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Stadt Bergen irritiert über Anfrage der Deutschen Bahn



BERGEN. Das Schreiben der DB, das in der letzten Woche in der Presse kursierte, ist auch bei der Stadt Bergen eingegangen. Darin bekennt sich die DB klar zum Trassenneubau, obwohl ihr nach wie vor noch kein politischer Auftrag für diese Planung vorliegt. Wie die Stadt Celle ist auch die Stadt Bergen aufgefordert worden, Stellung zu einer langen Liste an Kreuzungspunkten und Wirtschaftswegen zu beziehen.


Auffällig ist dabei, dass die Bahn einen Teil der Wirtschaftswege gar nicht aufführt. „Uns ist nicht klar, ob diese Wege dann keine Überquerung bekommen oder ob sie einfach nur vergessen wurden“, sagt Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller. „Selbst wenn der Weg in der Bahnliste auftaucht, heißt das noch nicht, dass die Bahn hier automatisch eine Kreuzung oder Querung plant.“


„Die Kreuzung entfällt, da der unbefestigte Weg bahnlinks im Feld endet, vorwiegend der landwirtschaftlichen Nutzung der angrenzenden Felder dient und dadurch keine hohen Verkehrszahlen zu erwarten sind“, heißt es lapidar bei einer Reihe der Kommentare zu den Kreuzungspunkten. Ob damit Flächen für eine landwirtschaftliche Nutzung nicht mehr in Frage kommen und Landwirten die Lebensgrundlage entzogen wird, scheint die Bahn nicht zu interessieren.


Allerdings scheint die Bahn selbst nicht genau zu wissen, wo diese neue Trasse eigentlich entlang führen soll. Die Stadt Bergen wurde aufgefordert, Kreuzungspunkte zu prüfen, die eindeutig auf der Westumfahrung von Bergen – also der Strecke über Belsen – liegen. Laut Information der Bahn favorisiert sie aber nun wieder die Ostumfahrung – also eine Streckenführung zwischen Bergen und Wohlde.


„Es stellt sich uns langsam die Frage, ob die Bahn absichtlich eine Strategie der größtmöglichen Verwirrung verfolgt, oder aber selbst nicht weiß, was sie tut“, wundert sich Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller. „Sollten strategische Überlegungen nicht der Grund für das Vorgehen sein, dann muss ich von einer beachtlichen Inkompetenz oder großer Ignoranz auf Seiten der Planer ausgehen.“ Bis wann die Bahn die Stellungnahme erwartet ist ebenfalls unklar – eine Frist ist nicht angegeben. „Ich möchte noch einmal betonen, dass wir uns nicht in einem rechtsverbindlichen Verfahren befinden“, so Dettmar-Müller. „Bevor wir uns als Träger öffentlicher Belange zu konkreten Projektinhalten äußern, muss es erst einmal ein offizielles Planungsverfahren geben – und dafür benötigt die Deutsche Bahn den Planungsauftrag vom Bund, der nach wie vor nicht vorliegt.“


Auch das scheinbar großzügige Angebot der Bahn, einen Bahnhof in Bergen zu errichten und den Standort regulär in den Regionalverkehr zu inkludieren, stößt auf größte Skepsis. „In der Visualisierung ist ein sechsgleisiger Bahnhof zu sehen. Bei größeren infrastrukturellen Baumaßnahmen wie einem Bahnhof müssen Land und Stadt Bergen die Baukosten kofinanzieren“, so Dettmar-Müller, „Wie eine kleine Kommune wie wir eine derartige Finanzaufgabe stemmen soll, konnte mir noch niemand erklären.“

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