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Neuer Look, alter Spirit: Celler Kultkneipe Morlock kehrt nach Sanierung zurück


Kultkneipe Morlock in der Celler Bahnhofsstraße
Ganz ohne "Geraffel": Das Morlock in der Bahnhofsstraße macht sich schick für die Wiedereröffnung am 13. März. (Foto: Sheenara Wiebke)

CELLE. Fast ein Jahr nach dem Brand im Morlock steht nun der Termin für die Wiedereröffnung fest: Am Freitag, 13. März, öffnet die Kultkneipe in der Bahnhofsstraße endlich ihre Türen. Nach der Sanierung wirkt der sonst so kiezige Laden ungewohnt geschniegelt. Das „Geraffel“ fehle noch, wie Schatzmeister Christian Zemke den Krimskrams und die Aufkleber nennt, die die Kneipe vor dem Brand schmückten. Vorstandsmitglied Johannes Opitz ist dennoch überzeugt: „Der Geist vom Morlock ist derselbe wie zuvor – auch wenn es jetzt anders aussieht.“


Wiedereröffnung war lange ungewiss


Bis hierhin war es jedoch ein langer Weg für die vereinsgeführte Kneipe. "Wir hatten Phasen, da wussten wir nicht, ob es weitergeht", berichtet Johannes Opitz. Durch die starke Rauchentwicklung musste vieles entsorgt werden. Zeitweise war zudem fraglich, ob die Räume überhaupt wieder ohne gesundheitliche Bedenken für Kneipenbetrieb und Veranstaltungen genutzt werden können. Nach der Reinigung durch eine Spezialfirma gab ein Gutachter zuletzt jedoch grünes Licht.


„Der Geist vom Morlock ist derselbe wie zuvor – auch wenn es jetzt anders aussieht.“

Zwischenzeitlich war die Wiedereröffnung bereits für Weihnachten 2025 vorgesehen. Doch wie es bei ehrenamtlicher Arbeit oft sei, ließen sich Zeitpläne nicht immer einhalten, berichtet der Vorstand. Viele Arbeiten übernahmen die Vereinsmitglieder selbst – neben Beruf und Alltag. „Ich war so gut wie jeden freien Tag im letzten Jahr hier“, erinnert sich Johannes Opitz.


Vorstand Morlock
Von links nach rechts: Werner Schmitz (Vorstandsmitglied), Christian Zemke (Schatzmeister) und Johannes Opitz (Vorstandsmitglied)

Frischer Look trifft alte Tradition


Umso größer ist die Freude bei den „Morlockern“, wie sie sich augenzwinkernd selbst nennen, nun wieder am "neuen alten" Tresen zu stehen. Das Original war zwar nicht mehr zu retten, doch der Nachbau orientiert sich eng am früheren Modell: Ein Vereinsmitglied hatte die alte Platte abmontiert und sie als Schablone für die Neue genutzt. So bleibt zumindest das vertraute Maß erhalten. Die Verkleidung des Tresens präsentiert sich allerdings im frischen Look – gefertigt vom Celler Musiker Moritz „Mutz“ Hempel.


„CDs wegschmeißen ist wie Bücher wegwerfen – so etwas macht man einfach nicht."

Hingegen gänzlich original geblieben ist die beachtliche CD-Sammlung am DJ-Pult. Zwischen 600 und 800 Tonträger umfasst sie – alle nach dem Feuer von Hand gereinigt, in neue Hüllen verpackt und händisch beschriftet. Denn wie Christian Zemke erklärt: „CDs wegschmeißen ist wie Bücher wegwerfen – so etwas macht man einfach nicht."


Und weil zum Morlock eben auch die Livemusik gehört, treten bereits eine Woche nach der Wiedereröffnung, am Samstag, 21. März, die „Alde Härn“ in der kleinen Kiezkneipe auf. Auch bei der Lokalrunde am 28. März ist sie dabei: Stereopaul und DJ S.W.O. legen auf. Außerdem steht in diesem Jahr das zehnjährige Jubiläum an. Konkrete Pläne verrät der Vorstand noch nicht, doch: „Es gibt da schon Ideen.“



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