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Stiftung und Gedenkstätte Bergen-Belsen stellen September-Programm vor


CELLE/BERGEN. Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und die Gedenkstätte Bergen-Belsen bieten im September diese Veranstaltungen an:

Buchvorstellung: „… und es wurde Licht!“ Jüdisch-arabisches Zusammenleben in Israel

13. September 2023, 19:00 - 21:00

Ort: Evangelisch-reformierte Kirche, Hannoversche Straße 61, Celle

Gute Nachrichten sind selten eine Meldung wert – auch nicht, wenn sie in diesen Tagen aus Israel kommen. Dabei gibt es sie, und sie sind nachzulesen in diesem Buch, das rechtzeitig zum 75. Jahrestag der Staatsgründung erscheint. Der israelische Journalist und Autor Igal Avidan berichtet, entgegen der üblichen Fernsehbilder, aus einer bewegten Gesellschaft, in der Juden und Araber längst ein Zusammenleben gefunden haben, das den Vorstellungen von ewigem Hass (von Politikern auf beiden Seiten gern geschürt) nicht entspricht. Eine friedliche und zugleich brüchige Co-Existenz auf dem Vulkan – davon erfährt man in diesen Reportagen aus dem Alltagsleben in Israel. Gegenseitige Pogrome sind zwar an der Tagesordnung, gegenseitige Hilfe, Solidarität, Nachbar- und Freundschaft aber auch. Dieses Buch zeigt, dass die israelische Gesellschaft – allen Rückschlägen zum Trotz – dabei ist, zusammenzuwachsen.

Über den Autor

Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik, in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender. 2017 erschien sein Buch „Mod Helmy. Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ (dtv).

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. statt.

Filmvorführung: Jeder schreibt für sich allein – Schriftsteller im Nationalsozialismus

14. September 2023, 19:00 - 21:45

Ort: Kino achteinhalb, Hannoversche Straße 30F, 29221 Celle

Eintritt: 7,50 Euro

Konnte man sich als guter, gar überragender Schriftsteller mit dem nationalsozialistischen Regime arrangieren? Was hielt Autoren wie Erich Kästner oder Hans Fallada davon ab, nach der Machtübernahme Hitlers zu emigrieren? Welche Haltung entwickelten sie dem Nationalsozialismus gegenüber in ihrem Schreiben, Denken und Empfinden? Wie steht ihr Verhalten im Kontrast und Konflikt mit bekannten Exilautoren wie Klaus und Thomas Mann? Wie ist es möglich, dass gestandene Geistesgrößen sich nicht unmittelbar distanzierten, sondern vielleicht sogar mit dem Regime sympathisierten, dem Ruf und der Ästhetik einer „deutschen Kunst“ folgten oder einfach wegschauten?

Angeregt von Anatol Regniers gleichnamigen Buch, unternimmt der Filmemacher Dominik Graf mit „Jeder schreibt für sich allein“ den Versuch, sich einigen der zwischen 1933 und 1945 in Deutschland gebliebenen Schriftstellern und Schriftstellerinnen zu nähern. Gottfried Benn, Erich Kästner, Jochen Klepper, Hans Fallada, Hanns Johst, Ina Seidel oder Will Vesper: Mit leidenschaftlicher Neugier führt uns Anatol Regnier wie ein Forschungsreisender in die verschiedenen Biographien, besucht die für Leben und Wirken der Porträtierten bedeutsamen Orte, taucht ein in die Schriften und Archive.

Anhand von Gesprächen mit dem Autor und Kunsthistoriker Florian Illies, der Kunstkritikerin und -historikerin Julia Voss, der Journalistin und Schriftstellerin Gabriele von Arnim, dem Lyriker und Essayisten Albert von Schirnding, dem Historiker und Publizisten Christoph Stölzl und dem Filmproduzenten Günter Rohrbach diskutiert der Film das komplexe Verhältnis zwischen Kunst, Leben und politischem Handeln, Anpassung und Parteinahme, Autonomie und Komplizenschaft bis in die Gegenwart hinein.

„Jeder schreibt für sich allein“ ist ein faszinierender Filmessay, eine Spurensuche mit ungewissem Ausgang. Welche inneren und äußeren Widersprüche provozierte das Leben und Arbeiten unter dem Regime? Wie ging die kommende Generation mit den Taten und Positionierungen der Vorbilder und Väter um? Was lehrt uns das über die Gegenwart, die womöglich wieder an einer Zeitenwende angekommen ist? Und, vor allem: Wie sicher kann ein Mensch sich seiner selbst sein?

Ausführlichere Informationen finden Sie auf der Kino-Website. In Kooperation mit achteinhalb - Kino und Kultur e.V.

Workshop: Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

22. September 2023, 10:00 - 16:30

Ort: Stadtteilzentrum Stöcken, Eichsfelder Straße 101, 30419 Hannover

Vorurteile, diskriminierende und menschenverachtende Sprüche – kurz Stammtischparolen – begegnen uns öfter, als uns lieb ist. Meist erwischen sie uns unerwartet, z. B. an der Bushaltestelle, in der Kneipe, auf dem Schulhof, bei der Arbeit, in Vereinen oder auf der Familienfeier. Wir wollen einschreiten, doch bevor wir reagieren können, ist die Situation auch schon vorüber. Das Training „Argumentieren gegen Stammtischparolen“ soll helfen, in solchen Situationen besser zu bestehen und dazu ermutigen, für Vielfalt, Toleranz und eine demokratische Kultur im Umgang miteinander einzutreten. Mit Unterstützung von Daniel Tonn, zertifizierter Trainer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, erarbeiten sich die ca. 15 Teilnehmenden Wissen über Vorurteile, Stammtischparolen und dahinterliegende Mechanismen. Ein Austausch über Hürden, Ängste und Erwartungen leitet über zur gemeinsamen Erarbeitung von Techniken und Strategien, um schlagfertig Parolen zu kontern. Im Mittelpunkt steht die praktische Erprobung und Übung der erlernten Argumentationsstrategien in Rollenspielsituationen. Das Training orientiert sich auch an der gemeinsam von den Landeszentralen für politische Bildung Niedersachsen und Sachsen-Anhalt mit Kooperationspartner_innen entwickelten App „KonterBUNT-Einschreiten für Demokratie“, mit der Interessierte auf dem Smartphone oder Tablet Reaktionsmöglichkeiten ausprobieren können. Informationen zur App gibt es auf der Website.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Ihre verbindliche Anmeldung mit Angabe von Titel und Datum der Veranstaltung, Ihrem Namen, Anschrift und Telefonnummer sowie ggf. der Institution, für die Sie tätig sind, senden Sie bitte bis 17. September 2023 per Mail an bildung.bergen-belsen@stiftung-ng.de.

Buchvorstellung: Was bedeutet Gedenken?

26. September 2023, 17:00 - 19:00

Ort: Gottfried Wilhelm Leibniz-Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek, Waterloostraße 8, 30169 Hannover

Öffentliches Gedenken, das sich den Verfolgten des NS-Regimes widmet, ist im Wandel begriffen. Nach 1945 dominerte lange Zeit die Formensprache des nationalen Totenkults. Seit Ende des 20. Jahrhunderts ist eine Pluralisierung der Narrative, verbunden mit neuen Formen öffentlichen Gedenkens, zu beobachten. „Memory activism“, identitätspolitische Vergangenheitsbezüge wie auch die Digitalisierung stellen die Praxis öffentlichen Gedenkens vor neue Herausforderungen. In dem von Insa Eschebach herausgegebenen Band „Was bedeutet Gedenken? Kommemorative Praxis nach 1945“ werden die Traditionen, Funktionen und Bedeutungen kommemorativer Praktiken thematisiert. Diskutiert werden nicht zuletzt aktuelle Konfliktkonstellationen, die sich aus Erinnerungskonkurrenzen verschiedener nationaler, sozialer und politischer Gruppen ergeben.

Die Herausgeberin Dr. Insa Eschebach, Freie Universität Berlin, Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Dr. Thomas Rahe, ehemaliger stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen, stellen den Band vor.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz-Bibliothek - Niedersächsische Landesbibliothek statt. Der Eintritt ist frei.

Buchvorstellung: Holocaust als transgenerationales Trauma - Ein Gespräch mit Anita und Maya Lasker-Wallfisch

30. September 2023, 17:00 - 19:30

Ort: Gedenkstätte Bergen-Belsen, Filmraum

Maya Lasker-Walfischs besonderes Anliegen ist die Arbeit mit Menschen, deren Leben vom Holocaust oder anderen Vertreibungstraumata beeinträchtigt wurde. Sie ist psychoanalytische Psychotherapeutin und die Tochter der Holocaust-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch, die die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen überlebt hat. In ihren Memoiren „Briefe nach Breslau“ und „Ich schreib euch aus Berlin“ bietet Maya einen einzigartigen Einblick in die Auswirkungen des Holocaust auf drei Generationen ihrer Familie.

Die Veranstaltung ist in zwei Teile gegliedert: im ersten Teil gibt Maya eine Einführung in die Themen ihrer beiden Bücher und beantwortet Fragen aus dem Publikum dazu. Im zweiten Teil wird ihre Mutter Anita Lasker-Wallfisch per Zoom dazukommen und es wird ein moderiertes Mutter-und-Tochter-Gespräch geben.

Moderation: Marc Ellinghaus (Gedenkstätte Bergen-Belsen, Abteilung Bildung und Begegnung)

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Anzahl an Plätzen bitten wir um vorherige Anmeldung per Mail an event.bergen-belsen@stiftung-ng.de bis zum 28. September 2023.

Alle Details zu diesen Veranstaltungen finden Sie auch auf: https://www.stiftung-ng.de/de/aktuell/veranstaltungen/


Foto: Oliver Knoblich


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