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Regionale Konjunktur: Pessimismus schwindet, Belastungen bleiben


Grafik: IHKLW



HANNOVER. Die Stimmung der regionalen Wirtschaft in Nordostniedersachsen hat sich im ersten Quartal 2023 weiter stabilisiert. Das zeigt der Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW). Der Konjunkturklimaindikator, der sowohl die derzeitige Geschäftslage der Unternehmen als auch ihre Geschäftserwartungen abbildet, ist im Vergleich zum Vorquartal um acht Punkte auf 87 Punkte gestiegen. Jedoch liegt der Indikator weiterhin deutlich unter den 93 Punkten des fünfjährigen Durchschnitts, der stark durch Corona-Krise und Krieg in der Ukraine geprägt ist.


„In Sachen Krisenbewältigung ist noch längst keine Entwarnung angesagt“, kommentiert der stellvertretende IHKLW-Hauptgeschäftsführer Michael Wilkens. „Die auf allen Ebenen stark gestiegenen Kosten – nicht nur für Energie und Rohstoffe, sondern auch für Vorprodukte, Dienstleistungen, Transporte oder Personal – stellen die Unternehmen in Nordostniedersachsen weiterhin vor große Herausforderungen. Die Sorge vor anhaltenden Preisspiralen ist deutlich spürbar und schmälert die geschäftlichen Perspektiven. Da die schlimmsten Befürchtungen – etwa ein winterlicher Energienotstand – ausgeblieben sind, blicken die Betriebe im Vergleich zum Vorquartal aber nicht mehr ganz so pessimistisch in die Zukunft.“


Bis auf Großhandel und Industrie konnten alle befragten Wirtschaftszweige zum Indikatoranstieg beitragen. Ganz vorn positioniert sich die Dienstleistungswirtschaft mit einem Konjunkturklimaindikator von 120 – achtzehn Punkte mehr als im Vorquartal. Es folgt der Einzelhandel mit einem Indikatorstand von 93, einem Plus von 32 Punkten. Der Großhandel kommt auf einen Konjunkturklimaindikator von 70 und muss als einziger Wirtschaftszweig einen geringfügigen Verlust von drei Indikatorpunkten verkraften. Der Indikatorwert der Industrie verharrt bei 82 Punkten und bleibt gegenüber dem Vorquartal unverändert.


Ähnlich wie im Vorquartal zeigt sich die überwiegende Mehrheit der Betriebe mit ihrem derzeitigen Geschäftsverlauf zufrieden. So bezeichnen 20 Prozent ihre Geschäftslage als gut und 62 Prozent sehen sie als befriedigend an. 18 Prozent beurteilen ihre momentane Situation als schlecht. Mit Blick auf die Geschäftsentwicklung rechnen 41 Prozent der befragten Unternehmen mit Einbußen. Jedoch ist der Anteil der Betriebe, die meinen, ihr Geschäftsniveau halten zu können, mittlerweile auf 43 Prozent angewachsen. Und an eine Aufhellung ihrer Geschäftstätigkeit glauben inzwischen wieder 16 Prozent der Unternehmen. Die negativen Vorhersagen überwiegen damit immer noch deutlich und liegen weiterhin unter dem Wert vor Kriegsbeginn.


„Die Belastungen für unsere Wirtschaft bleiben enorm. Allein die Energiepreise sehen zwei Drittel der befragten Unternehmen als ein erhebliches Risiko für ihre Geschäftsentwicklung an . Hier muss dringend Entlastung geschaffen werden, zumal ausländische Wettbewerber keine derartige Preisentwicklung zu schultern haben. Als ersten wichtigen Schritt schlagen wir deshalb vor, jetzt die Stromsteuer zu senken. Deutschland muss ein wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort bleiben“, betont Wilkens.


Für die Konjunkturumfrage Nordostniedersachsen haben im März und April 168 Betriebe aus den Landkreisen Harburg, Heidekreis, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Celle ihre aktuelle und künftige Wirtschaftslage eingeschätzt. Zusätzlich bieten die IHKLW und die IHK Braunschweig einen Konjunkturbericht für den Wirtschaftsraum Braunschweig-Wolfsburg an. Beide Berichte mit weiteren Daten, Grafiken und Erläuterungen sind zu finden unter www.ihk.de/ihklw/konjunktur.

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