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„Leichte Verzögerungen“: Wolthausen muss doch länger mit Behelfsbrücke auskommen

Behelfsbrücke in Wolthausen mit Trecker, Wohnmobil und Autos.
Seit 2021 wird der Verkehr in Wolthausen über eine Behelfsbrücke geleitet. (Foto: Stefan Kübler)

WOLTHAUSEN. Die Behelfsbrücke in Wolthausen wird nun doch etwas länger stehen bleiben als gedacht. Noch im Januar war die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr davon ausgegangen, dass mit dem Bau einer neuen Brücke über die Örtze noch in diesem Jahr begonnen werden könne. Diese Überlegungen können nach Angaben der Behörde nun nicht mehr eingehalten werden.


Bearbeitung von Einwänden noch nicht abgeschlossen


„Es gibt leichte Verzögerungen“, teilte Behördensprecherin Sheila Schönbeck auf CelleHeute-Anfrage mit. „Dennoch geht der Geschäftsbereich Verden von einem Baubeginn Anfang 2027 aus. Es wird mit einer zweijährigen Bauzeit gerechnet.“ Grund für die Verzögerungen seien die Einwände, die es vor Erlangung des Beschlusses auf Planverzicht gegeben habe. Diese Einwendungen müssten bearbeitet und geprüft werden, bevor der angestrebte Beschluss auf Planverzicht erfolgt. Liege dieser Beschluss vor, könne das Baurecht erteilt werden. Um welche Einwände es sich dabei genau handelt, wollte die Behörde mit Verweis auf das noch laufende Verfahren nicht mitteilen.


Weinbergschnecke auf einem Gehweg vor einer Brücke.
Schneckentempo in Wolthausen: Der Baubeginn für die neue Brücke verzögert sich. (Foto: Stefan Kübler)

Angestrebt wird Planverzicht mit allen Beteiligten


Anfang des Jahres hatte die Landesbehörde bereits erläutert, dass für den Bau einer neuen Brücke für Wolthausen ein Einvernehmen mit allen betroffenen Fachbehörden und Privaten hergestellt werden soll, um Planverzicht zu erwirken. Es soll also eine Einigung erzielt werden, um auf ein langwieriges Planverfahren verzichten zu können. Die Angaben der Behörde deuten darauf hin, dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist.


Kosten sollen durch Verzögerung nicht steigen


Eine gute Nachricht gibt es dennoch: Die Brücke soll offenbar nicht teurer werden. „Die geschätzten Kosten für den Bau der Brücke, die Straße und den Grunderwerb liegen bei 7,6 Millionen Euro“, so Sheila Schönbeck. „Durch die Verzögerungen rechnet der Geschäftsbereich nicht mit höheren Kosten.“

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