„Topfit im Handwerk“: IKK classic zeichnet Bauunternehmen aus


Hintere Reihe von links: Markus Schrader und Andreas Plate von der IKK classic. Vordere Reihe von links: Christina Boyksen, Kristina Knop und Wolfgang Werner von der Viebrockhaus AG.

CELLE. 1954 übernahm Maurermeister Gustav Viebrock ein kleines Bauunternehmen im niedersächsischen Harsefeld und beschäftigte vier Mitarbeiter. Mit dem Prinzip „Schlüsselfertiges Bauen zum Festpreis” startete er die Unternehmensexpansion. Über die Jahrzehnte hat sich das Unternehmen, auch unter der Führung seines Sohnes, zu einer bundesweit bekannten Marke für traditionell in Massivbauweise gebaute Ein- und Mehrfamilienhäuser entwickelt. 2018 ging die Verantwortung für das Familienunternehmen auf die dritte Generation über. Aktuell sind knapp 1.300 eigene Mitarbeiter für das Unternehmen tätig. "Bis heute ist die Unternehmenskultur vom Leben und Handeln des Gründungsvaters geprägt. Das betrifft die Handwerkstradition, aber auch das Verantwortungsbewusstsein der Geschäftsführung gegenüber ihren Beschäftigten und deren Familien", so die Krankenkasse IKK classic, die die Viebrockhaus AG jetzt für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ausgezeichnet hat.


Den Wettbewerb „Topfit im Handwerk“ veranstaltet die IKK classic in Niedersachsen jedes Jahr gemeinsam mit dem Unternehmensverbände Handwerk Niedersachen e.V. (UHN). „Wir wollen damit die Handwerksbetriebe zwischen Nordsee und Harz motivieren, sich für die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden stark zu machen und herausragenden Einsatz auszeichnen“, sagt Markus Schrader von der IKK classic. „Die Viebrockhaus AG ist beim betrieblichen Gesundheitsmanagement vorbildlich.“ Der Regionalgeschäftsführer gratulierte gemeinsam mit IKK-Vertriebsberater Andreas Plate der Geschäftsführung und dem gesamten Team für die Leistung und überreichte die Urkunde.


Beschäftigte schätzen die Unterstützung


„Motivierte und gut ausgebildete Fachkräfte sind das Rückgrat unseres Unternehmens“, berichtet Personalvorstand Wolfgang Werner. „Natürlich wollen wir, dass sie lange und gesund bei uns arbeiten können. Dafür tun wir eine Menge – aktiver Gesundheitsschutz gehört für uns dazu.“ 2018 hat das Bauunternehmen dafür extra eine Abteilung für betriebliches Gesundheitsmanagement ins Leben gerufen. Zwei Mitarbeiterinnen kümmern sich seitdem um alle gesundheitlichen Belange von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Unterstützung wünschen. „Durch Kooperationen mit Fachärzten können wir schnelle Termine für fast jedes Anliegen an allen Standorten organisieren. Wir helfen auch beim Ausfüllen von Formularen und unterstützen, wenn therapeutische Maßnahmen notwendig sind“, berichtet Kristina Knop vom BGM-Team. Die Beschäftigten wissen diesen Service zu schätzen. Das bestätigen regelmäßige Befragungen der Mitarbeitenden. Die Investition rechnet sich für das Unternehmen auch betriebswirtschaftlich. Ein Ziel ist die Reduzierung von Krankheitstagen. Zudem ist die AG eigenen Angaben zufolge weniger von Fluktuation betroffen als andere Betriebe im Bauhandwerk - beim aktuellen Fachkräftemangel ein großer Vorteil.


Besondere Unterstützung erfahren Beschäftigte, die nach langer und meist schwerwiegender Erkrankungen zurück ins Unternehmen kommen. Sollten die Belastungen ihres bisherigen Arbeitsplatzes die Genesung gefährden, suchen die unternehmenseigenen Gesundheitsmanagerinnen gemeinsam mit den Betroffenen und deren Führungskräften nach alternativen Einsatzmöglichkeiten im Betrieb. „Für uns ist aber auch Gesundheitsförderung eine wichtige Aufgabe, denn Erkrankungen zu verhindern ist immer besser als Krankheiten zu heilen“, ergänzt Christina Boyksen vom BGM-Team. „So bieten wir an allen Unternehmensstandorten spezielle Gesundheitstage und Workshops zu verschiedenen Präventionsthemen an – seit Corona fördern wir auch die Teilnahme an Gesundheitsseminaren, die online stattfinden.“


„Topfit im Handwerk“ geht in die nächste Runde


Auch in diesem Jahr suchen IKK classic und UHN e.V. wieder Niedersachsens fitte Handwerksbetriebe. „Mitmachen können alle Unternehmen im Handwerk mit Sitz in Niedersachsen“, erklärt der Regionalgeschäftsführer Markus Schrader. Interessierte Betriebe können sich bis Ende des Jahres ganz einfach online unter www.topfit-im-handwerk.de beteiligen.

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