Nach Klage: BI Umwelt Wathlingen erzielt Erfolg vor Verwaltungsgericht
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- 9. Apr.
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WATHLINGEN. Im Sommer letzten Jahres hatten wir eine rege Bautätigkeit am Schacht in Wathlingen festgestellt. Recherchen haben dann ergeben, dass K+S vom LBEG eine Genehmigung erhalten hatte, eine Lkw-Entladeanlage für die Entsorgung fremder Salzwässer zu bauen, um das Bergwerk weiter zu fluten. Die Öffentlichkeit ist darüber nur äußerst spärlich informiert worden.
Im August 2025 haben wir aus folgenden Gründen Klage gegen das Vorhaben beim Verwaltungsgericht Lüneburg erhoben:
• Wegen fehlender Genehmigung des Betriebs in Form der Einleitung fremder
Salzwässer
• Aufgrund erheblicher Gefahren durch die Flutung, hier die Rüstungsaltlasten
• Wegen des drohenden Lkw - Verkehrs
• Zum Schutz einer benachbarten - mit dem Planfeststellungsbeschluss
Haldenabdeckung festgesetzten - Artenschutz-Ausgleichsfläche vor Störungen
• Um zu verhindern, dass die Möglichkeit eines Haldenversatzes in das Bergwerk
vereitelt wird
Nachdem das LBEG im Interesse von K+S die sofortige Vollziehung der Genehmigung angeordnet hatte, sind wir auch dagegen vorgegangen.
Im Ergebnis
• ist die Zufahrt zur Entladeanlage - von der Artenschutz-Ausgleichsfläche weg -
nach Süden verlegt worden
• haben LBEG und K+S einsehen müssen, dass eine Genehmigung für die Flutung
mit Salzwässern anderer Standorte noch gar nicht vorliegt und
• hat das LBEG kürzlich die Anordnung der sofortigen Vollziehung wieder
zurückgenommen.
Während Befürworter der Haldenabdeckung - viele Jahre verspätet und noch dazu nur - über fragwürdige Transportmöglichkeiten durch das Nienhäger Naturschutzgebiet „Brand“ nachdenken, hat die BI Umwelt die Menschen in Wathlingen und den umliegenden Orten durch ihren Einsatz und mit mehreren Klagen jetzt schon rund 8 Jahre (!) lang vor massivem Lkw – Transportverkehr zur Haldendeponie und nun auch zu der Entladeanlage bewahrt. Nicht nur davor – auch vor Belastungen mit Staub und Lärm vom Abdeckungsbetrieb selbst.
Damit das so bleibt, werden wir wachsam bleiben und weiterhin konsequent gerichtlich gegen die Haldendeponie und die Entsorgung fremder Salzwässer in Wathlingen vorgehen.
Wer den ganzen Verkehr durch die Dörfer verhindern will, der muss die Haldenabdeckung - mit fremdem Abfall - verhindern, die Flutung - mit fremden Salzwässern - aufhalten und dafür kämpfen, dass die Halde in das Bergwerk zurückversetzt wird.
Damit wären auch unser Grundwasser und unsere Immobilien geschützt! Im Grunde ganz einfach. Wir schützen Wathlingen
Text: BI – Holger Müller














