Wietze spart Energie: Straßenbeleuchtung ab 23 Uhr aus


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WIETZE. 20 Prozent weniger Energieverbrauch heißt das Ziel der Bundesregierung für diesen Winter. Maximal 19 Grad Raumtemperatur in Büros, Abschalten der Außenbeleuchtung, Gänge und Treppenhäuser bleiben ungeheizt: In der Gemeinde Wietze seie zahlreiche Maßnahmen, die das Bundeskabinett beschlossen hat, bereits auf der Agenda. Dies betrifft ebenso die Straßenbeleuchtung.


Die Gemeinde Wietze setzt nach eigenen Angaben weitere Energiesparmaßnahmen um. In Abstimmung mit den Fraktionen werde die Straßenbeleuchtung im gesamten Gemeindegebiet in der Zeit von 23.00 bis 5.00 Uhr komplett ausgeschaltet - während Celle kurioserweise mit Fördergelder unterstützt für mehr Beleuchtung sorgt (CELLEHEUTE berichtete).


„Bis zum Ende der Woche werden die Maßnahmen umgesetzt sein“, so Bürgermeister Wolfgang Klußmann. „Wir werden alleine mit dieser Maßnahme etwa 50 bis 60 % des benötigten Stroms für die Straßenbeleuchtung einsparen. Diese betrugen im Jahr 2021 immerhin 450.000 kWh. Die Ersparnis für die Sommermonate dürfte allerdings etwas geringer ausfallen, da die Straßenbeleuchtung aufgrund der Dämmerungssensoren später geschaltet wird“, führt Klußmann weiter aus.


Bereits ab dem 01. September gelten in Deutschland folgende Maßnahmen zum Energiesparen, die auch die kommunalen Verwaltungen betreffen:


  • Denkmäler und öffentliche Gebäude dürfen nicht angestrahlt werden

  • Maximal 19 Grad in öffentlichen Gebäuden

  • Treppenhäuser in öffentlichen Gebäuden bleiben kalt


Außerdem sollen in öffentlichen Gebäuden Flure, große Hallen oder Technikräume möglichst nicht mehr geheizt werden, ausgenommen sind Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten.

Die Beleuchtung öffentlicher Gebäude von außen ist laut Beschluss des Bundeskabinetts zudem untersagt. Brennen darf die Sicherheits- und Notbeleuchtung. Boiler und Durchlauferhitzer sollen nicht für die Warmwasserbereitung zum Händewaschen benutzt werden.


„Im Großen und Ganzen reduzieren wir durch unsere vielfältigen Stromeinsparmaßnahmen auch den Erdgasverbrauch und leisten als Kommune einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland. Ein nicht unerheblicher Anteil von 15% des deutschen Strommix wird aus Erdgas als Energiequelle erzeugt“, erläutert Klußmann.


„Wollen wir uns gesellschaftlich von Energieexporten unabhängig machen, müssen wir unseren Energieverbrauch an allen Stellen deutlich senken. Hier können auch Bürgerinnen und Bürger aktiv werden. Neben den vielen kleinen Einsparmöglichkeiten, die mehr oder weniger sofort greifen, müssen wir aber auch die mittel- bis langfristige Perspektive im Blick haben“, so Lena Kollhorst, Klima- und Umweltmanagerin der Gemeinde Wietze.


„Dabei müssen es nicht immer die großen Maßnahmen sein, die allein zum Erfolg führen. Jede und Jeder kann seinen Verbrauch reduzieren und Energie sparen, ohne große Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen. Die günstigste Kilowattstunde ist die, die man nicht verbraucht. Auf der Website https://www.co2online.de/ finden Verbraucherinnen und Verbraucher ein großes Angebot an Informationen rund um das Thema Energie sparen, ergänzt Lena Kollhorst.

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