„Projekt Schilderwald“ gestartet: Stadt Celle setzt auf Hinweise aus Bevölkerung
- Stefan Kübler
- vor 2 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

CELLE. Wem in Celle schonmal ein unsinniges Verkehrsschild aufgefallen ist, kann dies jetzt melden. Die Stadtverwaltung möchte den Schilderwald in Celle ausdünnen und lädt alle Einwohnerinnen und Einwohner zum Mitmachen ein. Ab sofort ist das Meldeportal für das „Projekt Schilderwald“ freigeschaltet, auf dem alle Cellerinnen und Celle unklare oder überflüssige Verkehrsschilder eintragen können. Diese Sammlung möchte die Stadtverwaltung anschließend überprüfen und die Schilder gegebenenfalls entfernen oder reduzieren.
„Wir wollen den Schilderwald jetzt angehen.“
„Wir gehen unter in Formalien und Bürokratie in diesem Land“, sagte Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge bei der Präsentation des Projektes. „An manchen Stellen geht es nicht anders, aber viel zu oft sind die Schilder nicht nur nicht schön, sondern auch verwirrend. Wir wollen den Schilderwald jetzt angehen.“
Online-Meldeportal für verwirrende Verkehrsschilder in Celle
Auf dem Meldeportal gegen den Schilderwald in Celle können alle einen oder mehrere Orte mit aus ihrer Sicht unklaren Verkehrsschildern eintragen. Auf einer Karte kann die genaue Position der fraglichen Beschilderung markiert werden. Wer möchte, kann ein passendes Foto zur Veranschaulichung hochladen. Ein kurzer Text zur Erläuterung des gemeldeten Schildes ist Pflicht, ebenso Name und E-Mail-Adresse. Mit einem Klick landet der Eintrag bei der Stadt und wird bearbeitet. „Dieses Projekt soll nicht nur der Verschönerung der Stadt dienen, sondern auch Kosten reduzieren“, sagte Markus Wiese, städtischer Leiter für Sonderprojekte.

Mitmach-Projekt soll Akzeptanz erhöhen
Bei der Ermittlung von überflüssigen Verkehrsschildern verlässt sich die Stadt nicht nur auf die Bürgerinnen und Bürger. Man habe auch die Einschätzungen von Taxifahrern und Fahrlehrern eingeholt, hieß es. Außerdem würden die städtischen Mitarbeitenden auch selbst verstärkt Ausschau nach entsprechenden Schildern halten. „Oft handelt es sich nur um Kleinigkeiten, doch die tragen dann zur Klarheit bei“, so Markus Wiese weiter. „Insgesamt erhoffen wir uns durch das Projekt eine bessere Akzeptanz der Verkehrsbeschilderung.“
Stadtteile im Norden haben Priorität
In den kommenden Monaten sollen die ersten Meldungen der Bürgerinnen und Bürger ausgewertet werden. Als Schwerpunkte würden zunächst Ortsteile im Nordbereich der Stadt wie Hustedt, Scheuen, Alvern und Garßen betrachtet. Alle weiteren Stadtteile sollen nach und nach folgen. Die Stadt rechnet mit zwei bis drei Jahren, bis sie einmal durch ist.














