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Kontrollen gegen Geldautomatensprengungen - mehrere Festnahmen


Foto: HannoverReporter



NIEDERSACHSEN. In den frühen Morgenstunden endeten heute landesweite #Verkehrskontrollaktionen der Polizei Niedersachsen als eine Maßnahme zur Bekämpfung von #Geldautomatensprengungen. Zehn Personen wurden festgenommen. Alle folgenden Angaben LKA Niedersachsen: Koordiniert durch die Task Force GAA-Sprengungen des Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen hatten die sechs Polizeidirektionen in Niedersachsen mit Unterstützung der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) in den Nächten vom 14. März bis 17. März an zentralen Verkehrsstellen Kontrollpunkte eingerichtet. Rund um - aus polizeilicher Sicht - besonders gefährdete Bereiche waren verstärkt mobile Streifen und zivile Kräfte im Einsatz. Die Bilanz: Zehn Festnahmen (ohne Bezug zu Geldautomatensprengungen), 65 Strafanzeigen wegen diverser Delikte, 19 Mal stellten die Beamten Betäubungsmittel fest. Zudem wurden durch die konzertierte Aktion Erkenntnisse gewonnen, die derzeit auf ihre ermittlungstaktische Relevanz ausgewertet werden.


Neben Niedersachsen beteiligten sich Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt sowie der Bundespolizei an den bislang größten gemeinsamen Fahndungsaktionen zur Bekämpfung von Geldautomatensprengungen im Bundesgebiet.


"Polizeiarbeit endet nicht an Ländergrenzen. Wir haben ein gemeinsames Ziel: Mit Entschlossenheit gegen Geldautomatensprengungen vorzugehen. Neben einer engen Zusammenarbeit bei den Ermittlungen und präventiven Maßnahmen wie der Beratung von Geldautomatenbetreibern zu Sicherungsmöglichkeiten gehören dazu unter anderem auch solche Kontrollaktionen", sagt LKA Vizepräsident Bernd Gründel.


Noch nie hat es so viele Geldautomatensprengungen in Niedersachsen gegeben wie im vergangenen Jahr (68 Taten). Auch in 2023 setzt sich der Trend fort: 16 Geldautomaten wurden von den Tätern bislang angegriffen. Sie gehen dabei hochprofessionell vor. In nahezu allen Fällen verwenden die Täter Festsprengstoffe. Gefährdet sind durch deren hohe Sprengkraft neben den Geldautomaten auch Gebäude, vor allem aber Leib und Leben der anwohnenden Bevölkerung.


"Wir als Polizei analysieren das Vorgehen sehr genau und entwickeln mit immer neuen Erkenntnissen unsere Konzepte bei der Bekämpfung des Phänomens stetig weiter", sagt Bernd Gründel. "Klar ist aber auch: Die Polizei kann weder jede Nacht mit einem Großaufgebot von Kräften die Autobahnen kontrollieren, noch stets überall sein, wo ein Geldautomat aufgestellt ist. Deshalb ist eine wirkungsvolle Sicherung der Geldautomaten durch die Banken unerlässlich."


Die Prävention ist ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Strategie des LKA Niedersachsen, welche die polizeilichen Maßnahmen insgesamt intensiviert und eine permanente Sammlung, Analyse und Weitergabe von relevanten Informationen zu Geldautomatensprengungen in Niedersachsen und anderen Bundesländern und den Niederlanden ermöglicht. Im LKA Niedersachsen wurde deswegen bereits Anfang des vergangenen Jahres eine interdisziplinäre Task Force GAA-Sprengungen eingerichtet, in der insbesondere die Bereiche Ermittlungen, Analyse, Einsatz, Kriminaltechnik und Prävention zusammenwirken.


Die Aktionstage wurden in Niedersachsen pro Nacht jeweils von ca. 280 Einsatzkräften begleitet. Sie kontrollierten in den drei Nächten insgesamt 2284 Fahrzeuge und 3070 Personen.


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