Zwei Standorte statt einem: Hier können Volksbankkunden Geld abheben
- Audrey-Lynn Struck

- 19. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Wo kann man als Volksbankkunde denn nun Geld abheben? Diese Frage führt immer wieder Menschen in die Hafenstraße 8B. Seit ein paar Wochen ist hier die Volksbank Celle, eine Niederlassung der Hannoverschen Volksbank, im dritten Stockwerk zu finden. Nur: Geld abheben geht hier nicht.
Standorte: Am Heiligen Kreuz und Hafenstraße
"Geldautomaten oder Tresore sind schwer und brauchen besondere Sicherheitsvorkehrungen. Das geht hier nicht im dritten Obergeschoss, sonst fällt das der BKK vor die Füße", scherzt Niederlassungsleiter Gerd Zeppei. Deshalb gibt es seit dem Auszug aus der Stechbahn nun zwei Standorte: In der Hafenstraße konzentriert sich alles auf Private Banking, Baufinanzierung und Firmenkunden, während am Heiligen Kreuz 9 Privatkunden beraten werden – und hier stehen auch zwei neue Geldautomaten.
Stechbahn mit über 2000 Quadratmetern zu groß
"Durch die Fusion mit Hannover sind zentrale Stellen zusammengefallen. Bei uns in Celle gibt es nur noch Beratung und die Immobilienabteilung", erklärt Gerd Zeppei. Die über 2000 Quadratmeter an der Stechbahn waren damit langfristig zu groß, die Energiekosten unverhältnismäßig hoch.
"Durch die Fusion mit Hannover sind zentrale Stellen zusammengefallen. Bei uns in Celle gibt es nur noch Beratung und die Immobilienabteilung."
Der Neubau in der Hafenstraße hat eine Wärmepumpe, Fußbodenkühlung im Sommer und eine Lüftung – ideale Bedingungen für eine gute Energiebilanz. "Wir können als Bank nicht so tun, als ginge uns das Gebäudeenergiegesetz nichts an, wenn wir zeitgleich unsere Kunden darauf hinweisen", so Gerd Zeppei.
Private Banking auf Allerinsel
Auf rund 600 Quadratmetern sind Arbeitswelt und Beratungswelt klar getrennt. Das Konzept ist an allen Standorten identisch: moderne Arbeitsplätze für die Mitarbeiter, großzügige Beratungs- und Konferenzräume für die Kunden. Ein Raum ist sogar mit einer kleinen Spielecke für Kinder ausgestattet. Die größte Veränderung: Ausreichend Parkplätze direkt vor der Tür.
„Wir wollten die Innenstadt nicht verlassen, aber auch einen Standort mit Parkplätzen für längere Beratungsgespräche schaffen“, so Gerd Zeppei. Am Heiligen Kreuz 9, im Clemens Cassel Haus, finden die Mitarbeiter auf rund 360 Quadratmetern Platz. Kunden können im nahegelegenen Parkhaus Nordwall bis zu zwei Stunden kostenlos parken, wenn sie vor Ort einen Beratungstermin haben.
Treppe war denkmalgeschützt
Die Umbauten brachten einige Herausforderungen mit sich. Die Schließfächer durften wegen der begrenzten Traglast der Kellerdecke nur an Stellen platziert werden, wo sich kein Kellerraum darunter befindet. Beim Thema Barrierefreiheit stieß die Bank auf Denkmalschutzauflagen: „Die Stufe am Eingang war ebenfalls denkmalgeschützt, deshalb musste der Gehweg angepasst werden“, erklärt Gerd Zeppei. Heute ist die Stufe noch sichtbar, der Gehweg wurde drumherum angehoben.
Die Volksbank Celle reagiert mit der neuen Aufteilung auch auf den Wandel im Bankgeschäft: Die Beratung bleibt der Kern, während Online-Banking stärker genutzt wird. KI unterstützt interne Prozesse, ersetzt aber nicht die persönliche Beratung, so Gerd Zeppei. „KI kann Prozesse unterstützen, aber der Mensch bleibt entscheidend – gerade bei komplexen Themen und für das Vertrauen der Kunden.“


































