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"Vater" - Das Wort zum Montag, Folge 106



Am 20. März fand rund um das Brandenburger Tor eine Musikdemonstration statt unter dem Titel "Sound of Peace" und dem Aufruf: "Beendet den Krieg!" Viele Künstlerinnen waren anwesend und traten für den Frieden in der Ukraine ein. Insgesamt kamen 6,5 Millionen Euro Spenden zusammen. Was mich darüber hinaus besonders beeindruckt hat, war der Auftritt von Rea Garvey und Michael Patrick Kelly. Sie interpretierten den Bob Dylan Klassiker "Knocking on Heaven's door" - das Lied mit der nachhaltigen Zeile: „Mama, put my guns in the ground. I can’t shoot them anymore“. Das Beeindruckende war nun: Sie bauten in ihre Interpretation die ersten Zeilen des Vaterunser-Gebetes mit ein: „Our Father in heaven, hallowed be your name, your kingdom come, your will be done.“ - "Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe." - und das vor mehreren tausend Menschen. Niemand hat sich kopfschüttelnd abgesetzt. Niemand hat, sinnbildlich gesprochen, einen Lachsmiley gesetzt - oder sich anders darüber lustig gemacht. Alle waren ergriffen davon. Weil es Wirkung hat - in Zusammenhang mit der Musik, und den dunklen, unsicheren Gefühlen, die gerade jetzt jeden Tag im Herzen sitzen. Das ist für mich vor allem deshalb beeindruckend, weil diese Anrede, dieser Gedanke - Gott als Vater - einer ist, den augenscheinlich auch Menschen noch teilen können, die sich eigentlich vom Glauben, von der Kirche abgewandt haben. Obwohl, wenn ich so darüber nachdenke, dann ist das doch nicht so verwunderlich: In diesem Gedanken - Gott als Vater - wird ein Gefühl angesprochen wird. Dieses Kindsein, ein Kind, das Schutz sucht. Wenn alles zusammen fällt, geh ich zu Papa an die Hand. Er schützt mich. Er wärmt mich. Er führt mich. Oder zu Mama - denn Gott ist es letztlich egal, wie wir ihn ansprechen. Das kannst du dir selbst aussuchen. Gott hat kein Geschlecht. Gott will einfach nur für uns da sein - wie ein Vater - oder eine Mutter. Es liegt an uns, ob wir Gott sehen, sehen wollen - und ob wir Gott in unser Leben lassen.

Die Hand von Mama oder Papa musste ich als Kind ja auch immer selbst ergreifen. Und so muss ich auch den Glauben an Gott selbst ergreifen. Was einfacher wird, wenn ich mir vorstelle, dass da ein Vater ist, oder eine Mutter. Immer an meiner Seite. Was auch passiert. Rea Garvey und Michael Patrick Kelly jedenfalls haben Gott so in ihrem Leben. Als Vater, als Mutter, als eine, die immer da sein will. Als einen, der der deine Hand nehmen will. Als eine, die dich festhält, wenn du Trost brauchst. Als einen, der sich vor dich stellt, wenn die Welt dich angreift. Ich hoffe, ihr habt auch jemanden, dem ihr so vertrauen könnt, wie ich Gott vertraue!! Im besten Fall könnt Ihr Gott auch so sehen, wie ich. Und Rea Garvey. Und Michael Patrick Kelly. Ich wünsche es Euch! "God bless you!" Bleibt gesund und behütet! Pastor Titus Eichler



Liebe.Glaube.Hoffnung. Gute Gedanken zum Start in die Woche. Jeden Sonntag Abend auf PODCASTHEUTE.DE und CELLEHEUTE.TV.

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