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"Mein Weihnachtskater" - Das Wort zum (Weihnachts)montag, Folge 144



Ich musste heute Mittag mal an die frische Luft. Ich bin ziemlich verkatert, obwohl ich am Heiligen Abend nur einen Sekt und ein Bier getrunken habe. Mehr geht nicht, wenn man abends die Christmette um 22.30 Uhr feiert – und Du willst noch bei einigermaßen klarem Verstand sein.

Dieses spezielle Gefühl, das es einmal im Jahr gibt, ist für mich mein Weihnachts-Kater. Der kommt sehr zuverlässig nach den anstrengenden mit Konzerten, Krippenspielproben, Adventsfeiern und dem schrecklich schönen Alltag.

Mein Weihnachtskater ist aber völlig in Ordnung. Er erinnert mich an wunderbare Stunden, vor allem in diesem Jahr mit den Krippenspielern. Die haben die Geschichte von der Geburt Jesu so großartig gespielt, dass ich ganz angerührt war. Das Kind in der Krippe zeigt uns, dass alles, was wirklich wichtig ist in unserem Leben, zärtlich klein und schutzbedürftig daherkommt – und langsam wachsen muss. Das ist das Prinzip Gottes.


So schön aber diese Botschaft von dem Kind in der Krippe ist, sie allein reicht leider nicht. Das Gefühl, angerührt zu sein, das können wir nicht immerzu haben, das wäre ein sehr kindlicher Wunsch. Und zum anderen: Das Baby in der Krippe ist größer geworden, es wuchs heran und – nun ja, wir sollten mit diesem Kind erwachsen werden – im Glauben und im Denken und im Handeln.


Die Geburt Jesu ist insofern nur der Anfang einer Geschichte, die auf unsere Fortführung wartet. Erwachsenwerden und Erwachsensein bedeutet so viel – und ist eine anstrengende Sache. Wir müssen lernen mit Niederlagen umzugehen, Geduld zu haben, für eine gute Sache zu kämpfen, seiner Hoffnung immer wieder Nahrung geben, damit man kein zynischer und verhärmter Mensch wird. Und vor allem sollten wir unseren Glauben stärken, dass wir das sind, was der erwachsen gewordene Jesus in seinen Freunden und Freundinnen gesehen hat. Salz der Erde und Licht der Welt. Mein Weihnachtskater wird sich bald wieder verzogen haben. Dann bin ich auch wieder fit und freue mich, dass mit ich dem Kind in der Krippe weiterwachsen darf.


Bleibt behütet in dieser weihnachtlichen Zeit.


Pastor Uwe Schmidt-Seffers


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