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Wohin mit dem Herbstlaub? Tipps für die Entsorgung


Foto: Peter Müller


BONN/CELLE. Im Herbst fällt nach und nach viel Laub im Garten und vor dem Haus an - und damit auch etwas Arbeit. Liegen lassen ist nicht überall eine Option. In der Regel gilt: Das Laub muss weg. Auf Gehwegen, die an Privatgrundstücke grenzen, gilt Räum- und Streupflicht. Rutschen Passanten auf dem nassen Laub aus und verletzen sich, wird es teuer für den Hausbesitzer. Im Garten leidet der Rasen unter einer dichten Laubdecke. Wohin aber mit den mühsam zusammengekehrten Blättern, wenn die Biotonne nicht ausreicht oder Lagerfläche und Komposter fehlen? WetterOnline und CELLEHEUTE geben Tipps:


Restmüll- und Papiertonnen sind tabu, um das Laub loszuwerden. In Biotonnen kann neben organischen Küchenabfällen auch das Herbstlaub gefüllt werden. Darüber hinaus nimmt der Abfallzweckverband Laub und Gartenabfälle in den Entsorgungsanlagen Altencelle, Hambühren, Hermannsburg und Höfer an. Auch Ortsräte organisieren Laubsammel-Termine.


„Biotonnen sind schnell voll. Wer nun auf die zündende Idee kommt, das Laub einfach zu verbrennen, dem sei gesagt, dass dies nicht nur verboten ist, sondern auch negative Begleiterscheinungen mit sich bringt. Blätter erzeugen aufgrund ihres hohen Wassergehaltes sehr viel Rauch und Gestank. Auch richtig trockenes Laub, sollte nicht verbrannt werden, da es gefährlich schnell brennt und sich ausbreitet. Das Abladen der Blätter im Wald ist ebenso strafbar und Sie könnten mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen“, erklärt Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline.


Alternativen zur Entsorgung in der Biotonne

Die Entsorgung über Biotonnen und -säcke ist nicht grundsätzlich die beste Lösung, um die Blätterflut zu bewältigen. Gartenbesitzer haben die Möglichkeit, das Laub als Mulch und Nahrung im Beet liegen zu lassen. Das ist der umweltfreundlichste und klimaschützendste Umgang mit den Blättern. Wenn das Laub verrottet und sich somit auflöst, gibt es wertvolle Nährstoffe an den Boden ab. Der wichtige Stoffkreislauf wird nicht unterbrochen und die Nahrungsbeziehungen im „Ökosystem“ Garten bleiben erhalten. Klimabelastende Transportwege entfallen völlig.


Eine Blätterdecke bietet Pflanzen im Winter zudem Schutz vor Frost und sorgt für einen ausgeglichenen Bodenfeuchtehaushalt. Auch können Sie mit dem Laub den Tieren etwas Gutes tun. Sammeln Sie an einer windgeschützten Ecke ihres Gartens Blätter zusammen und bedecken Sie diese zusätzlich mit kleinen Ästen. Damit schaffen Sie ein perfektes Überwinterungsquartier für Kleintiere.


Ob man den Rasen vom Laub befreien sollte, wird unter Gärtnern diskutiert. Da Rasen immer weiterwächst benötigt er Licht und Sauerstoff. Die Aufnahme von beidem wird jedoch durch das aufliegende Laub behindert. Der Rasen leidet. Es kann zu Fäulnis und gelben Flecken kommen. Kehren Sie das Laub am besten vom Rasen auf die Beete und verteilen Sie es dort gleichmäßig. Zur Not geht es auf großen Rasenflächen, die nur dünn mit Laub bedeckt sind, auch mit einem Rasenmäher. Das Laub wird zerkleinert und im Auffangbehälter mit dem Rasenschnitt vermischt. Dieser kann dann über dem Beet entleert werden. Beachten Sie aber bitte, dass beim Mähen auch nützliche Tiere schaden nehmen können. Gerade für Igel, die ja im Laub Unterschlupf suchen, sind Rasenmäher dann und Mähroboter sowieso eine große Gefahr.


Sind die Beete bereits übervoll mit Blättern, bietet sich die Entsorgung im Kompostbehälter oder auf einem Komposthaufen an. Allerdings sollte der Anteil von Laub im Kompost nicht zu groß sein, da es viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff enthält. Auch ein selbst gebauter Laubkorb aus engmaschigem Drahtgeflechtzaun bietet sich als Kompostierbehälter an. Der darin entstandene Laubkompost eignet sich zum Beispiel gut für Erdbeeren und zur allgemeinen Bodenverbesserung.


Geeignete Hilfsmittel zum Kehren

Kehren Sie das Laub im Garten oder vor dem Haus am besten mit einem Rechen aus Metall zusammen. Mit einem Greifkehrer lässt sich das Laub ohne ständiges Bücken mühelos aufsammeln. So sparen Sie Energie und halten sich nebenbei fit und gesund.


Leichter fällt zwar die Arbeit mithilfe eines Laubbläsers und Laubsaugers oder wie oben erwähnt mit einem Rasenmäher. Dies sollte aber überdacht werden. Die Zeiten der lauten Verbrennungsmotoren sind vorbei und es gibt moderne Akkugeräte, aber eine Geräuschbelästigung bleibt. Zudem benötigen die Geräte Energie. Ein Laubbläser pustet in Orkanstärke nicht nur Blätter und Äste weg, sondern auch Tiere. Mäuse und Jungigel würden förmlich durch die Luft geschleudert.

Laubsauger schaden nicht minder der Tierwelt, denn der Sauger saugt nicht nur tote Materie an. Da im Inneren das Gesaugte gleich geschreddert wird, werden dabei auch viele nützliche Tiere, die im Laub Unterschlupf gesucht haben, zerhäckselt. Sie sollten auch hier an den hohen Lärmpegel solcher Geräte denken.




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