Trendsport kommt nach Celle: Hype Padel eröffnet Freitag in Altencelle

CELLE. „Vor sechs Monaten hatte ich noch nie wirklich Padel gespielt. Es gibt leider keine Padel-Halle in Celle“, gibt Steffen May lachend zu. Das erste Mal habe er im Winter in Flensburg auf dem Platz gestanden, kam schnell auf den Geschmack. Nun eröffnet er mit seinem Freund Finn Schulz diesen Freitag die Hype-Padel-Halle in Altencelle – und bringt so die weltweit wachsende Trendsportart erstmals auch nach Celle. Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash und wird auf einem kleineren Feld mit Glaswänden gespielt, die aktiv ins Spiel einbezogen werden.
Vier Courts sind täglich geöffnet
Etwas versteckt im Altenceller Gewerbegebiet, befindet sich direkt hinter dem Elektrogroßhändler Adalbert Zajadacz im Vorbruch 4 die Padel-Halle. Auf 1000 Quadratmetern stehen vier Courts nebst Umkleiden, Dusche und Lounge bereit: zwei Plätze für Einzel und zwei für Doppel. Geöffnet ist die Halle täglich von 6 bis 22 Uhr, ein Platz kann ab 16 Euro gemietet werden.
Buchungen nur über App Playtomic
„Alle Altersklassen können zusammen spielen“, schwärmt Finn Schulz. Statt körperlicher Fitness ginge es auch um Erfahrung und Technik. „Paddel ist einer der wenigen Sportarten, wo zwei 55-Jährige ohne Weiteres zwei 22-Jährige vom Platz schicken können.“
Schläger im Automaten ausleihen
Bis auf ein paar Trainer und das Reinigungsteam verzichten die beiden Inhaber weitestgehend auf Personal – das Hype-System macht es möglich. „Hier läuft alles automatisch“, betont Steffen May. Gebucht wird komplett digital über die App Playtomic, die gleichzeitig Spieler nach ihrem Leistungsniveau einstuft und passende Gegner vermittelt. Auch Schläger können am Automaten ausgeliehen oder gekauft werden. Bälle müssen mitgebracht oder gekauft werden.
Von Kapstadt nach Flensburg und Celle
Die Idee hatte Unternehmer Finn Schulz, der bereits Padel-Clubs in Kapstadt und Flensburg aufgebaut hat. „Celle hat viele Tennisclubs und Plätze, aber Padel gibt es nur in Hannover oder Braunschweig“, erklärt Finn Schulz. Geografisch gesehen sei Celle daher perfekt gewesen. In Südafrika ging Finn Schulz lange Zeit kitesurfen und lernte dort Padel kennen.
„Das Feld ist sauber, der Rasen blau und das Glas durchsichtig.“
„Wenn ich zum Kitesurfen gehe, weiß ich vorher nicht, wie das Wetter oder wie hoch der Wellengang ist“, erklärt der Sportler. Beim Padel hingegen werde seine Erwartungshaltung immer erfüllt. „Das Feld ist sauber, der Rasen blau und das Glas durchsichtig.“
Mehrere Tonnen Sand im Kunstrasen versteckt
In der Celler Halle wurde blauer Kunstrasen verlegt, der sonst auch bei Wettkämpfen zum Einsatz kommt. Damit der Boden nicht zu schnell abgerieben wird und der Ball gleichmäßig springt, wurde auf jedem Court Sand verteilt – bis zu 1,8 Tonnen pro Platz.
Weitere Hype Padel Anlage in Celle geplant
Die Eröffnung in Altencelle soll nun erst der Anfang sein. Schon jetzt denken Steffen May und Finn Schulz über einen weiteren Standort in Celle mit fünf bis sechs zusätzlichen Plätzen nach. Auch weitere Standorte in Düsseldorf, Bergisch Gladbach oder Rees nahe der holländischen Grenze sind für das kommende Jahr geplant. Zunächst sollen aber die ersten Spieler die neuen Courts einweihen – und Steffen May muss für eine Partie künftig nicht mehr nach Hannover oder bis nach Flensburg fahren.















