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Unangemeldete Eilversammlung in Hannover durch Polizei aufgelöst

  • Extern
  • vor 42 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit
Blaulicht
Symbolbild: WIX

HANNOVER. Die Polizei Hannover hat am Dienstag, 20.01.2026, eine unfriedliche Versammlung in der Innenstadt aufgelöst. Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen in Nord- und Ostsyrien hatten sich am Abend mindestens 1.600 Menschen auf dem Ernst-August-Platz versammelt. Die Versammlung setzte sich in Form eines Aufzuges in Richtung des Goseriede-Platzes in Bewegung. Nachdem sich zahlreiche Teilnehmende vermummten und Polizeikräfte mit Pyrotechnik bewarfen, wurde die Versammlung durch die Polizei Hannover aufgelöst.


Bereits am 19.01.2026 hatten sich ca. 600 Versammlungsteilnehmende zu einer unangemeldeten Eilversammlung am Ernst-August Platz versammelt. Die Teilnehmenden verhielten sich teilweise unkooperativ und zündeten Pyrotechnik und zeigten verbotene Symbole. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet und die Ermittlungen zu den Verursachern aufgenommen.


Aufgrund von Hinweisen, dass eine erneute Versammlung für Dienstag, 20.01.2026, beabsichtigt wurde, zeigte die Polizei vorsorglich verstärkte Präsenz in der Innenstadt.


Ab 16:10 Uhr versammelten sich erneut diverse Personen im Bereich des Ernst-August-Platzes. Gegen 16:30 Uhr wurde die anwachsende Personengruppe, die sich zur Meinungskundgebung bezüglich der politischen Entwicklungen in Syrien versammelt hatte, durch die Polizei als Versammlung deklariert. Im Verlauf eines anschließenden Aufzuges in Richtung des Goseriede-Platzes verhielten sich die Teilnehmenden zunehmend unkooperativ, missachteten polizeiliche Beschränkungen und versuchten mit mehreren hunderten Personen eine Polizeiabsperrung in der Schillerstraße zu durchbrechen.


Unbekannte Personen vermummten sich in der Menge und bewarfen die Einsatzkräfte mit Böllern. Weitere Teilnehmende zeigten zum Teil verbotene Symbole und Fahnen. Nach polizeilicher Einschätzung konnte die Versammlungsleiterin und ihre Ordner keinerlei Einfluss mehr auf die Versammlungsteilnehmenden ausüben. Aufgrund der zunehmend unfriedlichen Stimmung und dem eskalierenden Verhalten entschied die Polizei gegen 18:20 Uhr, die Versammlung aufzulösen


Starke Polizeikräfte, darunter Kräfte der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen und der Polizeidirektion Hannover, setzen die Auflösung durch Polizeiketten und körperliche Zwangsmaßnahmen gegen die unkooperativen Teilnehmenden durch. Aktuell liegen keine Hinweise zu Verletzten vor. In größeren Gruppen zeigte sich im weiteren Verlauf eine starke Abwanderung. Gegen 19:40 Uhr wurden zwei Personen nach tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte vorläufig festgenommen.


Einer Person wird vorgeworfen, einen Polizeireiter mit einer Fahnenstange angegriffen zu haben. Nur durch eine Abwehrreaktion gelang es dem Beamten, einen Schlag mit der Stange gegen den Kopf zu verhindern. Eine weitere Person bewarf Einsatzkräfte mit einer Flasche und konnte ebenfalls vor Ort gestellt werden. Gegen beide Tatverdächtigen wurden entsprechende Strafanzeigen gefertigt.


Die Polizei Hannover hat weitere Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit der Versammlung eingeleitet. Hierzu gehören unter anderem Verfahren wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Straftaten nach dem Versammlungsgesetz.


Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Mitteilung sind die Einsatzmaßnahmen noch nicht beendet.



Text: Polizei

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