Bürgermeisterwahl: Wer macht das Rennen in Winsen (Aller)?
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Die Kommunalwahl rückt näher – doch wer steht in den Städten und Gemeinden im Landkreis Celle eigentlich zur Wahl? CelleHeute stellt in einer neuen Serie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bürgermeisterämter vor: mit einem persönlichen Steckbrief und vier Fragen zu ihren politischen Zielen, Prioritäten und Plänen für die jeweilige Kommune.
In Winsen (Aller) treten Bernd Hogreve (parteilos), Burghard Hoppenstedt (CDU) und Olav Mangels (SPD) zur Bürgermeisterwahl an.
Bernd Hogreve tritt für Kandidatur extra aus Partei

Warum kandidieren Sie für das Amt des Bürgermeisters?
Weil ich der Meinung bin, dass die Gemeinde aktuell in die falsche Richtung geleitet wird. Wir müssen den aktuellen Einwohnern zeigen, dass wir ihre Probleme erkennen und beheben, bevor wir weiter wachsen. Dafür bin ich gerne bereit, die Verantwortung zu übernehmen.
Welchen Anspruch stellen Sie an sich selbst, wenn Sie politische Entscheidungen treffen?
Zukunftsorientiert und lebenswert für die Winser Bürger und so, dass auf diesem Weg möglichst niemand vergessen wird.
Welche drei Maßnahmen würden Sie als Erstes in Ihrer Gemeinde angehen?
Haushaltsplanung, ärztliche Grundversorgung und häusliche und ambulante Pflegevorraussetzungen.
Parallel muss zeitgleich an einer steigenden Lebensqualität gearbeitet werden.
Nennen Sie eine konkrete Maßnahme oder einen Bereich, in den Ihre Gemeinde mehr investieren sollte
Freizeitmöglichkeiten, Spielplätze, Freibad, Treffpunkte für Jung und Alt.
und eine Sache, bei der Sie sparen würden.
Ich denke, dass die Gemeinde bereits sorgfältig, bedacht und sparsam ist. Weiteres Einsparpotenzial ergibt sich nach der Amtsübernahme und gemeinsamer Überprüfung.

Drei Werte, die Ihre Politik prägen:
Verständnis, Offenheit, lösungsorientiert
Wann beginnt für Sie der Feierabend und wie verbringen Sie ihn?
Sobald die Arbeit erledigt ist. Gerne mit Freunden und beim Geocaching.
Bei welchem Thema fällt es Ihnen schwer, gelassen zu bleiben?
Wenn man nachweislich belogen wird.
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Warum kandidieren Sie für das Amt des Bürgermeisters?
Weil Winsen (Aller) meine Heimat ist und ich unsere Gemeinde gemeinsam mit den Menschen vor Ort weiterentwickeln möchte. Mir fehlt an vielen Stellen eine klare und verlässliche Kommunikation – das können und müssen wir besser machen. Gleichzeitig stehen wir vor einer schwierigen finanziellen Situation, die klare Prioritäten und verantwortungsvolle Entscheidungen verlangt. Ich möchte zuhören, die Menschen mitnehmen und dann auch ins Machen kommen. Mein Ziel ist eine starke Gemeinde, in der jeder Ortsteil zählt und die Menschen wissen, was im Rathaus passiert und warum.
Welchen Anspruch stellen Sie an sich selbst, wenn Sie politische Entscheidungen treffen?
Mein Anspruch ist, Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und nah an den Menschen zu treffen. Dazu gehört für mich, zuzuhören, unterschiedliche Meinungen ernst zu nehmen und die Menschen frühzeitig mitzunehmen. Nicht jede Entscheidung wird jedem gefallen – aber jeder sollte nachvollziehen können, warum sie getroffen wurde. Bürgernähe bedeutet für mich auch, ansprechbar zu sein und Kritik auszuhalten. Und wenn eine Entscheidung getroffen ist, muss man dafür Verantwortung übernehmen und zu ihr stehen.
Welche drei Maßnahmen würden Sie als Erstes in Ihrer Gemeinde angehen?
Erstens möchte ich die Verwaltung stärker auf Bürgernähe, klare Kommunikation, klare Zuständigkeiten und schnellere Abläufe ausrichten. Zweitens müssen wir bei unseren großen Zukunftsaufgaben – von Feuerwehrhäusern über Straßen bis hin zu einer verlässlichen Infrastruktur – klare Prioritäten setzen und Projekte konsequent abarbeiten. Drittens möchte ich den guten Standard unserer Familienfreundlichkeit erhalten und ihn an die jeweils aktuellen Bedürfnisse anpassen – und zwar vom Kind bis zum Senior. Dazu gehören verlässliche Betreuung, ärztliche Versorgung, bezahlbarer und barrierearmer Wohnraum sowie gute Bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Dabei gilt für mich: Bewährtes konsequent umsetzen, neue Konzepte offen prüfen und dort, wo sie einen echten Mehrwert für unsere Gemeinde bieten, auch den Mut haben, sie umzusetzen.
Nennen Sie eine konkrete Maßnahme oder einen Bereich, in den Ihre Gemeinde mehr investieren sollte – und eine Sache, bei der Sie sparen würden.
Mehr investieren müssen wir in unsere grundlegende Infrastruktur – insbesondere in Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie in unsere Gemeindestraßen – und in die Familienfreundlichkeit unserer Gemeinde vom Kind bis zum Senior. Sparen können wir auch bei vermeintlich kleinen Dingen: Das Setzen von Pfählen in Straßenseitenräumen sollte beispielsweise nur dort erfolgen, wo es wirklich notwendig ist, und nicht in einem solchen Übermaß. Gerade bei freiwilligen Leistungen müssen wir angesichts unserer schwierigen Haushaltslage künftig noch genauer fragen: Brauchen wir das jetzt gerade wirklich? Das bedeutet nicht, alles zu streichen, sondern Prioritäten zu setzen und jeden Euro verantwortungsvoll einzusetzen. Notwendige Investitionen müssen Vorrang vor dem Wünschenswerten haben.

Drei Werte, die Ihre Politik prägen:
Nahbarkeit. Verlässlichkeit. Bodenständigkeit.
Wann beginnt für Sie der Feierabend und wie verbringen Sie ihn?:
Einen festen Feierabend gibt es bei mir selten. Wenn Zeit bleibt, am liebsten mit Freunden, draußen auf dem Hof oder im Vereinsleben.
Bei welchem Thema fällt es Ihnen schwer, gelassen zu bleiben?:
Wenn Politik nicht unabhängig und sachorientiert handelt, sondern persönliche Interessen oder das eigene Ego über die Interessen der Menschen stellt. Politische Entscheidungen müssen sich daran orientieren, was für unsere Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger das Beste ist.
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Warum kandidieren Sie für das Amt des Bürgermeisters?
Winsen ist der Ort, an dem ich zuhause bin, an dem meine Familie lebt und meine Kinder aufwachsen. Ich wünsche mir, dass sie und kommende Generationen auch in vielen Jahren noch sagen können: Hier lebe ich gerne, hier bin ich zuhause. Deshalb möchte ich Verantwortung für die Zukunft unserer Gemeinde übernehmen. Als Polizeibeamter trage ich seit Jahrzehnten Verantwortung für Menschen und weiß, wie wichtig es ist, gerade dann einen klaren Kopf zu behalten, wenn Situationen schwierig werden. Meine Erfahrungen aus dem Beruf, aus dem Gemeinderat und als stellvertretender Bürgermeister möchte ich dafür einsetzen, Bewährtes zu erhalten und dort neue Wege zu gehen, wo sie unsere Gemeinde und das Miteinander der Menschen weiterbringen.
Welchen Anspruch stellen Sie an sich selbst, wenn Sie politische Entscheidungen treffen?
In meinem Beruf habe ich gelernt, dass Menschen und Situationen selten nach einem festen Schema funktionieren und es oft keine einfachen Antworten gibt. Gute Entscheidungen entstehen nicht am grünen Tisch und auch nicht dadurch, dass man sie über die Köpfe anderer hinweg trifft. Man muss die Situation kennen, unterschiedliche Perspektiven verstehen, abwägen und dann Verantwortung für die Entscheidung übernehmen. Genau diesen Anspruch habe ich auch an politische Entscheidungen: praxisnah, nachvollziehbar und am Wohl der gesamten Gemeinde orientiert. Politik und Verwaltung müssen für die Menschen da sein und nicht umgekehrt.
Welche drei Maßnahmen würden Sie als Erstes in Ihrer Gemeinde angehen?
Erstens möchte ich regelmäßige Bürgersprechstunden im Kernort und in den Ortsteilen anbieten, denn ein gutes Miteinander beginnt damit, dass Menschen frühzeitig einbezogen werden und nicht erst informiert werden, wenn Entscheidungen bereits getroffen sind. Zweitens möchte ich mich für eine verlässliche Daseinsvorsorge für alle Generationen einsetzen, von einer guten medizinischen Versorgung über verlässliche Angebote für Familien bis hin zu der Möglichkeit, auch im Alter möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Heimat leben zu können. Eine Gemeinde kann keinen Hausarzt ernennen, aber sie kann die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Ärztinnen und Ärzte sich hier gerne niederlassen, und dafür müssen wir auch bereit sein, neue Wege zu gehen. Drittens müssen wir unsere finanziellen Spielräume sichern: klare Prioritäten setzen, Investitionen sorgfältig planen, Ausgaben kritisch prüfen und zugleich neue Einnahmen schaffen.
Nennen Sie eine konkrete Maßnahme oder einen Bereich, in den Ihre Gemeinde mehr investieren sollte – und eine Sache, bei der sie sparen würde.
Wir müssen in das investieren, was unsere Gemeinde langfristig stark und lebenswert macht: in eine verlässliche Infrastruktur und eine gute Daseinsvorsorge für alle Generationen. Dazu gehören eine gute medizinische Versorgung ebenso wie Bildung, Betreuung, Sicherheit und die Voraussetzungen dafür, dass Menschen in jeder Lebensphase gerne hier leben können. Gleichzeitig müssen wir die wirtschaftliche Entwicklung nutzen, um Arbeitsplätze und zusätzliche Einnahmen für unsere Gemeinde zu schaffen. Sparen sollten wir dort, wo durch bessere Planung unnötige Folgekosten vermieden werden können. Gerade bei begrenzten finanziellen Möglichkeiten ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Geld der Bürger für mich eine Frage der Haltung.

Drei Werte, die Ihre Politik prägen:
Menschlichkeit. Verlässlichkeit. Haltung.
Wann beginnt für Sie der Feierabend und wie verbringen Sie ihn?
Wenn die Arbeit getan ist und Zeit für das Wichtigste bleibt: meine Familie.
Bei welchem Thema fällt es Ihnen schwer, gelassen zu bleiben?
Bei Ungerechtigkeit, bewusster Unfairness und wenn persönliche Interessen wichtiger werden als das, was unserer Gemeinschaft dient.














