45 Verletzte und ein Toter: So schätzt die Polizei Celle E-Scooter im Verkehr ein

CELLE. 63 Verkehrsunfälle, 45 Verletzte und ein Todesopfer: Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei E-Scooter steigt – auch in Celle. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 54 Unfälle, wie die Polizei auf CelleHeute-Anfrage mitteilt. Die Unfallursachen sind vielfältig: Neben Vorfahrt- und Abbiegefehlern spielten auch zu hohe Geschwindigkeiten, Ablenkung und Alkohol eine Rolle. Das rät die Polizei.
Wo E-Scooter fahren dürfen
E-Scooter gelten rechtlich als Kraftfahrzeuge. Für sie sind klare Regeln definiert. Grundsätzlich dürfen sie auf Radwegen und Radfahrstreifen fahren. Auch das Ausweichen auf die Straße ist erlaubt. Gehwege und Fußgängerzonen sind hingegen tabu, sofern sie nicht ausdrücklich für Elektrokleinstfahrzeuge freigegeben sind.

Es gelten strenge Alkoholgrenzen
Was die Einstufung als Kraftfahrzeug noch bedeutet: Auf dem E-Scooter gelten dieselben Alkoholgrenzen wie beim Autofahren. Für Fahranfänger in der Probezeit sowie für Personen unter 21 Jahren heißt das: 0,0 Promille. Wer trotzdem fährt, muss mit einem Bußgeld oder einem Strafverfahren rechnen. Auch der Autoführerschein kann entzogen werden. "Wer Alkohol getrunken oder Drogen konsumiert hat, sollte den E-Scooter deshalb stehen lassen", empfiehlt die Polizei.
Frisieren kann die Straßenzulassung kosten
Auch getunte E-Scooter können zur echten Gefahr im Straßenverkehr werden. Die Polizei Celle teilt mit: "Bremsen, Fahrwerk und andere Bauteile sind auf die vorgesehenen technischen Eigenschaften des Fahrzeugs abgestimmt. Höhere Geschwindigkeiten können das Unfall- und insbesondere das Verletzungsrisiko erheblich erhöhen." Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von E-Scootern liegt bei 20 km/h. Übrigens: Ein frisierter E-Scooter verliert automatisch seine Straßenzulassung. Zur Teilnahme am Straßenverkehr ist auch eine Haftpflichtversicherung unerlässlich.

Hohes Risiko durch kleine Räder
Die kleinen Räder machen E-Scooter besonders anfällig für Unebenheiten im Straßenbelag. Schon Schlaglöcher und abgesenkte Bordsteine können die Fahrt ins Wanken bringen. Bei Nässe oder auf losem Untergrund wie Splitt und Laub nimmt die Gefahr zusätzlich zu. Wer mit dem E-Scooter unterwegs ist, sollte deshalb den Untergrund im Blick behalten, vorausschauend fahren und das Tempo rechtzeitig reduzieren.
Der E-Scooter – ein Verkehrsrisiko?
Sind E-Scooter also ein Verkehrsrisiko? Nicht grundsätzlich, entscheidend sei der Umgang mit den Fahrzeugen. Die Polizei Celle betont: "Aus Sicht der Polizei sind E-Scooter eine praktische Möglichkeit, insbesondere kürzere Strecken zurückzulegen. Sie sind jedoch keine Spielgeräte, sondern Kraftfahrzeuge." Umso wichtiger sei eine verantwortungsbewusste Fahrweise. "Wer die geltenden Regeln beachtet, aufmerksam fährt, auf Alkohol und Drogen verzichtet und die Geschwindigkeit den jeweiligen Verhältnissen anpasst, kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, Unfälle zu vermeiden."














