Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Jeversen


(von links) stv. Gemeindebrandmeister Nils Constabel, stv. Ortsbrandmeister Lutz von der Brelie, Ortsbrandmeister Michael Redlich, Olaf Enk, Waltraut Enk, Henner Pröhl, Lea Helsper, Florian Wernicke, stv. Kreisbrandmeister Willi Lucan. Foto: Heiko Thies

JEVERSEN. Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung freute sich Ortsbrandmeister Michael Redlich neben den aktiven Kameraden und der Altersabteilung, auch einige fördernde Mitglieder begrüßen zu können. Des Weiteren konnte er den allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters Kjell Petersen, den Ortsbürgermeister Hermann Alps-Lammers, den Vorsitzenden des Ausschusses für öffentliche Sicherheit Jürgen Vondracek, den Sachbearbeiter für Feuerwehrangelegenheiten Carsten Fiebig, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Willi Lucan sowie den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Nils Constabel begrüßen.


In seinen Grußworten dankte der Vorsitzende des Ausschusses für öffentliche Sicherheit, Jürgen Vondracek, für die geleistete Arbeit und dass die Kameraden ihre Freizeit opfern, 24 Stunden täglich. Besonders hob er die schwierige Situation während der letzten zwei Jahre hervor, in der ein normaler Dienstbetrieb nur unter großen Schwierigkeiten umzusetzen war. Es sei trotzdem gelungen, in dieser Zeit neue Feuerwehrleute für die Arbeit in der Feuerwehr gewinnen zu können.


Ortsbrandmeister Redlich gab in seinem Jahresbericht einen Überblick über die Statistik und die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Die Ortsfeuerwehr besteht aktuell aus 36 Kameraden, vier davon weiblich. In der Jugendfeuerwehr sind 10 Mitglieder aktiv, davon zwei weiblich. 10 Kameraden sind in der Altersabteilung und die Ortsfeuerwehr hat 80 fördernde Mitglieder. Da im vergangenen Jahr die Corona Schutzmaßnahmen gelockert werden konnten, sei man in der Lage gewesen, wieder mehr Dienste und Ausbildungen durchzuführen. Habe man im Jahr 2020 nur 1.700 Stunden Dienst geleistet, so waren es im Jahr 2021 bereits wieder 2.300 Stunden. Auch die Zahl der Einsätze habe zugenommen. So mussten die Kameraden im vergangenen Jahr zu 16 Einsätzen ausrücken. Weiter berichtete Redlich, dass man im vergangenen Jahr einige Ausbildungen absolviert habe. Ein Schwerpunkt der Ausbildung lag in der Schulung der Kameraden auf die neuen digitalen Handfunkgeräte, die im letzten Jahr beschafft wurden. Im weiteren Ausblick hoffte Redlich, dass der Neubau des Feuerwehrhauses weiter zügig voranschreite, so dass man möglichst bald umziehen könne.


In seinem Jahresbericht gab der stellvertretende Gemeindebrandmeister Nils Constabel einen Überblick über die Statistik. Aktuell leisten 176 aktive Feuerwehrleute Dienst in der Gemeindefeuerwehr. 52 Jugendliche sind in der Jugendfeuerwehr aktiv, 51 in der Kinderfeuerwehr, 14 im Musikzug und die Altersabteilung zählt 67 Kameraden, so Constabel. Im vergangenen Jahr konnten die Kameraden 76 Lehrgänge auf Orts-, Kreis- und Landesebene absolvieren. Davon 40 Digitalfunkweiterbildungen, 13 Truppmann-, ein Gruppenführer-, ein Zugführer-, vier Sprechfunker-, und fünf Fahrersicherheitslehrgänge. Insgesamt leisteten alle Kameraden 13.900 Stunden ehrenamtlichen Dienst. Im weiteren Bericht zeigte sich Constabel besorgt über die niedrige Zuteilungsrate vom Niedersächsischen Landesamt für Brand und Katstrophenschutz (NLBK). Die zugeteilten Lehrgänge reichen kaum aus, um die Funktionsträger auszubilden. In seinem Ausblick ging Constabel auf den Kreisfeuerwehrtag 2022 ein, welcher dieses Jahr in Wietze stattfinden soll. Weiter erläuterte er, dass in naher Zukunft eine App-basierte Zusatzalarmierung eingeführt werde, diese solle die digitale Alarmierung ergänzen.


Der stellvertretende Kreisbrandmeister Willi Lucan gab einen Überblick über die Aktivitäten des vergangenen Jahres im Landkreis Celle. Er bedauere besonders, dass die Kinder- und Jugendarbeit leider viel zu kurz gekommen sei, und doch haben die Betreuer sehr kreative Wege gefunden, um die Arbeit in den Kinder- und Jugendfeuerwehren online zu gestalten. Weiter berichtete er, dass die erste von vier Sondereinheiten zur Waldbrandbekämpfung (GFFF-V) des Landes Niedersachsen aufgestellt worden sei und dass der Zug vom Ehrengemeindebrandmeister Karsten Wiebe aus Wietze geleitet werde.


Jugendfeuerwehrwart Marco Wolfram berichtete über die Mitgliederzahlen. Leider sei es aufgrund der Auflagen nicht möglich gewesen, das ganze Jahr Dienste für die Mitglieder anzubieten. Erfreulich sei aber gewesen, dass man es geschafft habe, trotz der enormen Einschränkungen die Altpapiersammlungen, das Bosselturnier sowie die Weihnachtsfeier durchzuführen.

Die Wahlen brachten folgende Ergebnisse: zum Kassenprüfer wurde Maximilian Fischer gewählt. Sicherheitsbeauftragter wurde Michael Götz, Atemschutzbeauftragter Hermann Hemme, Kassenwartin Karola Behrens, Jugend-, und Schriftwart wurde Olaf Enk. Zum Gruppenführer wählten die Kameraden Marco Wolfram, Eike Pröhl zum Stellvertreter.


Anschließend freute sich Ortsbrandmeister Redlich, Waltraud und Olaf Enk zur Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann befördern zu können. Lea Helsper und Florian Wernicke wurden zur Oberfeuerwehrfrau/mann befördert und Henner Pröhl freute sich über Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann. Text: Heiko Thies


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