Letzter Tag auf der Aller: So geht es im Vermisstenfall von Michelle H. weiter
- Audrey-Lynn Struck

- vor 1 Stunde
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CELLE. Seit einer Woche wird die Cellerin Michelle H. vermisst. Die 25-Jährige soll am Mittwochmorgen, 11. März, um 3.30 Uhr verletzt ihre Wohnung im Hehlentorgebiet verlassen haben. Mittlerweile sind die polizeilichen Suchmaßnahmen ausgeschöpft, wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch gegenüber CelleHeute mitteilte. Abgesehen von einem Anfangsverdacht gegen einen 46-Jährigen, der Michelle H. bei der Polizei als vermisst meldete, gibt es nur wenige Hinweise.
Anfangsverdacht gegen 46-Jährigen
Gegen den 46-Jährigen besteht ein Anfangsverdacht – der niedrigste Verdachtsgrad, wie Stefanie Vogler, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, erklärt. Ein dringender Tatverdacht bestehe erst, wenn genügend Beweise vorlägen, um so Ankläge zu erheben.

"Letzter Strohhalm": Suche auf Aller
Mit zwei Booten sucht die Polizei derzeit die Aller von Hafen bis Oldau ab. „Das ist der letzte Strohhalm“, so eine Polizeisprecherin. Ein Sonargerät soll den Flussgrund absuchen, Spürhunde sind an Bord, um auf einen möglichen Verwesungsgeruch zu reagieren. Bereits am Montag hatte die DLRG die Aller abgesucht – jedoch ohne Ergebnis.
Auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera sowie Drohnen waren in den vergangenen Tagen immer wieder im Einsatz, während die Polizei gleichzeitig Nachbarn befragte und die umliegenden Gärten durchsuchte.

Büroermittlungen gehen weiter
Damit sind die polizeilichen Suchmaßnahmen vor Ort abgeschlossen. Die Ermittlungen gehen jedoch weiter: Im Büro werden Hinweise geprüft, Daten ausgewertet und Spuren verfolgt. Auch Hinweise aus der Bevölkerung, die im niedrigen zweistelligen Bereich eingingen, führten bislang nicht zu neuen Erkenntnissen.














