Pistorius übergibt Einsatzfahrzeuge für den Katastrophenschutz


Fotos: Peter Müller


CELLE. Der Niedersächsische Innenminister Boris Pistorius, hat heute im Rahmen eines Besuchs des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) in Scheuen 18 Einsatzfahrzeuge im Gesamtwert von mehr als 2,8 Mio. € für den Katastrophenschutz Niedersachsen übergeben bzw. in den Dienst gestellt. Die Fahrzeuge seien Teil einer entsprechenden Notfallvorbereitung auf einen möglichen nuklearen Unglücksfall. Außerdem bedankte sich Pistorius bei den Einsatzkräften für ihre Bereitschaft, die Löscharbeiten der vergangenen Monate in ganz Deutschland und auch im europäischen Ausland zu unterstützen.


Minister Pistorius: „Für diese und auch andere ähnlich gelagerte Einsätze brauchen die Feuerwehren und Hilfsorganisationen robustes und modernes Gerät. Darum freue ich mich, dass ich heute zu diesen Zwecken Fahrzeuge für mehr als 2,8 Mio. Euro übergeben kann. Wir werden zukünftig deutlich mehr Mittel für den Brand- und Katastrophenschutz in Niedersachsen benötigen. Ich halte zukünftig – zusätzlich zu den bereits bestehenden Ansätzen – weitere Mittel in Höhe von mindestens 20 Mio. € im Haushalt des Innenministeriums für notwendig. Diese Mittel müssen Investitionskosten und laufende Kosten abbilden. Außerdem brauchen wir schlichtweg mehr Personal – auch das wird viel Geld kosten. Wir werden auch weiterhin alles dafür tun, um die Leistungsfähigkeit der niedersächsischen Feuerwehren und Hilfsorganisationen weiter auszubauen. Niedersächsische Einsatzkräfte und vor allem auch ehrenamtliche Helfende und Feuerwehrleute sind immer bereit, sofort zu helfen – das hat auch dieser außergewöhnliche Sommer mit vielen Einsätzen, insbesondere außerhalb Niedersachsens, belegt.


Unsere Feuerwehrfrauen und -männer waren in Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und im europäischen Ausland an den erfolgreichen Löscharbeiten beteiligt. Diesen Einsatzkräften gilt unser Dank! In Frankreich kamen zudem auch zwei der für Niedersachsen neu konzipierten und erst vor kurzem in den Dienst gestellten Löschfahrzeuge CCFM 3000 zum Einsatz.“


In den Gefahrenregionen werden diese Einsatzfahrzeuge auf örtlicher Ebene vor allem bei der sicheren Verlastung und dem Transport für Material der Notfallstationen zum Einsatz kommen. Diese Notfallstationen dienen im Rahmen eines bundesweit abgestimmten Einsatzkonzeptes als Anlaufpunkt der Bevölkerung bei einem kerntechnischen Unfall. Sie ermöglichen insbesondere die Nachweisführung, ob es zu einer radioaktiven Kontamination gekommen ist bzw. wie hoch diese ist sowie der Dekontamination, also der Entfernung strahlender Partikel und Anhaftungen. Das dafür erforderliche Material wurde den Kommunen vom Land bereits zur Verfügung gestellt. Die neuen Transportkomponenten sind u. a. für Einsätze in unwegsamem Gelände und bei zerstörter Straßeninfrastruktur geeignet. Die personelle Besetzung der Einheiten erfolgt sowohl mit hauptamtlichem Personal des NLBK als auch mit Personal von Hilfsorganisationen und Feuerwehr.


„An dieser Stelle darf ich mich bei Ihnen bedanken, dass Sie Teil des Bevölkerungsschutzes bei diesem ganz besonderen Einsatzszenario sind! Unsere Konzepte zur Neuausrichtung des Katastrophenschutzesmit dem Aufbau zentraler Landeseinheiten, Ergänzung der kommunalen Ausstattung und Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in den Feuerwehren und Hilfsorganisationen sind zielführend und schließen Lücken in unserem System“, so Pistorius abschließend.




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