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„Klein Texas“ im zeitgemäßen Gewand - Neuauftritt des Erdölmuseums


Der Leiter des Deutschen Erdölmuseums Wietze Dr. Stephan Lütgert präsentiert die neue Dauerausstellung Fotos: Anke Schlicht

WIETZE. Der Rohstoff, um den sich hier alles dreht, mag in vielerlei Hinsicht ein Auslaufmodell sein - wir verabschieden uns als Gesellschaft gerade vom schwarzen Gold - die neue heute eröffnete #Dauerausstellung des Deutschen #Erdölmuseums #Wietze ist es ganz sicher nicht. Im Gegenteil, sie bedient sich nicht nur moderner Mittel und Techniken, um zu präsentieren, zu erklären und zum Interagieren einzuladen. Sie wirft auch einen Blick in die Zukunft, reflektiert Vergangenheit und Gegenwart, Lokales und Internationales, ohne jedoch die historischen Wurzeln, auf denen die Existenz des Hauses gründet, außer Acht zu lassen. Sie werden gebührend gewürdigt.


„Aktuell steht die Menschheit am Übergang zum postfossilen Zeitalter, doch noch ist ungeklärt, wie schnell und in welchem Umfang sie sich vom Erdöl lösen kann“, heißt es auf der Tafel im neu gestalteten Eingangsbereich, die die Besucher willkommen heißt und den Blick lenkt auf eine Installation, die sichtbar macht, welch eine Breite an Themen der Rohstoff Erdöl und seine Weiterverarbeitung in sich birgt. Auf einen luziden Vorhang, wie der Leiter des Museums Dr. Stephan Lütgert ihn bezeichnet, werden unterschiedliche Motive projiziert, die alle in irgendeiner Art und Weise mit dem zentralen Gegenstand zu tun haben und unterschiedlichen Genres entspringen: Werbefilme der Erdölindustrie, historische Aufnahmen, Industriefotografie, im Bild festgehaltene Aktionen von Umweltaktivisten und vieles mehr.


Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung sind sieben Jahre vergangen. Im Jahr 2015 übernahm Stephan Lütgert die Leitung, und ein Jahr später ging es los, bei der Eröffnung heute Morgen blickt er kurz zurück: „Wir hatten ein klares Alleinstellungsmerkmal, großes Potential, genossen ein hohes Ansehen, auch wenn viele sagten, sie kennen es gar nicht. Aber der Ausstellung fehlte der Rote Faden, die Exponate waren zu heterogen, zu Technik-lastig und entsprachen in ihrer Darstellung nicht mehr den Ansprüchen an die heutige Form der Präsentation.“ Dementsprechend war eine Aufgabe klar definiert. Bei der Frage, woher das Geld kommen solle, half der Umstand, dass laut Museumsdirektor das Thema Erdöl aktueller denn je sei. Es fanden sich neun Fördermittelgeber, die die benötigten 1,1 Mio Euro aufbrachten, das Gros übernahm der Bund.


Und so würde eine Schau konzipiert, die „Klein Texas“ einen Attraktivitätsschub verleihen könnte. Wietze gehört zu den Standorten der frühesten Erdölbohrungen weltweit, es ist die „Wiege der deutschen Erdölindustrie“. „Im Jahr 1899 ging es richtig los“, berichtet Lütgert. Der Name „Klein Texas“ war geboren. Wer waren die Menschen, die damals dort arbeiteten? Riesige Wandbilder in schwarz-weiß setzen ihnen ein Denkmal. „Sie können in ihre Gesichter sehen“, sagt Lütgert während des Rundgangs für die Presse. Er kennt jedes Detail, kann so viel berichten, dass er aufpassen muss, den zeitlichen Rahmen für die Führung nicht zu sprengen.

Die Gäste, die sich anlässlich der offiziellen Eröffnung eingefunden haben, stehen in den Startlöchern. Egal über wie viel Wissen zum Thema Erdöl sie bereits verfügen, die Schau, die sie hier erwartet und die ab dem 27.5.2023 für alle Besucher/innen geöffnet ist, wird garantiert die eine oder andere Neuigkeit und Überraschung bereithalten.




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