Investitionen in Schulen 2022: 32 Millionen für Großprojekt Hölty-Neubau eingeplant


Hölty Gymnasium Hambühren
Für Investitionen in die Außenstelle des Hölty-Gymnasiums in Hambühren sind rund 32 Millionen Euro eingeplant. Foto: CH Archiv

CELLE. Der Landkreis wird im kommenden Jahr weiter in die Schulen investieren. „Wir möchten hier unseren Teil tun, um den Kindern als Träger aller weiterführenden Schulen im Landkreis Celle gute Bildungschancen zu bieten", sagt Landrat Axel Flader. Das größte Projekt ist dabei sicher das neue Gymnasium in Hambühren. Der Kreistag hat den Umzug des Höltys nach Hambühren beschlossen, die Außenstelle wächst dort seit dem vergangenen Jahr auf (aktuell sind dort die 5. und 6. Klassen) und wird laut der Kreisverwaltung sehr gut angenommen.


Die 6. Klasse ist vierzügig und die neue 5. Klasse fünfzügig. Es ist ein Neubau für die künftigen Klassen 8 bis 13 geplant. Die Klassen 5 bis 7 werden langfristig im Gebäude I untergebracht. Zudem wird eine neue Zweifeldhalle gebaut und ergänzt die bestehende Zweifeldhalle. Im Anschluss soll das sogenannte Gebäude II abgerissen und an der Stelle ein Außensportplatz errichtet werden. Als Gesamtkosten sind im Doppelhaushalt etwa 32 Millionen Euro vorgesehen. Aufgrund der derzeitigen Marktlage im Baugewerbe rechnet man beim Landkreis damit, dass die vorgesehenen Mittel nicht ausreichen werden. Zu dem geplanten Maßnahmen an weiteren Schulen teilt der Landkreis mit:


Größere Veränderungen gibt es auch für die IGS. Die Schule ist mit den Klassen 5 bis 8 im Schulzentrum an der Burgstraße. Die Klassen 9 bis zukünftig 13 (aktuell 12) sind in der Bahnhofstraße im alten Gebäude der BBS III untergebracht. Das Gebäude wird an die Bedürfnisse der IGS angepasst. Beispielsweise werden neue Naturwissenschaftsräume geschaffen, ein Aufenthaltsbereich für die Oberstufenschüler sowie eine Schülerbibliothek eingerichtet und viele Räume saniert und neu ausgestattet. Die Sanierungen und Umbauten sind nicht alle sofort umsetzbar und die Maßnahmen werden noch über die nächsten Jahre weiterlaufen. Dementsprechend können Zeitplanung und Kosten noch nicht konkretisiert werden.


Die Sprachheilschule ist 2019 nach einem Brand in dem bisherigen Gebäude provisorisch in das sogenannte Gebäude I in Hambühren gezogen. Für die Sprachheilschule hat der Landkreis die sogenannte Altstädter Schule in Celle gekauft. Diese wird gerade von der Stadt Celle in Zusammenarbeit mit Amt 21, denkmalgerecht und an die Bedürfnisse der Schule angepasst, saniert. Aufgrund der Asbestbelastung des Gebäudes und der derzeitigen Marktlage haben sich die Gesamtkosten auf 11,78 Millionen Euro erhöht. Ebenso wird sich die Fertigstellung verzögern.


Der Anbau an der Oberschule Bergen wurde zur Auflösung der Außenstelle beschlossen. Der Standort soll gestärkt werden und künftig auch genügend Kapazitäten für die Schülerinnen und Schüler aus Sülze und Eversen bieten, die aktuell zum Teil die Oberschule Hermannsburg besuchen. Im Doppelhaushalt 2021/2022 enthaltene Gesamtkosten sind 5,1 Millionen Euro. Aufgrund der derzeitigen Marktlage im Baugewerbe ist damit zu rechnen, dass die vorgesehenen Mittel nicht ausreichen werden.


Anbau an der Paul-Klee-Schule (Förderschule für geistige Entwicklung) und Auflösung der Außenstelle der Schule in Bergen. Im Doppelhaushalt 2021/2022 enthaltene Gesamtkosten sind 5,4 Millionen Euro. Aufgrund der derzeitigen Marktlage im Baugewerbe ist damit zu rechnen, dass die vorgesehenen Mittel nicht ausreichen werden.


Anbau an der BBS III in Altenhagen und Auflösung der Außenstelle in der Bahnhofstraße: Nach Fertigstellung des Anbaus werden auch die Außensportanlagen erneuert. Im Doppelhaushalt 2021/2022 enthaltene Gesamtkosten sind 10 Millionen Euro. Aufgrund der derzeitigen Marktlage im Baugewerbe ist damit zu rechnen, dass die vorgesehenen Mittel nicht ausreichen werden.


Sanierung eines Traktes in der BBS II für Steuerungstechnik: Nach der Sanierung des Traktes für Versorgungstechnik, wird nun der Trakt für Steuerungstechnik (u.a. Robotik) neu geplant und saniert um den aktuellen technischen Fortschritt in den verschiedenen Branchen auch in der Ausbildung integrieren zu können. Die Kosten für die Bauarbeiten betragen voraussichtlich 0,1 Millionen Euro, hinzu kommen Kosten für die Ausstattung von ca. 0,6 Millionen Euro.


Die Planungen für die Sanierung und den Ausbau des Schulzentrums Burgstraße (IGS und Ernestinum) haben begonnen. Es gibt noch keinen Kreistagsbeschluss, da die Planungen noch nicht weit genug fortgeschritten sind, um die Kosten abschießend schätzen zu können.

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