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Vorsätze fürs neue Jahr? Aber klar doch! - Das Wort zum Montag, Folge 146


Vorsätze fürs neue Jahr? Aber klar doch!


Mit meinen guten Vorsätzen fange ich schon am Heiligen Abend an. Ich finde, das passt besser als Silvester. Das Fest der Geburt und eine Portion Neuanfang im eigenen Leben – das sind irgendwie zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Bisher konnte ich meine Vorsätze halten. Das einfachere meiner beiden Projekte ist: Nicht mehr rauchen. Als Gelegenheitsraucher ist das auch kein so großes Problem. Einfach keine Zigaretten mehr kaufen. Und nicht mehr schnorren. Das ist es.

Das andere Projekt ist schon etwas anspruchsvoller. Es ist sozusagen ein Dauerbrenner: Das heißt: Ich werde auch 2023 weiter daran arbeiten, meine innere Programmierung, die mir meine Urahnen verpasst haben, in eine andere Richtung lenken. Das hört sich kompliziert an, ist es aber gar nicht. Es geht darum, der angeborenen Neigung, negativen Erfahrungen eine größere Bedeutung beizumessen als den guten, ein Schnippchen schlagen. Oder wissenschaftlich ausgedrückt: Schluss mit der Negativity Bias, der Negativitätsverzerrung.

Diese innere Veranlagung, dem Negativen mehr Gewicht als dem Positiven zu geben, hatte vor Urzeiten einen Sinn. Tagtäglich kämpfte man ums Überleben. Feindliche Horden, Säbelzahntiger, die einem aus dem Hinterhalt anspringen, giftige Beeren, die einem den Garaus machten, eine Wunde, die das Blut vergiftet. Unser Vorfahren mussten immer auf der Hut sein und mit dem Schlimmsten, dem Tod, rechnen.


Aber heute? Mal ehrlich: Eine Meinungsverschiedenheit mit der Chefin wächst sich nicht zu einer existentiellen Bedrohung aus, und nicht alles, was mich gerade stresst, ist so brandgefährlich, dass ich es mit merken müsste. Wer Negatives schneller vergessen kann, ist weniger gestresst.


Und weil unser Gehirn wie Teflon für Positives ist, will ich nicht aufhören, gute Eindrücke zu sammeln, meine Wahrnehmung immer wieder auf das fokussieren, was aufbaut und Rückenwind gibt, was Freude bereitet und Glück vermehrt. Ich habe die Hoffnung, dass auf diese Weise die Teflonschicht dünner und dünner wird.


Diese Strategie ist übrigens viel älter als alle modernen Achtsamkeitstrainer der Welt glauben machen wollen. Schon Jesus hat seine Freundinnen und Freunde gelehrt, sich am Positiven zu orientieren. Seht die Vögel unter dem Himmel an, sagte er einmal, sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Das ist so ein Blick weg von den alltäglichen Sorgen und ein Mosaikstein, die Welt etwas freundlicher anzuschauen. Was meint Ihr? Wäre das nicht auch ein guter Vorsatz für Euch? Auch wenn Silvester schon vorbei ist. Ein Neuanfang geht immer.


Bleibt behütet.


Pastor Uwe Schmidt-Seffers

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