„Radverkehrt“ gestartet: Celler Gruppe LiST will Mängel besser erfassen als die Stadt
- Stefan Kübler
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CELLE. Es läuft nicht alles rund auf den Radwegen unserer Stadt. Das zumindest findet die Celler Gruppe „Land in Sicht - Transition“ (LiST) und möchte das mit einer eigenen Online-Plattform ändern. Passend zum Weltfahrradtag am 3. Juni hat die nach ihren Angaben öko-anarchistische Gruppe das Melde-System „Radverkehrt“ gestartet, über das Celler Radfahrende Mängel melden können, die ihnen auffallen. Auf diese Weise kann „schnell und einfach gemeldet werden, was verkehrt läuft“, sagt Gruppensprecherin Cornelia Döllermann-Nölting.
Mängel auf Celler Radwegen online markieren und melden
Das Melde-System „Radverkehrt“ ist so ähnlich aufgebaut wie das der Stadt Celle. Nutzende können auf einer Karte den Ort markieren, an dem ihnen ein Mangel aufgefallen ist, sowie eine Rubrik auswählen und eine kurze Beschreibung hinzufügen. Ein Foto kann hochgeladen werden, das ist aber keine Pflicht. Auf die Erhebung von Kontaktdaten werde aus Datenschutzgründen verzichtet, heißt es auf der Internetseite. Als Beispiel für einen Mangel nennt LiST die Engstelle auf dem Fahrradweg an der Biermannstraße (siehe Foto).
„Wir können Transparenz schaffen.“
Doch warum braucht es diese Seite, wo es doch schon das Mängel-Erfassungssystem „Schreib's uns einfach“ der Stadt Celle gibt? Aus Sicht der LiST-Gruppe ist das städtische System nicht transparent genug. Meldungen würden dort immer wieder aus der Übersicht verschwinden, obwohl sie nicht zufriedenstellend bearbeitet worden seien. „Wir können nicht versprechen, dass das durch unsere Seite besser wird“, heißt es bei LiST, „aber wir können Transparenz schaffen und werden auch die unerledigt oder aus Radfahrendensicht unzureichend gelösten Mängel auf unserer Seite lassen.“
Aktion in Lüneburg als Vorbild
Mit der Stadt zusammenarbeiten möchte die Gruppe dennoch. „Wir werden die auf unserem Portal gemeldeten Schwachstellen regelmäßig an den Fahrrad-Beauftragten der Stadt Celle weiterleiten“, so Cornelia Döllermann-Nölting. Vorbild für „Radverkehrt“ sei eine ähnliche Aktion in Lüneburg. Dort seien in kurzer Zeit 492 Einträge gesammelt und anschließend eine wissenschaftlich begleitete Radverkehrsförderung initiiert worden.














