen.


Der Wietzer Bürgermeister, Wolfgang Klußmann, der die Gäste im Bürgersaal empfang, erklärte: „Es war der ehemalige CDU-Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, der ein Moratorium der Verfüllung alter Schächte angeordnet hat, um das Potenzial dieser Anlagen für die geothermische Erkundung zu ermöglichen. Hier in Wietze soll gezeigt werden, dass eine Wärmenutzung für die Nachbarschaft um den Schacht in Steinförde durch ein Nahwärmenetz bei gleichzeitiger Absicherung und Verwahrung des Schachtes möglich ist."


In Niedersachsen gebe es noch weitere zehn unverfüllte Schächte, die sich nach erfolgreicher Studienlage ebenfalls für Geothermie nutzen lassen könnten. „Insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Energiewende müssen wir den Menschen die Möglichkeiten und Vorteile der Erwärme aufzeigen. Aktuell gibt es einen großen Erneuerungsstau vor allen bei Öl- und Gasheizungen. Wenn diese Anlagen nun aus Angst vor einem künftigen Heizungsverbot überhastet gegen neue Erdöl- und Erdgasanlagen ausgetauscht werden, sind die Haushalte für die künftigen 25 bis 30 Jahre für erneuerbare Energien verloren und es tritt das Gegenteil von dem ein, was bezweckt werden soll. Deswegen fordern wir als CDU-Landtagsfraktion dieses Heizungsverbot zu stoppen. Bereits ab 2026 führt die EU den CO2-Zertifikatehandel auch für private Haushalte ein. Dadurch werden Anreize für einen Heizungswechsel geschaffen und es braucht keine Verbote mehr. “, erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher Jörn Schepelmann. Einer ebenfalls innovativen Technologie zur Energieerzeugung ging der Arbeitskreis anschließend an der Aller bei Bannetze und Hornbostel auf den Grund. Dort wurde durch die TU Braunschweig eine Forschungswasserkraftanlage mit der Schlüsseltechnologie der Stahl-Hochleistungswasserräder entwickelt und in den vergangenen Jahren bereits teilweise realisiert. „Wir möchten mit dieser Anlage zeigen, dass eine effiziente Energieerzeugung auch an Wehranlagen mit geringen Fallhöhen und mittleren bis großen Durchflussmengen möglich ist. Dabei denken wir selbstverständlich auch immer den Natur- und Artenschutz an den Anlagen mit“, so Christian Seidel, Arbeitsgruppenleiter für Regenerative Energien am Institut für Statik und Dynamik an der Technischen Universität Braunschweig. Die technische Umsetzung des Forschungswasserkraftwerks obliegt der PIONEXT und der Mainzer Stadtwerke AG, die ebenfalls mit Vertretern am Gespräch teilnahmen. Aktuell laufen die Antragsverfahren zur Förderung auf Bundesebene für den zweiten und dritten Bauabschnitt des Forschungswasserkraftwerks. Die Landesförderung wurde durch den ehemaligen Umweltminister Olaf Lies zugesagt und ist ebenfalls beantragt – durch den Regierungswechsel steht die Co-Finanzierung landesseitig aktuell noch auf der Kippe. „Solch ein Vorzeigeprojekt darf nicht zum Spielball von Rot-Grün werden. Wasserkraft ist eine der saubersten Energien, die wir gewinnen können und wenn es eine technische Möglichkeit gibt auch die „Kleine Wasserkraft“ vermehrt zu nutzen, sollten wir dies unbedingt tun“, waren sich die CDU-Politiker einig. Dem Thema „Mobilität der Zukunft“ hat sich der weltweit agierende ZF-Konzern verschrieben und entwickelt Technologien unter anderem im Bereich Nutzfahrzeuge, die unabhängig vom Einsatzort für mehr Effizienz, Sicherheit, Vernetzung und Intelligenz sorgen. Diese Nutzfahrzeugsysteme werden auf der hauseigenen Teststrecke in Jeversen erprobt. Nach einer Vorstellung des Konzerns und der Nutzfahrzeugdivision durch den hannoverschen Standortleiter, Jens Rümenapp und Geschäftsführer Alexander Rohde, erklärten Henning Kutzner als Leiter der Testbahn und Dr. Thomas Dieckmann als Verantwortlicher für Innovationen und Technologien die praktische Erprobung, die in Jeversen erfolgt. Diese durften die Arbeitskreis-Mitglieder anschließend hautnah bei einer Fahrt auf dem 3,6 Kilometer langen Testoval erleben. Neben beispielsweise Spurhaltesystemen und Notbremsassistenten, entwickelt ZF auch Lösungen für das autonome Fahren und für elektrische Mobilität für Nutzfahrzeuge und kann zum Beispiel mit seinem eTrailer auf effiziente Weise eine Energierückgewinnung erzeugen. „Es freut mich zu sehen, dass die Zukunftstechnologien in diesem besonders kraftstoffintensiven Bereich in Niedersachsen entwickelt und in unserem Landkreis Celle erprobt werden. Durch das Engagement von Firmen wie ZF haben wir alles in der Hand, um unsere Mobilität für die Zukunft fit zu machen“, so Jörn Schepelmann. Den Abschluss des Tages machte ein Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern des DEHOGA Kreisverbandes Celle. Diese berichteten von den Auswirkungen der Corona- Zeit, der Energiekrise und der Inflation, die dazu geführt hätten, dass deutschlandweit knapp 50.000 Gastronomen ihren Betrieb eingestellt haben. „Der derzeitige enorme Kostendruck sowie die ungewisse Zukunft der 7%-Mehrwertsteuer-Regelung zum Ende des Jahres treibt uns alle um“, so die Kreisvorsitzende Christine Reimer. Zudem hätten die Gastronomen als sehr personalintensives Gewerbe mit dem Arbeitskräftemangel zu kämpfen. Die Arbeitskreismitglieder wollen sich den aufgeworfenen Herausforderungen des DEHOGA annehmen: „Das Gastgewerbe, welches zum Großteil aus Familienbetrieben besteht und meist tief verwurzelt an den entsprechenden Standorten ist, muss gute Rahmenbedingungen vorfinden. Die Gastronomie steigert die Attraktivität unseres ländlichen Raums um ein Vielfaches und wir sollten alles daransetzen, um dies auch in Zukunft gewährleisten zu können.“


Fotos: Patricia Wetzel

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