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Bombensprengung in Hannover - Gleise beschädigt, Behinderungen auf Messeschnellweg




LAATZEN. Die Stadt Laatzen hat eine der größten Evakuierungen in ihrer Geschichte durchgeführt. Luftbildauswertungen haben drei Verdachtspunkte für Bombenblindgänger aus dem 2. Weltkrieg ergeben. Diese sind heute erfolgreich entschärft worden. Statiker stellten in der Nacht nach der Sprengung keine Druckrisse an den Häusern in Laatzen mit. Nicht einmal Fenster seien kaputt gegangen - aber Gleise der Stadtbahnlinie sind erheblich beschädigt. Auch die Sperrung der B 443 und des Messeschnellwegs sorgten für weitere Behinderungen im Berufsverkehr. Eine der Bomben lag direkt unter dem Gleisbett und es hat sich ein Krater im Gleisbett gebildet. Die Reparatur werde voraussichtlich noch bis Freitag dauern. In dem Bereich hätten Regenwasser- und Gasleitungen gelegen. Der gesamte Boden müsse neu aufgebaut werden. Die Stadtverwaltung hatte bereits vor Monaten einen Stab eingerichtet, um die Mammutaufgabe zu bewältigen. Seit 07:00 Uhr mussten 12.287 Haushalte mit rund 20.000 Einwohnern ihre Wohnungen verlassen. Feuerwehr und Polizei fuhren mit Lautsprecherwagen durch die Straßen und klingelten an den Haustüren. In einer Schule in Hannover-Bemerode wurde eine Sammelunterkunft eingerichtet. Bereits vorgestern waren schwere Bagger im Einsatz, um einen Verdachtspunkt unter den Gleisen der Stadtbahn freizulegen.


Mehr als 1.000 Einsatzkräfte stehen für diese Mammutaufgabe bereit, weit über 1.000 Krankentransporte mussten bisher am Wochenende abgearbeitet werden. Bereits am Samstag hatte die so genannte Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes mit zahlreichen Einsatzkräften, Rettungs- und Krankentransportwagen mit der Evakuierung begonnen.Erst als mit reichlich Verspätung durch uneinsichtige Bürger Sicherheit im Evakuierungsgebiet herrschte und alle raus waren, konnten die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit ihrer eigentlichen Arbeit beginnen. Dazu setzte der KBD drei Sprengmeister ein, die parallel an den drei Blindgängern arbeiteten.


Gegen 17 Uhr war schließlich klar: Zwei Zehn-Zentner-Bomben mussten vor Ort gesprengt werden, die dritte Bombe war eine Fünf-Zentner-Bombe, die vor Ort entschärft werden konnte. Bis etwa 22 Uhr dauerten die Vorbereitungen, bevor die Sprengmeister die beiden Blindgänger kontrolliert zur Explosion brachten. Währenddessen versuchten Dutzende ungeduldiger Anwohner, mit ihren Fahrzeugen die Absperrungen zu umfahren, um in den Sperrkreis zu gelangen. Die Polizei musste eingreifen.


Erst gegen 00.45 Uhr konnten alle Anwohner nach über 18 Stunden wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.


Fotos: HannoverReporter

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