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Kapitulation vor Corona? Lehrer fordern Fahrplan zur Unterrichtssicherung


Der Philologenverband sieht den Präsenzunterricht Der Präsenzunterricht ist durch Quarantänemaßnahmen und Krankmeldungen von SchülerInnen und Lehrkräften schon jetzt massiv eingeschränkt. Foto: lettas / stock.adobe.com
Der Philologenverband sieht den Präsenzunterricht durch Quarantänemaßnahmen und Krankmeldungen von SchülerInnen und Lehrkräften schon jetzt massiv eingeschränkt. Foto: lettas / stock.adobe.com

HANNOVER. Mit großer Sorge betrachtet der Philologenverband Niedersachsen die Aussichten auf das kommende Schulhalbjahr. Es sei Schlimmes zu befürchten, wenn im Februar die Omikron-Welle mit Hunderttausenden von Infizierten pro Tag den Höhepunkt erreiche. „Die Inzidenz unter den jüngeren Schülerinnen und Schülern ist schon jetzt auf über 2000 geklettert, örtlich werden noch weit höhere Werte gemeldet. Der Präsenzunterricht ist durch Quarantänemaßnahmen und durch Krankmeldungen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften massiv eingeschränkt. Unterricht um jeden Preis kann es so nicht geben“, stellt Horst Audritz, Vorsitzender des Verbandes fest.


Eine Aussetzung der Präsenzpflicht wie in Berlin sei keine Alternative, denn damit werde Unterricht zu einem Lotteriespiel mit unakzeptablen Folgen für die Qualifizierung der Kinder. „Der Staat stiehlt sich aus der Verantwortung und Bildung wird auf diesem Weg privatisiert. Schülerinnen und Schüler haben ein Recht auf Bildung, aber auch ein Recht auf die Würdigung ihrer Leistungen und Fähigkeiten. Das gilt umso mehr für den Übergang auf die weiterführenden Schulen und die Sicherung qualifizierter Abschlüsse, insbesondere das Abitur“, so Audritz.

Dass per Runderlass für das zweite Schulhalbjahr 2021/22 wieder weitergehende Einschränkungen bei der Leistungsbewertung angeordnet werden bis hin zum Verzicht auf schriftliche Leistungsnachweise (Klassenarbeiten und Klausuren) schade gerade den stilleren und ehrgeizigeren Schülerinnen und Schülern. „Eine Fokussierung auf mündliche Leistungen bzw. Mitarbeit ist kein echter Ersatz, zumal die Bewertungsmaßstäbe oft unklar und nicht vergleichbar sind. Schriftliche Leistungen, in Zahl und Art natürlich je nach den Rahmenbedingungen und der Anlage des Unterrichts, müssen möglich sein“, fordert Audritz und fügt hinzu: „Ausdrücklich erwarten wir, dass die Qualität des Abiturs weiterhin gesichert wird und die Vergleichbarkeit des Abiturs unter Corona-Bedingungen nicht zum Alibi für Nivellierungen auf einem Mindestniveau wird.“ Die Studierfähigkeit dürfe nicht einschränkt und sozialer Aufstieg durch Leistung nicht erschwert werden. Studienfähigkeit setze mehr als ein Abschlusszertifikat voraus.

Es sei zu begrüßen, dass in Niedersachsen die flächendeckende tägliche Testung der Schülerinnen und Schüler im Februar und das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung beibehalten werde und Unterricht unter angemessenen Bedingungen ermöglicht werden solle. Dazu gehöre aber ebenso eine kontinuierliche und vertiefte medizinische Betreuung sowie die ständige Kontrolle der Hygienesituation vor Ort. Auch das Impfangebot an den Schulen müsse vorangetrieben werden. „Unter 2G-Regeln ist Unterricht möglich. Eine Kapitulation vor dem Virus aber, indem man einfach die massenweise Infizierung aller in Kauf nimmt, ist in dieser Situation nicht zu verantworten“, so Audritz.

Die Pandemieentwicklung zeige, dass die Politik bei der Ausstattung der Schulen endlich den Turbo einlegen müsse. „Bildung muss Priorität haben, Bildung ist systemrelevant! Wir brauchen einen Fahrplan zur Sicherung der Unterrichtsversorgung, also mehr und gut ausgebildete Lehrkräfte und bessere Unterrichtsbedingungen“, stellt der Verbandsvorsitzende klar. Es sei mehr als bedenklich, dass schon jetzt 43 765 Lehrkräfte (= 57,1 Prozent) Mehrstunden im Umfang von 1 652 196 Stunden leisteten. In der Bilanz (Differenz zwischen Mehr- und Minderstunden) fehlten deshalb 1233 Vollzeitstellen. „Dieses Volumen an Mehrstunden ist durch Abbummeln keinesfalls auszugleichen, das würde zu weiterem massiven Unterrichtsausfall führen. Finanzielle Ausgleichszahlungen und eine Mehrarbeitsvergütung in angemessener Höhe wären ein gangbarer Ausweg, den der Kultusminister nun endlich konkret angehen muss“, fordert Audritz.


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