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"Unsinn machen!": Celler Museen laden zum kostenlosen Celle Tag ein


Foto: Fotostudio Loeper

CELLE. Am Samstag, dem 24. Februar öffnen das Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon und das Bomann-Museum ihre Pforten zum nächsten „Celle Tag“. Neben freiem Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher warten an diesem Tag zwischen 11 Uhr und 17 Uhr auch wieder überall in den Museen spannende Ausstellungen, Aktionen, Führungen und Vorführungen darauf, von Groß und Klein entdeckt zu werden.


Das Bomann-Museum und das Kunstmuseum in Celle laden große und kleine Besucherinnen und Besucher ein, mit allen Sinnen auf Erkundungstour zu gehen und auch mal ordentlich Unsinn zu machen. Denn beim nächsten Celle Tag geht es ums Fühlen, Riechen, Schmecken, Sehen und Hören. Jede und jeder verarbeitet täglich Unmengen an Informationen. Mit einer Berührung erkennen wir, ob etwas warm oder kalt, hart oder weich, rau oder glatt ist. Mit einem Blick erkennen wir Farben, Konturen und Größen. Mit einem Biss merken wir, ob etwas gut schmeckt oder giftig ist, und wir können mit unseren Ohren entscheiden, von wo jemand mit uns spricht. All das passiert meist gleichzeitig. Denn mit allen Sinnen gemeinsam können wir unsere Umwelt besser wahrnehmen, als nur mit einem. Das gilt auch für das Museum.


Wie also funktionieren unsere Sinne? Das will Doc Hu mit angehenden Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen am Celle Tag herausfinden. In 15 Minuten voller Experimente zur Sinnesphysiologie stellt er unsere menschlichen Sinne auf die Probe. Dabei prüft er nicht nur gemeinsam mit den angehenden Forscherinnen und Forschern, ob man seinen Augen trauen kann, sondern klärt auch auf, wie unsere Sinne funktionieren. Doc Hu ist der Physikochemiker Dr. Michael Huber. Er entwickelt seit vielen Jahren Experimente für den Schulunterricht und führt seit 2014 zur großen Begeisterung aller Teilnehmer Experimentier-Kurse durch. Außerdem informiert der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V darüber, was passiert, wenn uns ein Sinn genommen wird. Was bedeutet es, blind zu sein? Wer hilft mir, wenn ich Fragen habe? Was sind das eigentlich für komische Streifen am Bahnhof oder auch vor dem Museum an der Bushaltestelle? Ist blind gleich blind? All das sind Fragen, die das Beratungsbüro Augenblick des BVN e.V. Niedersachsen beantworten kann.


Wie schulen wir unsere Sinne? Das kann am Celle Tag auf einem Sensomotorik-Pfad durch das historische Bauernhaus ausprobiert werden. Denn meist nutzen wir all unsere Sinne gleichzeitig, um unseren Körper zu koordinieren, unfallfrei durch die Umwelt zu manövrieren und für Aufgaben zu nutzen.


Der Sensomotorik-Erlebnispfad hält Übungen und Herausforderungen bereit, die Sinneswahrnehmungen und Körperbeherrschung fordern und fördern: Fühlrätsel, Barfußweg, Balanceakte, Spring- und Wurfspiele. Und ganz nebenbei ergibt sich so die Möglichkeit, das Bauernhaus und das Leben darin zu erforschen. Wem sich hier die Frage stellt, ob die Vergangenheit einen besonderen Klang, Geschmack oder Geruch hat, der bekommt die Antwort im Biedermeier-Haus des Museums. In seinen Räumen warten nicht nur Geräuschkulissen, die das Haus wie einst erklingen lassen, sondern auch Geruchs- und Geschmacksproben. So gehen die Sinne auf Zeitreise ins 19. Jahrhundert.


Kann man Kunst mit geschlossenen Augen sehen? Und wie ist das Gefühl im Dunklen ein Bild zu machen? Das können die Besucherinnen und Besucher in vielen Aktionen im Kunstmuseum erfahren. Während einer Führung der etwas anderen Art lernen sie Kunst von einer anderen Seite kennen, ohne die Augen zu nutzen. Dabei können sie versuchen, das Kunstwerk zu beschreiben oder sogar zu schmecken. Wie Fotografie ohne Kamera im Dunklen funktioniert und was es mit der geheimnisvollen blauen Fotografie auf sich hat, erfährt man von Künstlerin Liza Leonard in einer Dunkelkammer.


Und auch an vielen weiteren Stationen kann man bei vielen Aktionen selbst tätig werden. In der museumspädagogischen Werkstatt im Bomann-Museum erklingen alltägliche Gegenstände der Vergangenheit und trainieren das Gehör mit Hörrätseln und Geräuschmemorys. Im Kunstmuseum werden aus Gitter, Stift und Schuhsohle fantastische Kunstwerke geschaffen oder mit Knete und Draht Gedanken zu Skulpturen geformt.


Die Familienführung „Yum-Yum-Tour“ erzählt davon, wie sich Ernährung und Essen in der Geschichte der Menschheit verändert hat. Warum begannen Steinzeitmenschen, ihr Essen zu kochen? Was haben die ersten Brotlaibe mit Schmirgelpapier zu tun? Was haben Kakao und Sauerkraut gemeinsam? Und wie wurde in Celle die Herstellung eines Lebensmittels revolutioniert?

Die Familienführung gibt Eltern und Kindern an vier Beispielen nicht nur faszinierende Einblicke in die Geschichte von Essen und Kochen, sondern hält auch immer wieder kleine Geschmacksproben für den Gaumen bereit. Außerdem lädt das Bomann-Museum die Besucherinnen und Besucher zum „Speeddating mit Exponaten“ ein. Kurzweilig wird dabei jeweils ein Ausstellungsstück genau unter die Lupe genommen. Dieses Mal können Berkefeld-Filter und Bauernhaus mit den Händen erforscht werden.


Wer bei so viel Aktion Hunger und Durst bekommt, kann sich im Innenhof des Bomann-Museums eine kleine Auszeit nehmen, kräftig durchatmen und sich gegen Spende mit leckeren Waffeln und einem wärmenden Getränk versorgen. Wen es mehr nach einer Abkühlung verlangt, kann sie sich auf dem Sofa in der Oase und auf der Dachterrasse des Kunstmuseums verschaffen.


Termin: 24.02. von 11 Uhr bis 17 Uhr

(Einige Aktionen finden nur zu bestimmten Zeitpunkten am Tag statt.)

Ort: Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert Simon und Bomann-Museum Celle, Schlossplatz 7, 29221 Celle

Eintritt und Aktionen sind an diesem Tag kostenfrei!


Text: Bomann-Museum

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