„Wir machen’s für die Kultur“: Stunnah veranstaltet Freitag Pop-up-Rave in Celle
- Sheenara Wiebke
- vor 3 Stunden
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CELLE. "Seit Corona gibt es eh keine Clubkultur mehr": Drum and Bass-DJ Stunnah sagt das ganz ohne Bitterkeit. Er sieht in der Entwicklung eine Chance, mit alten Regeln zu brechen. In seiner Wahlheimat Bremen hat der Rapper kürzlich seinen ersten Pop-up-Rave veranstaltet – mit großem Erfolg. Das Konzept: Kurze Veranstaltungen an Locations, die nichts mit Club zutun haben. Diesen Freitag (10. April) bringt Stunnah den Pop-up-Rave nach Celle. Von 18 bis 20 Uhr legen im Freiraum in der Schuhstraße gleich zwei DJ/MC-Teams auf. Der Eintritt ist frei.
"Anything goes."
Bei seinem ersten Pop-up-Rave Mitte März in Bremen hatte Stunnah zunächst gedämpfte Erwartungen: "Ich dachte, wenn 50 Leute kommen, dann ist das der Hammer – dann sind 300 Leute gekommen." Entsprechend offen blickt er auf den Auftakt in Celle: „Anything goes.“
Sollte der Rave gut ankommen, könnte es bald eine neue Veranstaltungsreihe in Celle geben, verrät der DJ und Rapper. Der Fokus liege gerade aber vor allem auf dem Ausprobieren. "Auch wenn 30 Leute kommen, bin ich zufrieden", sagt Stunnah und fügt hinzu: "Ich habe kein Bock auf starre Strukturen – und ich will Mucke machen."
Dementsprechend kurzfristig ist die Organisation des Events. Erst seit zwei Wochen laufen die Planungen. Unterstützt wird der ehemalige Celler dabei von Helge Osterloh und André Neumann von Cellshock sowie vom Street & Art-Team rund um Birgit Nieskens.
Zwei Stunden – zwei Crews
Am Freitag stehen zwei DJ-/MC-Teams auf dem Programm: Daddy Different tritt gemeinsam mit MC Monch auf. Stunnah selbst performt mit Newton. Die Künstler bekommen keine Gage. "Wir machen's für die Kultur", bekräftigt Stunnah. Die Veranstaltung soll sich selbst tragen – wer möchte, kann aber am Freitag eine Spende dalassen.
"Mein Herz ist 50/50 – hier in Bremen und bei euch.“
In der alten Heimat aufzulegen, darauf freue sich Stunnah immer. „Ich lieb das“, sagt er. „Mein Herz ist 50/50 – hier in Bremen und bei euch.“














