„Aufbruch“ in der Galerie des Oberlandesgerichtes


Oberlandesgericht Vernissage Jana Kreft "Aufbruch"
Fotos: Peter Müller

CELLE. Stefanie Otte zeigte sich überwältigt angesichts der vielen Besucher, die zur heutigen Vernissage den Weg ins Oberlandesgericht (OLG) gefunden hatten. Die Präsidentin sah die hohe Resonanz als Beleg für die Bedeutung von Kunst und Kultur, an der es in den Monaten der Pandemie gefehlt habe. Umso mehr gab sie ihrer Freude darüber Ausdruck, dass man nun wieder persönlich zusammenkommen könne, um Kunst zu genießen.


Der Titel der eröffneten Ausstellung „Aufbruch“ bietet sich in Zeiten wie diesen jedoch geradezu an, um sich zu lösen vom eigentlichen Anlass: „Lassen Sie uns diese Überschrift in vielfältiger Hinsicht wörtlich nehmen“, forderte die Juristin die Gäste auf.


Die Künstlerin Jana Kreft malt zwar abstrakt, definiert „Aufbruch“ jedoch recht handfest. Risse sind ein stetig wiederkehrendes Element ihrer Werke, die in erster Linie durch ihre Struktur und ihre farbliche Variation bestechen. „Ihre Bilder sind so vielschichtig wie ihre handwerkliche Entstehung“, hieß es in der vom Vorsitzenden des Amateur-Malkreises, Alwin Gröschner, gehaltenen Laudatio. In ihrer Technik, eine Schicht auf die andere aufzutragen, schließt Kreft an Heidrun Pfalzgraf an, die die vorangegangene Schau gestaltet hatte.


Struktur hat es der gelernten Diplom-Betriebswirtin Jana Kreft angetan, sie begeistert sich regelrecht dafür. Was liegt da näher, als sie zum Mittel des künstlerischen Ausdrucks zu küren. Auf variablen Untergründen bringt sie Schichten unterschiedlichster Materialien auf – gebundene Pigmente, Kreide, Tusche, Wachs, Ölfarben. Das Endergebnis dürfte auch für die Erschafferin selbst jeweils eine Überraschung sein. Titel wie „Wintersee“, „Meernacht“ oder „Septemberlied“ bestätigen womöglich manchen Betrachter in seiner Wahrnehmung, sich einer Interpretation von Natur, den Elementen und dem Spiel der Jahreszeiten gegenüber zu sehen. Mal erdig, mal gleißend wie das Sonnenlicht, mal kühl wie die Wasseroberfläche.


„Ich arbeite intuitiv“, sagt die Cellerin in ihrer kurzen Ansprache.


Der lichtdurchflutete Flur des OLG erweist sich als idealer Raum, um die dekorativen Werke in Szene zu setzen. Besonders in ihrer Vielzahl nebeneinander entfalten sie enorme Kraft.



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