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Rönitz schließt




CELLE. Die Regale sind fast leer - heute schließt Feinbäcker "Rönitz" am Großen Plan in Celle. Nach 122 Jahren ist für immer Schluss. Der "Broterfinder" Thomas Pitrowski-Rönitz, dessen Produkte auch das Hotel Adlon in Berlin schätzte, verlässt Celle gemeinsam mit seiner Frau Gabriela in jene Bundeshauptstadt.


Am 1. April im Jahr 1900 eröffnete Christian Rönitz am Großen Plan in Celle die Bäckerei. Bis heute wurde Betrieb in der vierten Generation geführt. Nachfolger wurde Sohn Wilhelm im Jahr 1945. Im Jahr 1959 heiratete Christa Rönitz den jungen Bäckermeister Bruno Pitrowski. Gemeinsam führten Sie die Bäckerei mehr als 30 Jahre lang. Seit 1992 führen Gabriela und Thomas Pitrowski-Rönitz gemeinsam die Bäckerei.


1999 zeichnete "Der Feinschmecker" Rönitz als erste Bäckerei deutschlandweit überhaupt aus. Jährlich erhielt er eine "Urkundenerneuerung" und zählte zu den besten Bäckern Deutschlands.


"Es gab seitdem bessere, sowie schlechtere Zeiten, aber gemeinsam konnten wir diese bisher immer meistern", schrieben sie während der Lockdowns in ihrem Facebook-Kanal.


Aber die aktuelle Krise ist "eine zu viel", die es ihnen einfacher macht, die schon länger gereifte Entscheidung nun in die Tat umzusetzen. Eine fünfte Generation wird es nicht geben und damit wird Celles Altstadt, nach "Warg", "Börnhoft" oder "Ludwig Haupt", um ein weiteres Traditionshaus ärmer - aber vielleicht um ein Backbuch reicher: Eines Tages könne sich Rönitz eine Sammlung seiner Rezepte, zugeschnitten für den Hausgebrauch, vorstellen - bei so vielen Anfragen nach seinen Rezepten, u.a. zum legendären "Pane Italiano", könnte das ein Renner werden. Aber erst einmal ist Ruhestand angesagt.


Fotos: Peter Müller




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