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Benefizkonzert mit russischstämmiger Organistin Olga Persits


WINSEN/ALLER. Der Angriffskrieg von Wladimir Putin in der Ukraine kennt nur Verlierer: Die vielen Kriegsopfer und Geflüchteten, aber auch Menschen mit russischer Herkunft, die seit Beginn des Überfalls wegen ihrer Nationalität schikaniert oder ausgeschlossen werden. Olga Persits wurde 1987 in Moskau geboren, ihre Eltern und Geschwister leben noch immer in der russischen Hauptstadt. Mit 23 verließ Persits ihre Heimat, um in Deutschland zu studieren und zu arbeiten, seit 2012 ist sie hauptberuflich als Kirchenmusikerin aktiv, seit 2018 als Organistin und Kantorin der Ev.-luth. Kirchengemeinde Hittfeld.

Am kommenden Sonntag, 20. März, gibt die renommierte Musikerin ein Benefizkonzert in der Winsener St. Johannes-Kirche. Beginn ist um 19:30 Uhr, der Eintritt ist frei, um Spenden für die Diakonie Katastrophenhilfe wird gebeten. „Ich habe zwei Ziele mit dem Konzert“, sagt Persits. „Erstens: eine musikalische Botschaft zu senden, um daran zu erinnern, dass es trotz des Krieges nicht richtig ist, alle russischstämmigen Menschen für ihre Herkunft zu bestrafen.“ Persits verweist auf die vielen Musikerinnen und Musiker, die keine Verbindung zu Wladimir Putin haben und trotzdem aus Wettbewerben oder Konzerthäusern ausgeschlossen wurden. Oder Fälle wie jenes Beispiel aus dem eigenen Freundeskreis: Einer Musiklehrerin mit russischen Wurzeln bleiben seit Beginn des Ukraine-Krieges die Schüler*innen fern. „Musik und Glauben verbinden die Menschen miteinander und diese Verbindung darf nicht verloren gehen“, sagt sie. Vor allem aber hofft Olga Persits, ihr zweites Ziel am Sonntagabend zu erreichen: Geldspenden für die vielen Kriegsopfer. „Diese täglichen Bilder machen mich sehr traurig, ich hoffe, dass das Konzert zumindest einen kleinen Teil dazu beitragen kann, die Not zu lindern.“



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