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Sonderpräsentation wertvoller Objekte des Fürstentums Lüneburg




CELLE. Seit heute zeigen #Residenzmuseum und #Bomann-Museum ausgewählte Objekte, die im Laufe von über 100 Jahren von der Landschaft des vormaligen #Fürstentums Lüneburg gefördert wurden. Unter dem Titel „Eine förderliche Verbindung“ werde die langjährige Zusammenarbeit von Museum und historischer #Landschaft gewürdigt.


Die Celler Museen und die historische Landschaft des vormaligen Fürstentums Lüneburg stünden seit Langem in „förderlicher Verbindung“ miteinander. Bereits seit 1938 sei die Landschaft einer der vier Gesellschafter der Gesellschaft zur Unterhaltung des Bomann-Museums. Seit 2005 umfasse diese auch das Residenzmuseum im Celler Schloss. Auch über die Trägerschaft hinaus habe die historische Landschaft beide Museen immer wieder bei Ankäufen unterstützt, Objekte erworben und als Leihgaben zur Verfügung gestellt sowie bedeutende Museums- und Ausstellungsprojekte gefördert.


In der Sonderpräsentation „Eine förderliche Verbindung“ werde diese Zusammenarbeit gewürdigt: Besondere Objekte, die daraus hervorgegangen seien, würden über Residenzmuseum und Bomann-Museum verteilt ausgestellt. Einige von Ihnen seien unverzichtbarer Teil der verschiedenen Dauerausstellungen und für den Zeitraum der Präsentation neu gekennzeichnet. Andere Objekte, wie etwa ein kostbarer Adelsbrief mit seiner ungewöhnlich anmutenden Aufbewahrungskapsel, würden eigens für diese Sonderpräsentation und für begrenzte Zeit öffentlich zugänglich gemacht.

Ein begleitender Katalog zeige die Bandbreite der geförderten Objekte und lade zur Spurensuche durch die Museen ein.


Hintergrund:


Was sind historische Landschaften und warum sind sie so besonders?


Bereits im Mittelalter bildeten sich Machtgruppen heraus, die dem Landesherrn gegenüberstanden und ohne deren Mitwirkung Landesherrschaft nicht möglich gewesen wäre: die Landstände (Adel, Klerus und die Städte) bzw. deren Zusammenschluss als „Landschaft“. Heute existieren diese Landschaften allein noch in Niedersachsen – und das ist europaweit einmalig. Die Landschaft des vormaligenFürstentums Lüneburg ist eine der insgesamt sechs historischen Landschaften im ehemaligen Kurfürstentum Hannover. Sie setzt sich heute zusammen aus den ritterschaftlichen Gutsbesitzern und den Städten.


Heute sind diese Landschaften nicht mehr im politischen Sinne tätig, sondern als Körperschaften des öffentlichen Rechts dem Gemeinwohlverpflichtet. Sie sehen ihre Aufgabe in der Kultur- und Heimatpflege ihrer Region. Sie fördern kulturelle oder soziale Projekte in ihrer Region und sind, wie im Beispiel unserer Landschaft, auch in der Trägerschaft von Museen wirksam.


Die Landschaften sind zugleich Träger der hannoverschen Brandkasse, aus der die heutige VGH-Versicherungsgruppe hervorgegangen ist.



Das Residenzmuseum im Celler Schloss zeigt seit 2021 eine Dauerausstellung zur Geschichte der historischen Landschaften und macht an ihrem Beispiel deutlich, dass sie eine wichtige Rolle in der Herausbildung der parlamentarischen Mitbestimmung hatten. Die Ausstellung bildet damit zugleich einen bedeutende n Lernort zur Entwicklung von Demokratie und gesellschaftlicher Teilhabe.


Fotos: Peter Müller


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