Viel Natur, viel Platz, kein Gas: Erster Spatenstich für Wohngebiet „Grünland“
- Stefan Kübler
- vor 48 Minuten
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CELLE. Viel Grün, viel Platz und individuelle Wohnmöglichkeiten – Mit dem „Grünland“ entsteht in Groß Hehlen derzeit Celles größtes Neubaugebiet. Auf fast 190.000 Quadratmetern sollen in den kommenden eineinhalb Jahren 126 Grundstücke erschlossen und bebaut werden. Das Spektrum soll von freistehenden Einfamilienhäusern über Reihenhäuser bis hin zu bezahlbaren Geschosswohnungen reichen. Zum offiziellen Baustart ist am Freitag der erste symbolische Spatenstich gesetzt worden.
„Ein bisschen Gänsehaut-Feeling“
„Das ist ein besonderes Projekt“, sagte Lasse Laging, Geschäftsführer der Allerland Immobilien GmbH, die das Wohngebiet gemeinsam mit der Stadt Celle, den Stadtwerken, der Sparkasse und weiteren Partnern entwickelt. „Die Besonderheit entsteht hier durch die Grünfläche.“ Von den 190.000 Quadratmetern, die für das Baugebiet gekauft wurden, seien nur 82.000 für den Verkauf vorgesehen. Der Rest seien Straßen und Grünland. Das Wohngebiet soll sich durch Naturräume wie Auenlandschaften, Streuobstwiesen, Waldflächen und Wasser auszeichnen. Weitere Besonderheit sei die zu 100 Prozent fossilfreie Planung, die unter anderem auch keinen Gasanschluss vorsehe. „So ein Projekt gibt es in Deutschland kein zweites Mal“, so Lasse Laging. „Das bringt für mich auch ein bisschen Gänsehaut-Feeling.“
Von Geschosswohnungen bis Landhäusern alles dabei
Jedes Grundstück im zukünftigen Wohngebiet „Grünland“ soll individuell werden. Die Straßenführung werde geschwungen geplant und nicht „quadratisch, praktisch, gut“, so Lasse Laging. Zudem soll Wohnraum für jede Lebenslage angeboten werden. An der Scheuener Straße beispielsweise soll familienfreundlicher Geschosswohnungsbau für unterschiedliche Einkommensgruppen entstehen, auch barrierefrei und generationenübergreifend. Weiter östlich sind Doppel- und Reihenhäuser auf kleineren Grundstücken mit hochwertigem Erscheinungsbild geplant. Auf Grundstücken bis zu 900 Quadratmetern können Einfamilien- und Landhäuser entstehen. „Es gibt für jeden Kunden, für jeden Bewohner, der hier hinziehen möchte, das richtige Produkt“, sagte Lasse Laging.
In den kommenden eineinhalb Jahren soll aus der Baustelle in Groß Hehlen das Wohngebiet „Grünland“ werden. (Fotos: Stefan Kübler, Visualisierung rechts: Allerland)
Familienfreundliches Wohngebiet mit naturnahem Konzept
Aus Sicht der Stadtverwaltung passt das neue Wohngebiet gut zu einer familienfreundlichen Stadt wie Celle. „Wir wollen Familien ansiedeln“, sagte Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge. „Wir wollen Familien auch von woanders hierherholen und die ganzen Rahmenbedingungen, die wir entwickelt haben, sprechen dafür, Familien hierher zu kriegen.“ Kritik an der Größe des Vorhabens ließ er nicht gelten. „Eine Stadt in unserer Größenordnung, braucht immer Grundstücke, die sie vorhalten kann, selbst wenn sie erst in drei Jahren genommen werden“, so Jörg Nigge. Groß Hehlen biete sich an, um es zu erweitern. Auch vom naturnahen Konzept zeigte er sich überzeugt. „Das wird wahrscheinlich das grünste Quartier, das wir je gehabt haben.“
„Der dörfliche Charakter Groß Hehlens geht nicht verloren.“
Groß Hehlens Ortsbürgermeister Patrick Brammer äußerte sich erfreut über das weitere Wachstum seines Stadtteils. Nach den Gebieten „Düpmoor“ und „Im Tale“ komme mit dem „Grünland“ nun das letzte Puzzlestück für das Areal dazu. Auch er nehme die Kritik an den Ausmaßen des neuen Wohngebietes ernst. „Ich kann diese Angst zwar verstehen, aber ich kann sie nicht wirklich nachvollziehen“, sagte er. „Der dörfliche Charakter Groß Hehlens geht nicht verloren.“ Er verwies auf die große Attraktivität des Ortes mit der Nähe zur Stadt auf der einen und dem Zugang zur Südheide auf der anderen Seite. „Als Ortsrat sind wir stolz darauf, dass die Leute nach Groß Hehlen kommen.“ Und letztendlich seien es die Menschen, die den Ort gestalteten und nicht die Häuser.
Grundstücke ab 2027 erhältlich
Nach dem offiziellen ersten Spatenstich sollen die Bauarbeiten am „Grünland“ circa eineinhalb Jahre dauern. Mit der Vermarktung der Grundstücke will die Allerland im Frühjahr 2027 beginnen. Erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet.




















