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Lehrerverband will "Taten statt wohlklingender Worte"


Corona-Test Test Schule Unterricht
Testen, Impfen und die Nutzung von Luftfilteranlagen sind aus Sicht des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte VNL/VDR an Schulen notwendig. Foto: mpix-foto/stock.adobe.com

HANNOVER. Zur heutigen Debatte über Schulen und Kitas in der Pandemiezeit im Niedersächsischen Landtag erklärt Torsten Neumann, Vorsitzender des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte VNL/VDR:


„Wir begrüßen ausdrücklich alle Initiativen der Politik, sich für die Rechte unserer Kinder und Jugendlichen in der Pandemiezeit einzusetzen. Dazu gehört auch das Offenhalten der Schulen und Kitas. Wir haben aber den Eindruck, dass es zwischen den wohlgemeinten Absichtserklärungen und deren Umsetzung immer noch viel zu große Unterschiede gibt. Selbstverständlich sind alle der Auffassung, dass unsere Bildungseinrichtungen auf gar keinen Fall wieder wie im letzten Winter geschlossen werden dürfen. Alle sind davon überzeugt, dass Schulschließungen nur das allerletzte Mittel sein dürfen. Deshalb erschrecken uns Meldungen, dass die Versorgung der Schulen mit Testmaterial in der nächsten Zeit nicht immer gesichert sein könnte. Dabei ist das Testen eine der wichtigsten Stützen beim Kampf gegen das Coronavirus. Es sollten deshalb in allen Bildungseinrichtungen zusätzlich zu den regelmäßigen Selbsttestungen vermehrt auch PCR-Pooling-Tests zum Einsatz kommen.


Erfreulicherweise sind unsere Lehrkräfte mit einer Impfquote von gut 95% gut aufgestellt, die Boosterimpfung für alle an unseren Bildungseinrichtungen Tätigen muss jedoch schnellstens erfolgen. Ebenso benötigen wir ein Impfangebot für alle Schülerinnen und Schüler, sofern eine Impfung medizinisch vertretbar ist. Bei den über 12-jährigen wird das Impfangebot recht gut angenommen. Unsere Bildungseinrichtungen müssen so sicher wie nur möglich gestaltet werden, Testen und Impfen gehören dabei zu den allerwichtigsten Maßnahmen.


Wir können nicht verstehen, dass es beim Belüftungs- und Luftfilteranlageneinbau und bei der Umsetzung der Digitalisierung noch immer hakt. Das ist nicht mehr hinnehmbar und erschwert das Arbeiten in unseren Schulen enorm. Noch immer vermissen wir die Möglichkeit, große Lerngruppen gegebenenfalls teilen zu können. Der Mangel an Lehrkräften und Unterstützungspersonal macht eine solche in Coronazeiten sinnvolle Maßnahme leider immer noch nicht möglich. Wir erwarten von der Politik nicht nur wohlklingende Worte – die durchaus auch mal gut tun – sondern effektive, rasche Taten, die unseren Bildungseinrichtungen, den Schulen und Kitas auch wirklich weiterhelfen.“

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