Haft in Celle: „Maskenmann“ auch wegen Mordes an Jungen in Frankreich verurteilt
- Sheenara Wiebke
- vor 2 Tagen
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NANTES. Der als „Maskenmann“ bekannte Serienmörder Martin N. ist in Frankreich erneut zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Laut Medienberichten kam das Schwurgericht zu dem Schluss, dass der heute 55-Jährige für den Tod eines zehnjährigen Jungen aus Westfrankreich verantwortlich ist. Er soll das Kind 2004 aus einem Schullandheim in Saint-Brevin-les-Pins entführt und getötet haben. Konkrete Beweise wie DNA-Spuren lagen dem Gericht nicht vor, doch die Tat wies Parallelen zu früheren Morden Martin N.s auf.
Martin N. in Celle inhaftiert
Martin N. wurde bereits 2012 vom Landgericht Stade wegen dreifachen Mordes und sexuellen Missbrauchs in 40 Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Seither verbüßte er seine Haftstrafe in der JVA Celle, bis er im Mai nach Nantes überführt wurde.
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Im Fall des in Frankreich getöteten Jungen wurde Martin N. insbesondere durch die Aussage eines Mithäftlings belastet. Diesem soll er 2017 die Tat gestanden haben. Ein weiterer Zeuge will 2004 ein Auto mit deutschem Kennzeichen in der Nähe des Teichs beobachtet haben, in dem später die Leiche des Jungen gefunden wurde. Der Fahrer habe versucht, etwas aus dem Auto zu heben, dann jedoch den Versuch abgebrochen und sei davongefahren.
Von der Begegnung mit dem Zeugen soll Martin N. auch seinem Mithäftling berichtet haben. Besonders belastend: In seinen Schilderungen erwähnte er auch den Schäferhund, mit dem der Zeuge unterwegs war – ein Detail das der Öffentlichkeit nicht bekannt war.
Auch wenn Martin N. bis zuletzt beteuerte, die Tat nicht begangen zu haben, war sich das Gericht zuletzt einig. Seine Haft wird Martin N. voraussichtlich weiter in Celle absitzen.














