Abenhausen gegen Nigge: Wer bekommt das Kommando im Neuen Rathaus?

CELLE. Bekommt Celle zum ersten Mal eine Oberbürgermeisterin oder soll der Amtsinhaber weitermachen? Bei der Wahl am 13. September können sich die Cellerinnen und Celler zwischen zwei Personen mit teils gegensätzlichen Ansichten entscheiden. Jörg Nigge möchte gerne weitermachen, Karin Abenhausen fordert ihn heraus. Wie stehen die beiden zu den Themen ÖPNV und Karstadt? Welche Projekte möchte Jörg Nigge noch umsetzen? Was würde Karin Abenhausen anders machen? Wir haben die Standpunkte der beiden Kandidierenden in unserer Übersicht zusammengefasst.
Karin Abenhausen möchte die Altstadt beleben und regionale Produkte stärken

Karin Abenhausen ist seit 2021 Ortsbürgermeisterin von Klein Hehlen und tritt als Einzelkandidatin zur Wahl der Oberbürgermeisterin an. Als Grünen-Mitglied wird sie sowohl von ihrer Partei als auch von der SPD unterstützt. „Ich werde diese Stadt nicht umkrempeln“, sagt sie. Als Celles Rathauschefin würde sie die Ausgaben der Stadt jedoch anders verteilen. Statt Geld in neue Baugebiete zu stecken, würde sie eher den Leerstand ertüchtigen. Das Krankenhaus zu finanzieren ist ihr wichtiger als Veranstaltungen im Sommer.
Außerdem ist Karin Abenhausen gegen den Abriss des alten Karstadthauses und gegen einen Alleingang der Stadt beim Busverkehr. Als Oberbürgermeisterin möchte sie das Rathaus offener gestalten und eine andere Form des Führens etablieren. Sie wünscht sich mehr Leben in der Altstadt und möchte regionale Produkte sowie den Tourismus stärken. „Warum nicht aus Celle eine Bienenstadt machen?“, schlägt sie vor.
Geboren: 1961 in Celle
Wohnort: Celle/Klein Hehlen
Hobbys: Garten, Radfahren, Kultur, Lesekreis
Fun-Fact: Sie hat mehrere Bienenstöcke im Garten und produziert ihren eigenen Honig.
Wahl-Slogan: Verlässlich führen. Gemeinsam Zukunft sichern.
Website: abenhausen-celle.de
Amtsinhaber Jörg Nigge möchte seinen Kurs mit vielen neuen Ideen weiterführen

Jörg Nigge ist 2016 zum Oberbürgermeister der Stadt Celle gewählt worden und möchte auch in den kommenden Jahren seinen Kurs fortführen. Dabei setzt er auf teilweise überraschende Ideen, wie die Reaktivierung der Straßenbahn oder die Einrichtung einer Lego-Erlebniswelt in der Rathsmühle. „Es hat mir total Spaß gemacht, zu sehen, was man hier in zehn Jahren alles verändern konnte“, sagt er als Begründung für seine erneute Kandidatur für die CDU und meint damit auch neue Grundschulen, Kindergärten, Straßen, Spielplätze und mehr.
Jörg Nigge möchte in den kommenden Jahren das Karstadt-Areal umgestalten sowie einen stadteigenen Verbund für den Busverkehr auf den Weg bringen. Seiner Meinung nach braucht es mehr Kleinbusse in der Stadt. Außerdem möchte er den Freizeitsport mit einem Skatepark und einem Kletterfelsen stärken und mehrere Feuerwehrgerätehäuser neu bauen. Im Wahlkampf tritt er bewusst ohne CDU-Logo auf. „Als Oberbürgermeister ist man parteipolitisch neutral“, findet er.
Geboren: 1974 in Minden, aufgewachsen in Celle/Klein Hehlen
Wohnort: Celle/Hehlentor
Hobbys: Saxofon, Sport, Familie, Hund
Fun-Fact: Er kann Hubschrauber fliegen.
Wahl-Slogan: Viel erreicht. Viel vor.
Website: team-nigge.de
Die ausführlichen CelleHeute-Porträts der Kandidierenden zur OB-Wahl 2026
Karin Abenhausen möchte erste Rathauschefin in Celle werden
Karin Abenhausen ist seit 2021 Ortsbürgermeisterin von Klein Hehlen und bewirbt sich nun um das Amt der Oberbürgermeisterin. Im Porträt erklärt sie ihre Standpunkte zu Karstadt, Wohnungsbau und ÖPNV und erläutert, welche regionalen Produkte Celles Aushängeschilder werden könnten. Mehr lesen
Jörg Nigge strebt zweite Amtszeit als Oberbürgermeister an
Jörg Nigge ist seit fast zehn Jahren im Amt und möchte seinen Kurs als Oberbürgermeister gerne fortführen. Im Gespräch mit CelleHeute erzählt er, was er in den kommenden Jahren noch alles vorhat und was die Reaktivierung der Straßenbahn und eine Lego-Erlebniswelt dabei für eine Rolle spielen. Mehr lesen
















