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Bürgermeisterwahl: Wer macht das Rennen in der Samtgemeinde Wathlingen?

4. Sept.
4 Min. Lesezeit
Kernbach und Sommer vor dem Kaliberg Wathlingen
Duell in Wathlingen: Wer steht bald an der Spitze der Samtgemeinde? SPD-Politiker Axel Kernbach oder Amtsinhaberin Claudia Sommer?

Die Kommunalwahl rückt näher – doch wer steht in den Städten und Gemeinden im Landkreis Celle eigentlich zur Wahl? CelleHeute stellt in einer neuen Serie die Kandidatinnen und Kandidaten für die Bürgermeisterämter vor: mit einem persönlichen Steckbrief und vier Fragen zu ihren politischen Zielen, Prioritäten und Plänen für die jeweilige Kommune.


In Wathlingen treten Axel Kernbach (SPD) und Claudia Sommer zur Wahl des Samtgemeindebürgermeisters oder der Samtgemeindebürgermeisterin an. 


Von der Berufsfeuerwehr ins Rathaus: Axel Kernbach kandidiert für SPD


Axel Kernbach Steckbrief

Warum kandidieren Sie für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters?


Ich kandidiere, weil ich Verantwortung übernehmen und unsere Samtgemeinde gemeinsam mit den Menschen weiterentwickeln möchte. Beruflich, ehrenamtlich und in der Kommunalpolitik habe ich gelernt, dass gute Entscheidungen dort entstehen, wo Menschen miteinander sprechen, einander zuhören und unterschiedliche Sichtweisen zusammengeführt werden. Dabei geht es mir nicht darum, auf alles sofort eine Antwort zu haben. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden. Weniger Ich. Mehr Wir.


Welchen Anspruch stellen Sie an sich selbst, wenn Sie politische Entscheidungen treffen?


Mein Anspruch ist, zunächst zuzuhören und mir ein möglichst vollständiges Bild zu machen. Unterschiedliche Argumente müssen ernst genommen und gegeneinander abgewogen werden. Danach braucht es aber auch die Bereitschaft, eine Entscheidung zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen. Nicht jede Entscheidung wird jedem gefallen – aber jeder hat einen Anspruch darauf, nachvollziehen zu können, warum sie getroffen wurde.


Welche drei Maßnahmen würden Sie als Erstes in Ihrer Samtgemeinde angehen?


Ich fange nicht bei null an, sondern übernehme eine gut funktionierende Verwaltung und laufende Projekte. Deshalb steht für mich zunächst eine ehrliche Bestandsaufnahme an: Wo stehen wir, welche Verpflichtungen bestehen und welche Projekte müssen mit Blick auf unsere finanziellen Möglichkeiten priorisiert werden? Zweitens möchte ich nach der Kommunalwahl frühzeitig mit der Verwaltung, dem neu gewählten Samtgemeinderat sowie den Mitgliedsgemeinden und ihren politischen Vertretungen die Schwerpunkte für die kommenden Jahre abstimmen. Ein großes konkretes Projekt wird dabei die Umsetzung der vier neuen Feuerwehrhäuser in der Samtgemeinde Wathlingen sein. Meine Kandidatur ist ein Angebot für die Zukunft und keine Abrechnung mit der Vergangenheit.


Nennen Sie eine konkrete Maßnahme oder einen Bereich, in den Ihre Gemeinde mehr investieren sollte – und eine Sache, bei der Sie sparen würden.


Mehr investieren möchte ich in eine moderne, leistungsfähige und effizient arbeitende Verwaltung. Digitalisierung ist dabei für mich kein Selbstzweck: Sie soll Abläufe vereinfachen, Wege verkürzen und die Mitarbeitenden entlasten – und damit den Service für die Bürgerinnen und Bürger verbessern. Sparen möchte ich dort, wo Doppelstrukturen, unnötige Prozessschritte oder vermeidbarer Verwaltungsaufwand Zeit und Geld binden. Dazu gehört für mich auch, notwendige Entscheidungen und Investitionen nicht so lange aufzuschieben, bis daraus höhere Folgekosten entstehen. Sparen bedeutet für mich nicht, Leistungen pauschal zu kürzen, sondern mit den vorhandenen Mitteln verantwortungsvoll und effizient umzugehen.


Steckbrief Axel Kernbach

Drei Werte, die Ihre Politik prägen:

Zuhören. Verlässlichkeit. Miteinander.


Wann beginnt für Sie der Feierabend und wie verbringen Sie ihn?

Feierabend beginnt für mich dann, wenn wirklich nichts mehr auf der Tagesordnung steht – und das kann manchmal ziemlich spät sein. Am liebsten verbringe ich die freie Zeit mit meiner Familie und Freunden oder bin mit dem Fahrrad unterwegs. Und manchmal genieße ich es auch einfach, den Tag zu Hause in Ruhe ausklingen zu lassen.


Bei welchem Thema fällt es Ihnen schwer, gelassen zu bleiben?

Wenn Menschen übereinander statt miteinander reden oder Entscheidungen getroffen werden, ohne den Betroffenen vorher wirklich zuzuhören. Unterschiedliche Meinungen gehören für mich zur Demokratie – fehlender Respekt nicht.



Claudia Sommer hofft auf zweite Amtszeit für die Samtgemeinde Wathlingen


Steckbrief Claudia Sommer

 

Warum kandidieren Sie für das Amt Samtgemeindebürgermeisters?


Weil ich mit Erfahrung, Herz und Leidenschaft unsere Samtgemeinde Wathlingen weiter entwickeln und repräsentieren möchte. Weil die Arbeit noch lange nicht fertig ist, weil ich begonnene Projekte beenden möchte und ich mit den Menschen weiterhin so gut und erfolgreich arbeiten möchte.


Welchen Anspruch stellen Sie an sich selbst, wenn Sie politische Entscheidungen treffen?


In der Sache vorankommend und alle transparent und offen mitzunehmen.


Welche drei Maßnahmen würden Sie als Erstes in Ihrer Samtgemeinde angehen?


Weiter wie bisher mit meinen Kolleginnen und Kollegen unsere Samtgemeinde weiterentwickeln. Das Thema Finanzen niemals außer Acht lassen, die Feuerwehren weiter entwickeln und die konstituierenden Sitzungen vorbereiten. Jemand der bereits im Amt ist, arbeitet kontinuierlich weiter, sonst müsste ich mich fragen, warum ich was liegengelassen habe, was ich dann erst ab 1.11.2026 bewegen wollte.


Nennen Sie eine konkrete Maßnahme oder einen Bereich, in den Ihre Samtgemeinde mehr investieren sollte – und eine Sache, bei der Sie sparen würden.


Wir haben in den letzten Jahre viele Dinge auf den Weg gebracht, und dabei auch immer die finanzielle Entwicklung im Auge behalten. Zivil- Katastrophenschutz, unser Klärwerk und in unsere Feuerwehren. Einsparpotentiale – wer betriebswirtschaftlich denkt, lässt diese Frage von Einsparungen und Wirtschaftlichkeit in dem kompletten Portfolio einer Verwaltung niemals aus dem Fokus!


Steckbrief Claudia Sommer

Drei Werte, die Ihre Politik prägen:

Ehrlichkeit, Transparenz und Brücken bauend


Wann beginnt für Sie der Feierabend und wie verbringen Sie ihn?

Feierabend würde bedeuten, das sich mein Amt für mich wie Arbeit anfühlt, dem ist nicht so. „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ Das Zitat wird sehr häufig Konfuzius zugeschrieben und das fühlt sich auch für mich so an. Wenn ich Zeit habe, dann verbringe ich diese mit meiner wundervollen Familie, mit vielen schönen Momenten und auch mit meinen Tieren. Handwerklich begabt bin ich auch.


Bei welchem Thema fällt es Ihnen schwer, gelassen zu bleiben?

Konflikte, die nur einer lösen möchte, denn meine Oma sagte schon: Wenn man zusammen sucht, gibt es immer eine Lösung




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